Alle .. haben sich beraten, daß der König ein Verbot bestätigen sollte – Daniel 6,8 – Gesetzesiniativen im Widerspruch zur Bibel.

Daniel lebte mit dem Volk Israel in der babylonischen Gefangenschaft. Anders gesagt er lebte im Exil, denn das dem Volk Israel verhießene Land, gab es noch, die endgültige Verwirklichung dieser Verheißung stand und steht bis heute noch aus. Das was Daniel erlebt, kann man auch auf die Nachfolger Jesu beziehen, dabei sind mir einige Punkte wichtig:

  1. Leben im Exil.
  2. Treue in der Verehrung und im Dienst Gottes.
  3. Der Segen Gottes bleibt bei allem Tun.
  4. Der Segen gefällt den Mitmenschen.
  5. Es entsteht Neid und Mißgunst.
  6. Die ungeteilte Verehrung Gottes wird verboten.
  7. Die beharrliche Gottestreue wird bestraft.
  8. Auch die Urheber sind erschreckt.
  9. Gott trägt durch die Prüfung hindurch.

1.) Leben im Exil.

Weil Israel Gott immer wieder untreu wurde, ließ es Gott in die Gewalt seiner Feinde und schließlich in die babylonische Gefangenschaft kommen. Obwohl Daniel gottesfürchtig lebte, musste er das Schicksal seiner Landsleute teilen.

Wie ist es bei uns? In Jesus haben wir Vergebung unserer Schuld und dürfen Gott unseren Vater nennen und sind uns seiner Liebe gewiss und erfahren sie auch. Aber wir leben noch in der Welt und nicht an himmlischen Orten. Aber unsere eigentliche Heimat ist nicht hier, das sagt Jesus deutlich, wie im Vers 14,3 des Johannes-Evangeliums:

Johannes 14,3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

 Wir leben also auch im Exil und sind als Botschafter der Liebe Jesu bestimmt. Dazu gehört, dass wir unser Leben auf Jesus und sein Wort ausrichten, denn nur in ihm können wir wahre Freiheit und wahren Frieden erlangen. Und wir sollen Menschen dieser  Welt auf diese Liebe Jesu zu allen Menschen hinweisen, damit sie sich auch dafür entscheiden können.

2.) Treue in der Verehrung und im Dienst Gottes.

  Daniel hat sich über sein Exil nicht beschwert. Sicher war nicht alles im Reich der Meder so wie es Gott oder ihm gefiel. Aber wenn es Mißstände gab, sie haben ihn nicht so beschäftigt, dass er sie hier festhielt.
Aber Daniel war seinem Gott treu, immer wieder betete er zu ihm. Er hatte die Verheißungen Gottes und auch das verheißene Land mit Jerusalem nicht vergessen. Doch er hadert nicht mit Gott, sondern legt Gott seine Sehnsucht und seine Gedanken vor. Dazu bringt er sich, in der Gesellschaft, wo ihn Gott hat hinkommen lassen, mit seinen Gaben ein. Er tat genau das, was der Prophet Jeremia – er war nicht im Exil – seinen Landsleuten im Exil empfahl: Jeremia 29.7 „Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch gefangen weggeführt habe, und betet für sie zum HERRN! Denn in ihrem Frieden werdet ihr Frieden haben.“

Für die Christen in der Welt gibt es auch die beiden Aufgaben:

  1. An der Verbindung zu Gott festhalten
    und sie immer mehr vertiefen. Menschen um uns herum, die sich nicht zu Gott und der Erlösung durch Jesus bekennen, kennen ihn nur vom Hörensagen. Darum ist es falsch, wie viele es fordern, unseren Glauben als Privatsache im Verborgegen zu leben. Wenn wir unseren Glauben an Jesus wahr und offen zeigen, wird das den Segen Gottes in unserem Leben auf vielfältige Weise sichtbar machen. Das gefällt Gott und das erkennen Menschen, solange sie noch nicht ganz irregeführt und verblendet sind.
  2. An der Stelle wo Gott uns hingestellt hat, den Menschen und der Gesellschaft um uns herum dienen
    und zwar mit den von Gott uns anvertrauten Gaben. Die Gaben Gottes sind bestimmt für Gerechte und Ungerechte, Böse und Gute, siehe dazu Matthäus 5.45 „damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Es gibt viele Beispiele in der Bibel, die zeigen, wie die Bösen durch Gerechte Segen oder Gnade Gottes empfangen.

3.) Der Segen Gottes bleibt bei allem Tun.

  Daniel erfährt, dass seine Treue und sein Gehorsam gegen Gottes Wort, das bewirkt, was Gott verhießen hat. Gott segnete sein Tun dadurch, dass die Dinge, die er beginnt, auch gelingen.
Gott steht zu seinem Wort. Wir müssen es lernen, ihn in all unser Tun einzubeziehen, dadurch das wir prüfen, ob wir mit dem was wir beginnen wollen oder mit dem was wir schon begonnen haben, im Einklang mit seinem Willen bzw. mit seiner Führung in unserem Leben stehen.

4.) Der Segen gefällt den Mitmenschen.

  Daniel ist sicher ein Mann, der durch die Art, wie er sein Leben gestaltet und Probleme löst, angenehm auffällt und Vertrauen erweckt.  Er kümmert sich nicht nur um seinen eigenen Vorteil, sondern er setzt sich für seine Volksgenossen und auch für die Menschen und die Stadt ein, die während des Exils sein Zuhause ist. Die natürliche Folge ist, dass dies das Wohlgefallen derer auslöst, die dadurch bestätigt und in ihrem Leben unterstützt werden. Diese Menschen nehmen seinen Einsatz gerne an und zeigen es auch durch ihre Anerkennung.

Die mesiten sozialen Einrichtungen wurden von Christen aus ihrer Liebe zu benachteiligten Menschen gegründet. Dies fand weite Anerkennung und führte zur Unterstützung durch den Staat. So sind die sozialen Einrichtungen in den Ländern mit christlicher Tradition eine Frucht christlicher Initiativen, die der Not von Menschen begegneten.

5.) Es entsteht Neid und Mißgunst.

  Es gibt auch andere Menschen, die Anerkennung von Menschen suchen, aber nicht weil sie sich besomders für andere einsetzen wollen, somdern weil sie es für ihr Ego oder Selbstwertgefühl brauchen.
Weil Daniel aus der Beziehung zu Gott seine Selbstbestätigung hat, kann er sich selbstlos für andere Menschen einsetzen.
Weil viele andere Menschen ihre Selbstbestätigung aus der Anerkennung anderer Menschen ziehen wollen, können sie nicht selbstlos sein und sich uneigennützig für sie einsetzen. Wenn sie dann sehen, dass Menschen wie Daniel mehr Anerkennung finden, wächst in ihnen Neid und Mißgunst. Je nach den Möglichkeiten, die diese Menschen haben, können sie aus diesen Gefühlen eine Lawine des Bösen auslösen.

Auch wenn es uns vielleicht nicht klar ist, in den Ländern mit christlichen Wurzeln, leben wir in vielem von der Gnade Gottes. Die Gnade Gottes ist auch mit seiner Liebe gefüllt und dies wirkt sich auf die sozialen Systeme und Beziehungen aus. Egosimus und Neid sind weniger ausgeprägt.

Die immer stärker fortschreitende Lösung vom lebendigen Glauben an Gott und den christlichen Werten, hat zur Folge, dass jetzt immer mehr menschliche Bestätigunen  in der Welt gesucht werden. Man muss besser sein als die anderen oder man muss sich zumindest von ihnen abheben. Wenn es aber keine allgemein anerkannten Maßstäbe mehr gibt, die einen bestätigen könnten, dass man besser ist, muss man sich Maßstäbe wählen oder konstruieren. Diese konstruierten Maßstäbe werden aber nicht allgemein anerkannt, also ensteht so etwas wie eine Ideologie. Die kann man ausbauen und man kann andere, die auch keine Maßstäbe haben und danach suchen, mit viel Einsatz davon überzeugen. So wird der Verlust von gültigen Maßstäben auch zum Nährboden von extremen oder radikalen gesellschaftlichen und politischen Gruppen.

Gegenüberstellung der Situation damals und heute:

  • In Babylon steht am Anfang Zufriedenheit. Bevor Daniel auftrat, waren die Minister in Babylon nach den geltenden Maßstäben erfolgreich und sie konnten zufrieden sein. Der von Gottes Segen bewirkte Erfolg Daniels kratzte den Erfolg der Minister und bewirkt Unzufriedenheit. Daniel macht sich dadurch zum Feind.
    Daniel hatte in den Machtzentren nicht genügend engagierte Mitstreiter.
  • Heute steht am Anfang Unzufriedenheit, die zum Aussteigen führt. Das Ergebnis sind neue Feindbilder und Ideologien.
    Heute gibt es mehr Mitstreiter, die sich für den Erhalt der christlichen (biblischen) Werte einsetzen, auch in der Politik, aber sind sie engagiert genug und  ist ihre Zahl ausreichend?

Das Fehlen von anerkannten Maßstäben führt in Babylon und auch heute zu Unzufriedenheit und dazu, dass versucht wird, das gesellschaftliche System zu ändern, um den eigenen Vorstellungen näher zu kommen.

6.) Die ungeteilte Verehrung Gottes wird verboten.

Da die Minister nicht durch ihren Erfolg Daniel übertreffen können, suchen sie eine Möglichkeit, durch eine spezielle Gesetzesvorlage, Daniel aus dem Weg zu räumen. Da sie bei Daniel keinen verwundbaren Punkt finden, nutzen sie die Eitelkeit des Königs aus. Sie schlagen ihm ein Gesetz vor, das die Religionsfreiheit abschafft, indem es ihn zum einzigen Gott erklärt, den man anbeten darf. Da der König sich geschmeichelt fühlt, durchschaut er nicht die Hinterlist seiner Minister, die damit eine Waffe gegen Daniel haben wollen.
Die Babylonier hat das wenig betroffen, vielleicht hofften sie, dass, wenn der König sich als Gott feiern lässt, er mehr Gutes für das Volk tut.
Aber für die Juden im Exil, war das Gesetz nicht umsetzbar, wenn sie ihrem Gott treu bleiben wollten.

Auch heute ist die Religionsfreiheit kein überall gültiges Recht. Das gilt für totalitäre Staaten und streng islamische Staaten, denn Religionsfreiheit im demokratischen Verständnis ist mit dem Koran nicht vereinbar. Aber in diesen Staaten sind die Verhältnisse einigermaßen klar. Zumindest die vom Islam zum Christentum konvertierten Menschen werdrn benachteiligt oder verfolgt und bilden deshalb meist sehr lebendige Untergrundkirchen.

Auch in Staaten mit christlichen Wurzeln, wie bei uns in Deutschland, gibt es Kräfte, die die Religionsfreiheit und den uneingeschränkten Glauben an Gott einschränken wollen. Das würden diese Kräfte nie zugeben und es ist meist auch nicht ihre Absicht, weil sie nicht verstehen und nicht verstehen können, was Glaube – insbesondere christlicher Glaube – eigentlich ist. Für viele ist Glaube nur ein Teil der Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit wird natürlich verteidigt und excessiv in Anspruch genommen. Aber die gleichen Kräfte beanspruchen auch Grenzen der Meinungsfreiheit und können sehr intolerant sein. Das Problem dieser Kräfte kommt daher, dass sie selbst festlegen wollen, welche Werte für sie gelten und welche ungültig sind. Alles, was dieser selbst gesetzten Werteordnung widerspricht wird bekämpft.

Vorraussetzung für eine selbst gesetzte Werteordnung ist, dass die unveränderliche christliche Werteordnung, da wo sie korrigierend eingreifen muss, in Frage gestellt wird und letztlich abgesetzt wird. Je weniger von christliche Werten gesprochen wird, desto mehr treten die Menschenrechte in den Vordergrund.  Von Menschenrechten wurde zu biblischen Zeiten nicht gesprochen, dennoch sind christliche Vorstellungen eingeflossen. Aber die Menschenrechte sind von Menschen definiert und festgelegt worden. Darum gibt es Unterschiede z.B. zwischen westlichen und islamischen Gesellschaften. Das verlockende an den Menschenrechten ist, weil sie von Menschen definiert wurden, kann man darüber diskutieren, unbequeme Dinge entsprechend dem Zeitgeist verändern oder abschaffen.

  • Die Wahrheit Gottes währet ewiglich, denn Gott bleibt immer derselbe: Darum ist die göttlich, christliche Werteordnung zuverlässig. Die Werte bleiben von ihrem inneren, geistlichen Anliegen unveränderlich, müssen aber in jede Zeit und Kultur übertragen werden. Dass es hier immer wieder zu Fehlern kommt, macht die Werte selbst nicht schlechter und setzt sie nicht außer Kraft. Da die Nächstenliebe zu dieser Werteordnung gehört, werden auch Benachteiligte nicht allein gelassen.
  • Die Menschenrechte entspringen dem Werteempfinden der Menschen, darum sind sie veränderlich und labil. Auch wenn  die meisten Staaten das internationale Menschenrechtsabkommen unterzeichnet haben, verhindert das nicht, dass viele Dinge, die unser Leben bestimmen, sich schnell ändern können. Dazu nur einige Beispiele: Abtreibung, Ehe für alle, gender mainstream und anderes. Daneben gibt es Gruppierungen mit bestimmten Feindbildern wie Ablehnung von Asylanten, Antisemitismus oder bestimmte Randgruppen.
    Das Verlassen der bleibenden Werte ist sehr beunruhigend, da Gott abgelehnt und jetzt das Ego des Menschen alle Werte bestimmen will. Das bevorteilt die Mächtigten und wird zur Not derer, die keine Stimme haben, auf die gehört wird. Wie beim Klimawandel und den zunehmenden Kriegsherden entgleitet uns die Fähigkeit, unsere Welt als das uns vom Schöpfer anvertraute Zuhause zu bewahren.

 7.) Die beharrliche Gottestreue wird bestraft.

  Den Minstern war es nicht wichtig, mit dem neuen Gestz den König besonders zu huldigen, sondern sie hatten nur ein Auge für Daniel. Als sie beobachteten, dass er weiter zu dem Gott seiner Väter betete, meldeten sie es dem König und drängten darauf, die Strafe zu vollziehen. Der König war in seinem System und seinem Gesetz gefangen und musste Daniel in die Löwengrube werfen lassen. Die Minister, die Gegner Daniels hatten ihr Ziel erreicht, den Rest würden die Löwen erledigen.

Heute geht es um die vordergründig um erweiterte Freiheiten und Rechte (Abtreibung, Ehe für Alle …). Das Ausleben der meisten dieser  Freiheiten ist teilweise schon lange möglich.
Aber das reicht nicht! man will, dass alle, auch, die nicht betroffen sind, zustimmen, dass diese neuen Rechte gut sind. Wer dem nicht zustimmt, muss damit rechnen wegen Diskriminierung verurteilt zu werden. Auch wenn die Rechtsprechung diesen Weg einschränkt, so wird es immer gefährlicher in manchen öffentlichen Diskussionen, seine Meinung klar zu sagen.

Diskriminiert wird weniger, wer geänderte Werte einfordert.
Diskriminiert wird stärker wer bei den christlich verwurzelten Werten bleibt.

Eigentlich ist das unverständlich, denn wer sich sicher ist, dass seine Überzeugung und Freiheit gut und richtig ist, braucht nicht die Zustimmung aller anderen; es genügt wenn sie ihn gewähren lassen und damit tolerieren.
Aber der Kampf um die Zustimmung aller, zeigt die eigene Unsicherheit und vielleicht auch Zweifel an den eigenen Positionen.
Die Verfechter der christlichen Werteordnung werden für viele zum neuen Feindbild.
Es hat schon begonnen: „Die beharrliche Gottestreue wird bestraft.“
Beispiele dafür ergeben sich aus dem Antidiskriminierungsgesetz, wenn Arbeitgeber z.B. aus Überzeugung gläubige Mitarbeiter bevorzugen und dafür nicht nur auf die Qualifikation sehen.

Vordergründig geht es um Freiheiten und Rechte, aber dahinter steht ein Kampf gegen biblische Ordnungen und gegen Gott selbst, so wie es im Gleichnis Lukas 19,14 steht:

Seine Bürger aber hassten ihn und  ließen sagen:
Wir wollen nicht, dass dieser über uns König sei.

8.) Auch die Urheber sind erschreckt.

  Die Minister haben ihr Ziel erreicht, aber der König, der sich in seiner Eitelkeit verleiten ließ, ein gegen den lebendigen Gott gerichtetes Gesetz zu erlassen, ist erschreckt als er sah, dass sein getreuester und bester Mann, dadurch dem Tod geweiht war. Aber noch findet er nicht die Kraft die persischen und seine eigenen Gesetze den Gestzen Gottes unter zu ordnen. Er tut was er in der Situation noch tun kann, es ist halbherzig aber doch erstaunlich, er vertraut Daniel seinem Gott an.

In der europäischen verfassunng hat man den Gottesbezug weggelassen. Mit Gottesbezug, wäre es sicher kein Gottesstaat, aber Gott achtet auf diese Zeichen, dass Europa sich immer mehr von Gottes Ordnungen und damit seinen Verheißungen und seinem Segen entfernt.
Die Aufweichung der christlichen Werteordnung gehört dazu. Als beunruhigend sehe ich den zunehmenden Antisemitismus, der sich oft hinter einer meist unkritisch, einseitigen Unterstützung der Palästinenser versteckt. Der Konflikt wird dadurch nicht gelöst, sondern im Gegenteil am Leben gehalten, bis diese Politik ein Ende findet.

Europa hat sich von Gott losgesagt!
Könnte es sein, dass die Wirtschafts- und Euro- Krise damit zusammenhängen?

In Deutschland (und anderen Ländern) haben die konservativen und christlichen Gruppen noch nicht allen Boden verloren. Wir haben uns unserer Vergangenheit gestellt, daraus gelernt und Konsequenzen gezogen. Wir haben die Wiedervereinigung erlebt, werden weltweit geachtet und sind in vielen Bereichen erfolgreich!
Könnte es sein, dass sich hier der Segen Gottes zeigt, für den wir dankbar sein dürfen?
Aber vielen gefällt das nicht mehr. Sie wollen die Vergangenheit verdrängen und auch unser christliches Erbe.

Es wird Zeit, dass die Christen mehr und mehr aufstehen,
um unüberhörbar die biblischen (christlichen) Werte hochzuhalten,
sie unverkennbar in unsere Gesellschaft einzubringen
und dort wieder stärker zu verankern.
Da ist jeder an seinem Platz, mit seinen Gaben und seinem Glauben aufgerufen!

9.) Gott trägt durch die Prüfung hindurch.

  Daniel hatte soviel Gottvertrauen, dass keine Angst in ihm aufkam, wohin der Weg Gottes auch führte, er wollte ihn gehen, weil er wußte Gottes Wege sind gut. Christen, die später in Rom den Löwen vorgeworfen wurden, haben nicht überlebt. Ich kenne keine Berichte über die die letzten Augenblicke ihres Lebens. Aber Gottes Weg mit Daniel war in der Löwengrube nicht am Ende. Er wurde bewahrt und wurde zu einem großen Zeichen für die Macht des Gottes Daniels. Die Ankläger wurden bestraft und die Juden wurden durch das Wohlwollen des Königs besonders gesegnet.

Ein auch in der Anfechtung treuer Diener und Anbeter Gottes genügte,
um auf das ganze Volk den Segen Gottes herabzuziehen.

Wir erleben als Einzelne und als Volk auch große Anfechtungen:

  • Innere Anfechtungen durch Schuld des Volkes und Sünde jedes Einzelnen. Da können wir unter das Kreuz gehen und Sünde bekennen und Vergebung empfangen.
  • Äußere Anfechtungen durch Gruppen, die unsere bedingungslose Hingabe an Gott mißachten und sie zerstören wollen, weil sie ein Ärgernis ist für ihr Bestreben gegen Gottes (die christliche) Werteordnung ihr eigenes Leben zu gestalten.

Haben wir Beter und Leiter, die wie Daniel unbeirrt Gott anbeten und ihm ihr Herz ausschütten? Die Aufrichtigkeit des Herzens ist dabei entscheidend, nicht die Vollständigkeit unserer Gebetsliste.
Jesus der Sohn Gottes sieht auf unser Herz und er weiß, wessen wir bedürfen und er überschüttet uns mit seiner Gnade, nicht wie wir es verdienen, sondern wie es ihm gefällt.
Es gefällt ihm, dass wir als seine Braut geschmückt werden und voller Freude auf die Hochzeit des Lammes zugehen.
Dies ist kein gesellschaftliches oder politisches Ziel, aber es kann die Politik ändern.  Gott hat für Daniel seinen Weg bestimmt und er hat für uns unseren Weg bestimmt. Wenn wir ihn genauer kennen lernen wollen, müssen wir ihn im Vertrauen auf Gott gehen, Stück für Stück so wie er uns die einzelnen Schritte zeigt.

Wo sind die Beter und Leiter, die diesen Weg sich zeigen lassen und ihn mit uns gehen ?


Bibelstellen:

Daniel 6.1 Und Darius, der Meder, übernahm die Königsherrschaft, als er 62 Jahre alt war.
6.2 Es gefiel Darius, über das Königreich 120 Satrapen einzusetzen, die im ganzen Königreich sein sollten,
6.3 und über sie drei Minister [zu setzen], von denen einer Daniel war, denen jene Satrapen Rechenschaft geben sollten, damit der König keinen Schaden erlitte.
6.4 Da übertraf dieser Daniel die Minister und die Satrapen, weil ein außergewöhnlicher Geist in ihm war. Und der König beabsichtigte, ihn über das ganze Königreich einzusetzen.
6.5 Da suchten die Minister und die Satrapen einen Anklagegrund gegen Daniel in Bezug auf seine Amtsgeschäfte zu finden. Aber sie konnten keinerlei Anklagegrund und nichts Schlechtes finden, weil er treu war und keinerlei Nachlässigkeit oder Schlechtes bei ihm zu finden waren.
6.6 Da sagten diese Männer: Wir werden bei diesem Daniel keinen Anklagegrund finden, es sei denn, dass wir im Gesetz seines Gottes etwas gegen ihn finden.
6.7 Daraufhin stürzten diese Minister und Satrapen zum König und sprachen zu ihm so: König Darius, lebe ewig!

6.8 Alle Minister des Königreichs, die Statthalter und Satrapen, die Staatsräte und Verwalter haben sich beraten, dass der König eine Verordnung erlassen und ein Verbot bestätigen solle, dass jeder, der innerhalb von dreißig Tagen an irgendeinen Gott oder Menschen eine Bitte richtet außer an dich, o König, in die Löwengrube geworfen werden soll.
6.9 Nun, o König, erlass das Verbot und lass ein Schriftstück ausfertigen, das nicht geändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist!
6.10 Daraufhin ließ der König Darius das Schriftstück und das Verbot ausfertigen.
6.11 Und als Daniel erfuhr, dass das Schriftstück ausgefertigt war, ging er in sein Haus. Er hatte aber in seinem Obergemach offene Fenster nach Jerusalem hin; und dreimal am Tag kniete er auf seine Knie nieder, betete und pries vor seinem Gott, wie er [es auch] vorher getan hatte.
6.12 Da stürzten jene Männer herbei und fanden Daniel betend und flehend vor seinem Gott.
6.13 Darauf näherten sie sich dem König und sprachen vor [ihm] bezüglich des königlichen Verbotes: Hast du nicht ein Verbot ausfertigen lassen, dass jedermann, der innerhalb von dreißig Tagen von irgendeinem Gott oder Menschen etwas erbittet außer von dir, o König, in die Löwengrube geworfen werden sollte? Der König antwortete und sprach: Das Wort ist unumstößlich nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist.
6.14 Darauf antworteten sie und sprachen vor dem König: Daniel, einer der Weggeführten aus Juda, schenkt weder dir, o König, noch dem Verbot, das du hast ausfertigen lassen, Beachtung; sondern er betet dreimal am Tag.
6.15 Da missfiel es dem König, als er die Sache hörte, sehr, und er sann darauf, Daniel zu retten; und bis zum Untergang der Sonne bemühte er sich, ihn zu befreien.
6.16 Da stürzten diese Männer zum König und sagten zum König: Wisse, o König, dass die Meder und Perser ein Gesetz haben, wonach kein Verbot und keine Verordnung, die der König erlassen hat, abgeändert werden darf!
6.17 Dann befahl der König, und man brachte Daniel [herbei] und warf ihn in die Löwengrube. Der König begann und sagte zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, er möge dich retten!
6.18 Und ein Stein wurde gebracht und auf die Öffnung der Grube gelegt; und der König versiegelte ihn mit seinem Siegelring und mit den Siegelringen seiner Gewaltigen, damit die Sache mit Daniel nicht verändert würde.
6.19 Darauf ging der König in seinen Palast, und er übernachtete fastend und ließ keine Speise zu sich hereinbringen; und sein Schlaf floh von ihm.
6.20 Dann stand der König bei der Morgenröte, sobald es hell wurde, auf und ging schnell zur Löwengrube.
6.21 Und als er sich der Grube näherte, rief er mit trauriger Stimme nach Daniel. Der König begann und sagte zu Daniel: Daniel, Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen erretten können?
6.22 Da redete Daniel mit dem König: O König, lebe ewig!

 

   Sende Artikel als PDF   

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.