Das aber ist mein Bund .. was männlich ist .., soll beschnitten werden. 1.Mose17,10 – nicht nur ein Ritual?

Im September 2012 wurde viel über die Beschneidung bei Juden und Moslems diskutiert. Es wurde von einem Eingriff gesprochen, der das Recht auf körperliche Unverletzbarkeit und religiöse Entscheidungsfreiheit der Kinder beeinträchtigt.
Verwunderlich war, dass viel Gegenstimmen von leuten kamen, die selbst nicht betroffen waren und die glaubensmäßigen Zusammenhänge nicht kannten.

Im Schweinfurter Tagblatt wurde ein Interview mit Dr. Schuster aus Würzburg veröffentlicht, das die Zusammenhänge aus jüdischem Glauben und Tradition erläuterte.
Es gab zunächst Leserbriefe, die jede Achtung vor menschen und Religion vermissen ließen.
Ich sah mich gedrängt, dem eine objektivere und biblisch begründete Aussage gegenüberzustellen und verfasste folgenden …

nicht veröffentlichter Leserbrief mit Thema:

 Kritik vom 6.09 an Stellungnahme von Josef Schuster zur jüdischen Beschneidung unsachlich und unwürdig.


 

Die Beschneidung wird immer bloß als Ritual dargestellt, sie ist für den Gläubigen viel mehr, sie wird in der Bibel als Bund Gottes mit Abraham und seinen Nachkommen eingeführt.

1.Mose 17, 10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt …… Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. … Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.

Darüber hinaus hat Gott Abraham einen Segen gegeben, auf den auch das Christentum gegründet ist. 1.Mose 12.3 … und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

Wer Gott nicht ernst nimmt und sein Wort für überholt hält, muss das selbst verantworten. Aber er sollte sich erinnern, dass es bei uns Religionsfreiheit gibt. Dazu gehört, dass ich meinen Glauben ausüben kann, wie es meiner Überzeugung entspricht. Dies durch dem Zeitgeist unterworfenen Meinungen einschränken zu wollen, widerspricht der Menschenwürde.

Mir unverständlich: Abermillionen von Männern, die beschnitten sind, und die dadurch ihre Identität bestätigt und sich in ihren Glauben angenommen sehen, die keine Probleme mit ihrer Beschneidung und dadurch keine Traumata haben, denen wollen Menschen außerhalb ihres Glaubens wahrmachen, das kann nicht sein, dass ihr mit eurer Beschneidung keine Probleme habt, dass ihr nicht traumatisiert seid, dass ihr nicht mit euren Eltern hadert, weil sie euch beschneiden ließen. Abermillionen Väter haben keine Probleme mit ihrer Beschneidung, darum geben sie diesen Bund Gottes weiter an ihre Söhne.

Was ist die Zukunft der Religionsfreiheit, wenn es zur allgemeinen Einstellung wird, was Prof. Dr. Herbert Ludwig schreibt.
„ – die Auswirkung solcher Rituale sind, …
dass sie allesamt auf der Idiotie religiöser … Traditionen beruhen?
Es zeigt sich eine Intoleranz, gegen Menschen, die im Glauben Halt gefunden haben. Das Recht, Glaube nach eigener Überzeugung zu leben gehört nicht mehr zur Menschenwürde. Das Ergebnis dieser Einstellung ist nicht eine Gesellschaft mit Religionsfreiheit sondern eine Gesellschaft frei von Religion.

Als Christ bleibt mir nur das Gebet, dem sich einige Leser anschließen mögen: Herr vergib uns unsere Missachtung deines Wortes, vergib uns unseren Stolz, der sich über dich und unsere Nächsten überhebt!

Gerhard Tebbe
Karolingerstrasse 23
97505 Geldersheim


 

Nachdem dieser und ein ähnlicher Leserbrief nicht veröffentlicht wurden, habe ich mich beim Leseanwalt ohne Erfolg beschwert:

Die Auswahl der Leserbriefe auf das Interview Interview mit Josef Schuster haben mein Vertrauen in eine sachliche und objektive Auswahl der abgedruckten Leserbriefe nachhaltig erschüttert. Veröffentlicht wurden am 6. September 2 negative Leserbriefe, einer mit biblischer Unkenntnis und der andere provokant atheistisch geprägt. Hier ein Ausschnitt:
Richtig – die Auswirkungen solcher Rituale sind nicht vergleichbar, wohl aber, dass sie allesamt auf der Idiotie religiöser oder hergeleiteter Traditionen beruhen   (Prof. Dr. Herbert Ludwig, 97249 Eisingen)

Diesen Leserbrief haben eine andere Leserin und ich zurechtgerückt, es gab auch eine Bestätigung für Prof Dr. Herbert Ludwig. Leider habe ich in der Zeitung keine Veröffentlichung einer dieser Zurechtrückungen gesehen, nur im Internet.

So entsteht der Eindruck, dass die Zeitungsleser Prof. Dr. Herbert Ludwig zustimmen. Hiergegen möchte ich mich ausdrücklich verwahren.

 

Nach ähnlichen Fällen 2015 habe ich das Schweinfurter Tagblatt gekündigt.

 

 

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