Altar des Elia – ein Bild für das Gebetshaus – 1. Könige 18.36

Altar des Elia – ein Bild für das Gebetshaus

Altar des EliaGedanken in der Vorbereitungszeit
eines Gebetshauses in Schweinfurt

Drei Jahre lang hatte Juda unter einer Trockenheit gelitten. Gott hatte das Land wegen des Baal und Aschera Kults gestraft. Aber Gott erbarmte sich wieder und ließ dem König Ahab durch den Propheten Elia sagen, dass es wieder regnen sollte.

Aber vorher wollte Gott dem König, seiner Frau Isebel und dem Volk zeigen, dass ihre Götzen keine Macht hatten, sondern nur er der Gott Israels ihnen helfen konnte.

  • 1. Könige 18.30 Da sagte Elia zum ganzen Volk: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm hin. Dann stellte er den niedergerissenen Altar des HERRN wieder her.
    18.31 Und Elia nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu dem das Wort des HERRN geschehen war, als er gesagt hatte: Israel soll dein Name sein!
    18.32 Und er baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN;
    und er zog rings um den Altar einen Graben so breit wie für zwei Maß Saat.
    18.33 Dann schichtete er das Holz auf und zerschnitt den Jungstier in Stücke und legte ihn auf das Holz … …
  • 18.36 Und es geschah [zur Zeit], da man das Speisopfer opfert, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute soll man erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich nach deinem Wort das alles getan habe.
    18.37 Antworte mir, HERR, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, der [wahre] Gott bist und dass du selbst ihr Herz wieder zurückgewandt hast!
    18.38 Da fiel Feuer vom HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf.
    18.39 Als das ganze Volk das sah,
                      da fielen sie auf ihr Angesicht und sagten:
                                    Der HERR, er ist Gott!

„Der Herr, er ist Gott“, das ist der Lobpreis derer, die Gott erkannt haben. Und es ist der Lobpreis, der ein Gebetshaus füllen soll.

Die Erzählung von dem Altar und dem Opfer, das Elia darauf brachte spricht für sich selbst. Ich will Parallelen, die mir einfallen und die zu dem Geschehen in einem Gebetshaus passen, zum Nachdenken aufführen.

  • Die Dürre in Juda und der Götzenkult finden sich auch bei uns wieder, im Werteverfall, in der Mißachtung göttlicher Ordnungen und einer falsch verstandenen Toleranz gegen andere Religionen, indem diese dem Glauben an Gott oft gleich gesetzt werden. Jeder kann die Aufzählung des Werteverfalls weiter ergänzen.
  • Elia hatte sich verborgen, weil er in den Augen des Königs schuldig an der Trockenheit war.
    Wir Christen leben zu oft auch im Verborgenen. Warum ? Ob es so ist und warum, muss jeder für sich beantworten. Aber wir sind da und die Einladung zum Gebetshaus ist ein Ruf Gottes, jetzt in unsere Verantwortung zu treten.
  • Elia stellte den niedergerissenen Altar wieder her. Der Altar steht für die Anbetung Gottes. Es gab und gibt auch bei uns Orte an denen Gott angebetet wird oder wurde. Es ist die Aufgabe eines Gebetshauses, dies wieder zu neuem Leben zu bringen.
  • Elia baut einen neuen Altar, ich verstehe es so, dass der alte Altar dabei als Fundament dient. Einzelheiten des Altars werden beschrieben, so nimmt Elia 12 Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs. Das drückt aus, der Bund, den Gott mit Israel geschlossen hatte, wird erneuert. Das ist ermutigende Gnade Gottes, wenn wir einen Bund mit Gott mißachten oder verkommen lassen, Gott gibt immer wieder die Möglichkeit, diesen Bund zu erneuern und etwas Größeres, Weiterführendes darauf aufzubauen. Das dürfen auch wir für das Gebetshaus in Anspruch nehmen. Was will Gott von Dingen, die vielleicht schon in Vergessenheit geraten sind, wieder beleben und größer aufbauen?
    Bildhaft gesehen, ist der Bau diese Altars mit Anbetung und Verherrlichung Gottes, die wichtigste Berufung des Gebetshauses.
  • Elia bringt auf dem neuen Altar sein Opfer da und er wählt dabei erschwerende Umstände. Mit diesen Erschwernissen will Elia nicht Gott auf die Probe stellen, sondern den Unglauben des Volkes überwinden. Ein Unglaube ist auch heute teilweise tief in den Menschen verankert. Es gibt verschiedene Ankerpunkte für diesen Unglauben. Die Evolutionstheorie gehört dazu, ein Glaube an eine Wissenschaft mit dem Anspruch oder zumindest dem Versuch, alles zu erklären und zu beherrschen. Es werden keine Grenzen mehr respektiert, das ist menschlicher Hochmut.
    Gott kennt diesen Hochmut, aber wir dürfen darauf vertrauen, dass er Wege kennt, diesen Hochmut zu zerstören.
  • Alles war vorbereitet, Elia konnte Gott das Opfer bringen. Und Gott hat geantwortet, er hat so geantwortet, dass alle, die es erlebt hatten, nicht mehr an der Größe Gottes zweifeln konnten und sie haben sich vor ihm gebeugt und bekannt: „Der Herr, er ist Gott“.
    Ich vertraue darauf, dass dies auch heute geschehen soll, wenn wir uns zeigen lassen, wie wir Gott anbeten sollen und wann Gott uns zu einem (Lob) Opfer vor den Menschen aufruft zu dem er sich bekennen kann, sodass Fesseln des Unglaubens gesprengt werden.
  • Das uneingeschränkte Bekenntnis zu Gott erfordert Konsequenzen.

    1. Könige 18.40 Und Elia sagte zu ihnen: Packt die Propheten des Baal, keiner von ihnen soll entkommen! Und sie packten sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kischon und schlachtete sie dort.

    Heute geht es nicht um Menschen oder Irrlehrer, die getötet werden müssen, sondern oft nur um anscheinend unbedeutende Tätigkeiten, die unser Herz mit Dingen füllen, an denen Gott keine Freude haben kann. Da muss jeder selbst auf die Suche gehen.

  • Das Bekenntnis und das Reinigen unseres Herzens bringen Früchte:

    1. Könige 18.43 Und er sagte zu seinem Diener: Geh doch hinauf, halte Ausschau auf das Meer hin! Und er ging hinauf und hielt Ausschau und sagte: Es ist nichts da. Und er sagte: Geh wieder hin! So siebenmal.
    18.44 Und es geschah beim siebten Mal, da sagte er: Siehe, eine Wolke, [so] klein wie die Hand eines Mannes steigt aus dem Meer herauf. Da sagte Elia: Geh hinauf, sag zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht aufhält!
    18.45 Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein starker Regen.

    Ich denke, Gott erhört das Sehnen vieler Christen nach dem Regen, danach dass das lebendige Wasser, das Wort des Lebens viele Herzen in Deutschland erneuert.

Bevor der Regen sich mit einer kleinen Wolke für Elia ankündigte, musste sein Knecht sieben Mal nachschauen. Sieben Mal, das heißt, wenn die von Gott gesetzte Zeit erfüllt ist, wird es geschehen. Aber die von Gott gesetzte Zeit kommt nicht automatisch, wir müssen auch unseren Job erfüllen, jeder für sich, in Gebetsgruppen und im Gebetshaus.

  • Ausharren und nachschauen, was sich in der Welt und der himmlischen Welt tut.
  • Ausharren, das ist auch Gebet und Gott erinnern an das, was er verhießen hat. So tragen wir dazu bei, dass sich Gottes Zeit erfüllt.

Manche Stimmen sagen: Die kleine Wolke am Himmel ist schon zu sehen.

 


Als Benjamin Berger am Anfang des Jahres in einem Vortrag darüber sprach, wie Abraham in dem ihm verhießenen Land, gleich nach seiner Wanderung Altäre errichtete, kam mir der Impuls, ja Gebetshäuser können heute diese Altäre sein und wir sollen Land für Jesus einnehmen.

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