Sehnsucht des Menschen nach Gott – 1.Mose 2.7 Gott hauchte in seine Nase Atem des Lebens

Ich versuche nicht, mich in die Rolle eines Reporters zu versetzen, der dabei war, wie Gott alles geschaffen hat. Je mehr man Einzelheiten zu verstehen sucht, Einzelheiten, die etwas äußerliches naturwissenschaftliches sind, desto weniger stimmen die Auslegungen von Menschen mit verschiedenem Hintergrund überein. Mich bewegt besonders, wie Gott die Beziehung zu dem von ihm geschaffenen Menschen gedacht hat und wie sich dieser Plan in die Weltgeschichte eingeordnet ist.

Wohl die meisten Menschen sehen einen Widerspruch zwischen biblischem Glauben und den wissenschftlichen Erkenntnissen über die Entstehung des Universums und des Lebens.
Für mich gibt es nur Verstehenslücken im Beobachten der Schöpfung und des Lebens einerseits und der Erkenntnis der göttlichen biblischen Wahrheit auf der anderen Seite.
Gott sagt, füllt die Erde, und macht sie untertan. Hiermit wird die wissenschftliche Forschung uns als Aufgabe aufgetragen. Dies können wir auf uns selbst gestellt machen oder bewusst als Auftrag Gottes, unseres Schöpfers.

  1. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachtung von Dingen und Ordnungen oder Naturgesetzen. Die Ergebnisse können auch ohne Glauben zu guten Ergebnissen führen. Aber je mehr wir erkennen, desto größer ist die Gefahr eines Stolzes oder Übermutes, der verheerende Folgen haben kann und schon gehabt hat.

    • Eine offene ehrliche Forschung wird immer an ihre Grenzen kommen und sie akzeptieren und Möglichkeiten suchen, weiterführende Forschungen zu machen, die dann meist zu noch mehr offenen Fragen führen. Die Frage nach dem Schöpfer, nach Gott bleibt wissenschaftlich unbeantwortet.

    • Eine nicht offene Forschung baut die Antwort auf viele Fragen – wie die Frage nach dem Ursprung des Lebens – auf nicht beweisbare Annahmen auf. 
      Eine Annahme ist: “ Es gibt keinen Gott“.
      Dann wird solange nach verschiedenen Interpretationen der Forschungsergebnissen  gesucht, bis man meint eine Deutung gefunden zu haben, die ohne Gott auskommt.

  2. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachten der Schöpfung Gottes und Staunen über die unermessliche Fülle und Weisheit und der Wunsch, mit unseren gottgegebenen Gaben uns all das zu Nutzen zu machen.
    Die Gewissheit, dass es Gott als Schöpfer gibt, widerspricht wissenschaftlichen Untersuchungen der Entstehung der Erde und des Lebens nicht.

    • Wenn ich Gott als Schöpfer und sein Wort in meine Forschungen einbeziehe, habe ich ein
      Fundament, auf das ich meine Erkenntnisse aufbauen kann.

    • Wenn ich dieses Fundament nicht habe, muss ich mir eins suchen und es definieren z.B.  Das alles eine Ursache hat, das Dinge sich nach Gesetzmäßigkeiten verändern und ich so auf Entwicklungen in Vergangenheit und Zukunft schließen kann.
      Ich halte also alle Naturgesetze für unveränderlich, ohne zu wissen, warum es sie gibt und warum sie so sind, wie sie sind. Die Antwort ist dann, es muss so sein, weil wir es nie anders gefunden haben und weil sonst der Kosmos und das Leben nicht existieren und nicht funktionieren würden.
      Hinter solchen Antworten steht letzlich eine hochmütige menschliche Entscheidung. „Auch wenn es einen Gott geben muss, wir wollen nicht dass es ihn gibt und darum sagen wir, es gibt keinen Gott.
      Biblisch gesehen, ist das menschliche Torheit über die Gott lacht (Psalm 2,4).

Für mich verstehe ich Wissenschaft in ihrem Wesen als Beobachtung der Schöpfung Gottes und daraus die Erkenntnis, wie sich die beobachteten Dinge verhalten.  Wie reagiere ich auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse?

  • Ich kann stolz sein auf die Leistung unserer Wissenschaft und wie sie viele Dinge erleichtert oder erst ermöglicht hat.
    Aber bringt mir Stolz wirklich etwas?

  • Ich kann motiviert sein, die wissenschftlichen Erkenntnisse zu meinem oder zum Nutzen Vieler einzusetzen.
    Das kann meinem Leben neuen Sinn geben!

  • Ich kann Gott dankbar sein, ich kann über seine Größe staunen und ich kann ihn preisen für das, was er mir von seiner Gräöße offenbart hat.
    Mit dieser Reaktion komme ich Gott meinem Schöpfer näher und das gefällt auch ihm meinem Gott besonders gut.

Die Erkenntnisse und besonders die Grenzen der Wissenschaft lassen uns etwas von der Größe und Herrlichkeit Gottes erahnen, aber auch erkennen, wie wenig wir vom Wesen und der Wahrheit Gottes erfassen können.
Weil wir die Wahrheit nicht voll erfassen können, verpackt sie Gott oft so dass wir das für uns Wesentliche erfassen können. Die Gleichnisse Jesu sind ein Beispiel dafür. Oder dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne bewegt, war  zur Zeit der Propheten menschlich nicht fassbar, aber es hätte auch keinen praktischen Nutzen gehabt.

So ist auch der rein wissenschaftliche Aspekt des Schöpfungsberichts für mich nicht so wichtig, dass ich mich für ein bestimmtes Verständnis eines Schöpfungstages einsetzen mag.

Die letzte Zeit beschäftigt mich aber besonders der Vers 1.Mose 2.7 „Gott hauchte in seine Nase Atem des Lebens“.
Auch das kann ich mir nicht bildlich vorstellen. Aber doch ist es für mich im Schöpfungsbericht die wichtigste Aussage.

Alles hat Gott durch sein Wort geschaffen, nur durch sein Wort und es war gut. Wir wissen nicht, ob im Paradies die Schöpfung eine andere war und ob sich alle Tiere zusammen mit den Menschen an den vegetarischen Speiseplan Gottes gehalten haben. Und doch in einem von Gott geschaffenen und damit im shalom Gottes geborgenen Paradieses kann es keinen Überlebenskampf mit Fressen und Gefressenwerden gegeben haben. Es bleibt mir ein Geheimnis, wo und wie war das Paradies. Und vielleicht ist das gut so oder sicher es ist gut so, weil er uns nicht mehr offenbart hat. Wenn wir es fassen könnten wäre die Sehnsucht nach dem verlorenenen Paradies zu groß und zu schmerzhaft.

Auch für den Menschen hat der Sündenfall mit der Vertreibung aus dem Paradies sein Leben grundsätzlich verändert. Die direkte Begegnung mit seinem Schöpfer war vorbei. Auch die Rundumversorgung mit Nahrung war so nicht mehr, wie im Paradies. Der Lebensunterhalt musste sich erarbeitet werden mit Pflanzenzucht und Jagd. Und das Leben wurde oft zum Überlebenskampf – bis heute.

Auch wenn die Lebensbedingungen härter geworden sind mit einem Überlebenskampf der deutlich Spuren hinterlassen kann, so ist ihm doch das Wichtigste geblieben. Gott hat ihm das Leben oder den Geist, den er ihm eingeblasen hatte nicht wieder genommen.
Nach dem Sündenfall hat der Mensch zwar noch diesen göttlichen Geist, aber nicht mehr die Möglichkeit mit diesem Geist in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen, für die er bestimmt ist.

Und ich sehe es so, dass jeder Mensch, auch der der Gott nicht kennt in sich eine Sehnsucht trägt, eine Sehnsucht nach Gott, für die er selbst keine Erfüllung finden kann. Die Erfüllung kann er nur finden, wenn er wieder den Weg zu Gott gefunden hat.

Ich denke, dass diese Sehnsucht nach Gott, von jeher die Menschen veranlasst hat, etwas zu suchen, was ihnen eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit geben könnte. Und so hat sich in vielleicht allen Kulturen ein Glaube an sehr unterschiedliche Gottesbilder gebildet. Und diese unterschiedlichen Glaubensvorstellungen sind meist fest verwurzelt. Sie können nicht abgestreift werden, wie ein Kleidungsstück, denn sie sind verbunden mit dieser Sehnsucht nach Gott.

Der Mensch ist für Gott kein Zufallsprodukt, das er aus Langeweile irgendwie geschaffen hat und das er deshalb einfach verwerfen könnte, nein es ist etwas von ihm selbst in jedem Menschen, der Geist den er in seine Nase geblasen hat.
Auch wenn der natürliche sündhafte Mensch nicht in seiner Nähe existieren kann, so liebt er ihn doch wegen dieser seiner Sehnsucht nach seinem Schöpfer.
Bei den meisten Menschen ist diese Sehnsucht nach Gott verschüttet und betäubt durch verschiedenste Ersatzvorstellungen und alternative Lebensweisen ohne Gott.

Gott hat die Menschen nicht aufgegeben, sondern einen Heilsplan offenbart, der jedem Menschen die Möglichkeit gibt, die vorgesehene Position in der Gegenwart Gottes wieder zu erreichen. Jesus, der für unsere Schuld gestorben ist, ist dieser Weg, wenn wir zu ihm kommen und bereit sind unser Leben ihm anzuvertrauen.

Jesus hat die an ihn Glaubenden beauftragt, ihre Nächsten zu lieben, ihnen Zeugnis von Jesus zu geben und wenn sie bereit sind, sie auf dem Weg zu Jesus zu begleiten.

Der Nächste, da kann jeder Mensch zu gehören, auch mein Feind oder ein Verbrecher. Wie kann ich die lieben. Und Liebe ist mehr als eine mir eigentlich unangenehme Hilfsbereitschaft. Wenn ich in jedem, auch in diesen Menschen die auch verborgenen Sehnsucht nach Gott sehe, dann habe ich auch die Liebe Jesu in mir, eine Liebe, die sich jedem meiner Nächsten zuwendet.

Wie stark ist meine Liebe zu Jesus? Sie zeigt sich im Dank und Lobpreis, aber sie geht darüber hinaus, wenn ich mit Jesus eins bin in der Liebe zu meinen Nächsten.
Denn wie kann mir jemand auch nur gleichgültig sein, für den Jesus, wie auch für mich sein Leben gegeben hat? 
Diese Frage ist ein Prüfstein für meine Liebe zu Jesus.

———- Bibelstellen ———–

1.Mose 1.26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen!
1.27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
1.28 und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie [euch] untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!

1.Mose 2.7 – da bildete Gott, der HERR, den Menschen, [aus] Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.
2.8 Und Gott, der HERR, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.
2.9 Und Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
2.16 Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen;
2.17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!

Mose 3.8 Und sie hörten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Bäumen des Gartens.
3.9 Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
3.10 Da sagte er: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, weil ich nackt bin, und ich versteckte mich.

Psalm 2.1 Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften?
2.2 Es treten auf Könige der Erde, und Fürsten tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten:
 2.3 `Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!‘
2.4 Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie.
2.5 Dann spricht er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt er sie:

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