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Ist Glaube noch aktuell?

Das Wort „Glaube“ oder die Aussage „ich glaube“ wird sehr unterschiedlich verstanden. Ich deute drei Verständnisweisen an, die unser Leben kaum, etwas mehr oder aber entscheidend beeinflussen können. Ich möchte dazu animieren, zu checken, wie Glaube Dein Leben beeinflusst.

  1. Glaube eine Annahme im alltäglichen Bereich
    Ich bin nicht sicher, dass das, was ich sage, auch stimmt..
    Wenn ich ein bestimmtes Ziel erreichen will und den Weg noch nicht kenne, lass ich mir den Weg beschreiben. Ich nehme dann an der nächsten Abzweigung eine bestimmte Richtung, weil ich glaube, dass die Wegbeschreibung stimmt.
    Wenn ich ein zweites Mal, den selben Weg gehe, dann glaube ich nicht mehr, wie es an der Abzweigung weitergeht, dann weiß ich es.
  2. Glaube eine unbestimmte Vorstellung bei „unsichtbaren Dingen“:
    Ich bin überzeugt, dass es einen unsichtbaren Bereich und eine höheres Wesen gibt. Es gibt aber keinen wissenschaftlichen Beweis, darum hat es nur eine begrenzte Bedeutung für mich.
    Religion, das sind Rituale, die einen guten Einfluss haben können, aber die immer wieder zu unheilvollen Auseinandersetzungen geführt haben.
  3. Glaube eine innere Gewissheit  bei „unsichtbaren Dingen“ .
    Ich zweifle nicht; dass es Gott gibt, dass er mein Schöpfer ist und ich ihn meinen Vater nennen darf, weil er eine Liebesbeziehung zu mir hat. Ich muss mir das nicht einreden, es ist eine innere Gewissheit. Diese Gewissheit ist niemandem angeboren. Aufbauend auf einem Anfangsvertrauen muss sie durch Vertrauensschritte geschult werden. Und jeder Vertrauensschritt wird belohnt durch mehr Glauben.

Glaube gehört zu unserem Alltag.
Alle Dinge, die wir täglich tun, können wir nur beginnen, weil wir sicher sind, dass die Dinge so funktionieren wie wir es kennen. Wir gehen, davon aus, dass die Naturgesetze unveränderlich sind. Aber das was wir als Naturgesetze bezeichnen, ist nur das Ergebnis von Beobachtungen, wie sich die Dinge verhalten. Wenn jemand beobachtet, dass sich etwas anders verhält, als es einem definierten Naturgesetzen entspricht, dann wäre dies Naturgesetz ungültig und müsste neu definiert werden. Die Relativitätstheorie ist ein Beispiel, wo alte Vorstellungen neu definiert werden mussten.

Aber die Naturgesetze, mit denen wir täglich zu tun haben, sind seit Menschengedenken unveränderlich wirksam.
Darum ist es ein für uns unumstößlicher Glaube, dass die Naturgesetze immer verlässlich sind.
Es ist uns meist nicht bewusst, dass unser irdisches Leben nur funktioniert, weil wir diesen Glauben an die Verlässlichkeit der Naturgesetze haben. Es ist z.B. unvorstellbar, wenn sich die Schwerkraft immer wieder ändern würde.

Wir kennen die Naturgesetze, damit hat niemand ein Problem, wir nützen sie täglich. Aber die schon bei Kindern beliebteste Frage: „Warum ist das so“, können wir nicht beantworten.

  • Es ist so, es war so und es bleibt so. Eine Antwort ist das nicht, es ist Glaube aus Erfahrung und Beobachtung der Naturgesetze.

Der Glaube an die Naturgesetze zeigt, dass der sichtbare alltägliche Bereich bewusst oder unbewusst mit dem unsichtbaren Bereich verbunden ist. Trotzdem wissen viele nicht oder bezweifeln, dass es Gott und den unsichtbaren Bereich geben muss.

  • Es gibt Gott, Gott war und Gott bleibt in Ewigkeit. Anders lässt sich die Welt und das Leben nicht erklären

Das Sichtbare ist aus dem Unsichtbaren hervorgegangen. Trotzdem, weil wir im Sichtbaren leben, können wir mit unseren wissenschaftlichen Möglichkeiten das Unsichtbare nicht erfassen, um es zu beweisen. Das Warum können wir hier nicht selbst beantworten, wir können nur glauben. Aber mit der Bibel hat Gott uns ein Hilfsmittel gegeben. Es ist ein Zeugnis über die Schöpfung, das Leben und über Gottes unverbrüchliche Liebe zu uns Menschen.

Kein Mensch lebt so, dass er einfach nur alles auf sich zukommen lässt und wenn er ein Bedürfnis hat, eine Möglichkeit sucht, sein Bedürfnis irgendwie zu erfüllen. Wir wissen, wie die Dinge funktionieren, aber dies Wissen um die Funktion der Dinge ist letztlich nur ein Glaube, dass die bekannten Funktionen unveränderlich wirksam bleiben.

  1. Glaube ist so die Überzeugung, dass das was wir tun wollen auch funktioniert oder zumindest funktionieren kann,  das kann eine praktische handwerkliche Tätigkeit sein, oder aber auch etwas Intellektuelles, wie ein Menschen von einer Idee überzeugt ist.
  2. Glaube ist auch die Überzeugung, dass wir äußeren Einflüssen unterliegen, manche können wir selbst beeinflussen
    Zu diesen Einflüssen gehört beispielsweise, das Wetter oder die Gefahr von Krankheitserregern infiziert zu werden.
  3. Glaube ist letztlich auch eine Überzeugung ob und wie es eine Beziehung zu der unsichtbaren Welt gibt.
    Die Verneinung dieser Beziehung ist oft wenig überzeugend, wenn man Horoskope liest, oder Aussprüche wie „teu teu teu“ benutzt oder auf Holz klopft und vieles mehr. Es wird auch von einem schlechte Omen gesprochen usw.

Glaube beruht also auf Beobachtungen, Erfahrungen und inneren Überzeugungen. Das ist bei allen Menschen gleich. Unterschiedlich ist allerdings, wie weit dieser Glaube reicht und ob wir uns bemühen, die Grenzen auszudehnen. Zum Ausdehnen der Glaubensgrenzen gehört immer ein Vertrauensschritt, etwas Neues zu wagen, das Andere schon ausprobiert haben, oder von dem man überzeugt ist, das es funktioniert. Ein Hinderungsgrund ist Angst, Angst, dass es bei mir anders abläuft und nicht funktioniert.

Ein Beispiel: Manche Menschen haben Flugangst, obwohl sie wissen, das Fliegen sicherer als Autofahren ist. Ein erster Flug kann diese Angst dauerhaft überwinden.

Ähnlich ist es mit dem Glauben an den unsichtbaren Gott. Abermillionen Menschen sind Zeugen, dass ein lebendiger Glaube an Gott, ihr Leben verändert hat und bereichert.
Und doch erweitern sehr viele Menschen nicht ihren Glauben durch ein Ausprobieren dieser Erfahrungen Anderer und der Aussagen der Bibel.
Warum?        Sie haben keinen glaubhaften Zeugen gefunden.
                        Oder sie haben Angst vor Änderungen, z.B ihre Freiheit
            zu verlieren.

Ich kann da nur Mut machen, wenn sie noch keinen glaubhaften Zeugen gefunden haben, suchen sie weiter. Oder wenn sie noch Angst haben, wie oft haben sie nicht schon ihre Angst überwunden, machen sie es in ihrem Suchen nach dem unsichtbaren Gott genauso, bitten sie ihn in einem einfachen Gebet, dass er sich ihnen offenbart.

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Sehnsucht des Menschen nach Gott – 1.Mose 2.7 Gott hauchte in seine Nase Atem des Lebens

Ich versuche nicht, mich in die Rolle eines Reporters zu versetzen, der dabei war, wie Gott alles geschaffen hat. Je mehr man Einzelheiten zu verstehen sucht, Einzelheiten, die etwas äußerliches naturwissenschaftliches sind, desto weniger stimmen die Auslegungen von Menschen mit verschiedenem Hintergrund überein. Mich bewegt besonders, wie Gott die Beziehung zu dem von ihm geschaffenen Menschen gedacht hat und wie sich dieser Plan in die Weltgeschichte eingeordnet ist.

Wohl die meisten Menschen sehen einen Widerspruch zwischen biblischem Glauben und den wissenschftlichen Erkenntnissen über die Entstehung des Universums und des Lebens.
Für mich gibt es nur Verstehenslücken im Beobachten der Schöpfung und des Lebens einerseits und der Erkenntnis der göttlichen biblischen Wahrheit auf der anderen Seite.
Gott sagt, füllt die Erde, und macht sie untertan. Hiermit wird die wissenschftliche Forschung uns als Aufgabe aufgetragen. Dies können wir auf uns selbst gestellt machen oder bewusst als Auftrag Gottes, unseres Schöpfers.

  1. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachtung von Dingen und Ordnungen oder Naturgesetzen. Die Ergebnisse können auch ohne Glauben zu guten Ergebnissen führen. Aber je mehr wir erkennen, desto größer ist die Gefahr eines Stolzes oder Übermutes, der verheerende Folgen haben kann und schon gehabt hat.

    • Eine offene ehrliche Forschung wird immer an ihre Grenzen kommen und sie akzeptieren und Möglichkeiten suchen, weiterführende Forschungen zu machen, die dann meist zu noch mehr offenen Fragen führen. Die Frage nach dem Schöpfer, nach Gott bleibt wissenschaftlich unbeantwortet.

    • Eine nicht offene Forschung baut die Antwort auf viele Fragen – wie die Frage nach dem Ursprung des Lebens – auf nicht beweisbare Annahmen auf. 
      Eine Annahme ist: “ Es gibt keinen Gott“.
      Dann wird solange nach verschiedenen Interpretationen der Forschungsergebnissen  gesucht, bis man meint eine Deutung gefunden zu haben, die ohne Gott auskommt.

  2. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachten der Schöpfung Gottes und Staunen über die unermessliche Fülle und Weisheit und der Wunsch, mit unseren gottgegebenen Gaben uns all das zu Nutzen zu machen.
    Die Gewissheit, dass es Gott als Schöpfer gibt, widerspricht wissenschaftlichen Untersuchungen der Entstehung der Erde und des Lebens nicht.

    • Wenn ich Gott als Schöpfer und sein Wort in meine Forschungen einbeziehe, habe ich ein
      Fundament, auf das ich meine Erkenntnisse aufbauen kann.

    • Wenn ich dieses Fundament nicht habe, muss ich mir eins suchen und es definieren z.B.  Das alles eine Ursache hat, das Dinge sich nach Gesetzmäßigkeiten verändern und ich so auf Entwicklungen in Vergangenheit und Zukunft schließen kann.
      Ich halte also alle Naturgesetze für unveränderlich, ohne zu wissen, warum es sie gibt und warum sie so sind, wie sie sind. Die Antwort ist dann, es muss so sein, weil wir es nie anders gefunden haben und weil sonst der Kosmos und das Leben nicht existieren und nicht funktionieren würden.
      Hinter solchen Antworten steht letzlich eine hochmütige menschliche Entscheidung. „Auch wenn es einen Gott geben muss, wir wollen nicht dass es ihn gibt und darum sagen wir, es gibt keinen Gott.
      Biblisch gesehen, ist das menschliche Torheit über die Gott lacht (Psalm 2,4).

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