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bei deinem Namen gerufen Jes 43,1

Jesaja war Prophet in einer Zeit, in der Israel untreu gegen seinen Gott war und ihn erzürnte. Das kommt im vorigen Vers, dem letzten in Kapitel 42 deutlich zum Ausdruck. 
42.25 „Da hat er die Glut seines Zornes und die Gewalt des Krieges über es ausgegossen.“
Aber im nächsten Kapitel zeigt Gott, dass die Zeit seines Zornes aufhören wird. Gott hat keine Freude am Zorn, sondern sein Wesen ist beständige unveränderliche Liebe, die an seinem Plan festhält, mit seiner Schöpfung und uns in eine unvorstellbare herrliche Gemeinschaft zu kommen

Die Worte aus Jesaja 43.1
                    „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein
sind ein deutlicher Hinweis auf Gottes Plan mit uns. Ein Plan zuerst mit dem Volk Israel, aber nachdem wir – die Nationen – durch Jesus in den edlen Ölbaum eingepfropft sind, auch für uns und für jeden Einzelnen, der nach seiner persönlichen Entscheidung für die Nachfolge Jesu dazu gehört.

Da im Urtext manche Wörter einen Bedeutungsumfang haben, der durch ein deutsches Wort nur eingeschränkt wiedergegeben werden kann, wird mit Hilfe der Internetseite bibelkommentare.de geprüft, mit welchen unterschiedlichen deutschen Worten Worte aus dem Urtext übersetzt werden. Die wichtigen Wörter des Urtexts haben eine sogenannte Strong Nummer. Man kann damit sehen, an welchen Bibelstellen die zugehörigen Worte verwendet und wie sie übersetzt werden. Die Statistik zeigt darüber hinaus, wie oft ein Wort des Urtextes mit den verschiedenen deutschen Worten übersetzt wird. Als deutsche Übersetzung wir die Elberfelder genommen.

Vers Jesaja 43.1 mit Strongnummern

Im Folgenden werden einige Worte dieses Verses betrachtet:

Wer spricht? „So spricht der Herr“ Das im Urtext verwendete Wort
„yehovah“ ist der Name Gottes
und nicht nur die Bezeichnung Gott „elohiym
oder sein Wesen „ich bin“ „hayah“.

Gott stellt sich mit seinem Namen, mit allem was ihn ausmacht, seiner Liebe, seinem Wort, seiner Gerechtigkeit aber auch mit seiner Eifersucht und seinem Zorn hinter dieser Zusage.

Das sollte jedem klar sein, der sich auf dieses Wort stellt oder es auch übersieht. Gott sucht die Begegnung mit uns, aber nicht nur in seiner Liebe, sondern mit seinem ganzen Wesen, auch mit seinem Zorn. Das sehen wir in den Berichten des alten Testaments, aber es gilt auch für uns im Neuen Bund.

Was sagt er über Jakob und auch über mich.  Drei Dinge
1.) Er hat mich geschaffen „bara“. Das ist was mich ausmacht, mein Leben mit meinen Veranlagungen, meine Bedürfnisse und mein Verlangen, mit meinem Schöpfer in Liebe verbunden zu sein. Diese Wesensmerkmale gehören zu mir unabhängig von meinem irdischen Körper, ich sage hierzu meine göttliche DNA.

2.) Er hat mich gebildet „yatsar“. Nach dem Gott diese Welt und das Umfeld geschaffen hatte, indem ich mich entfalten und bewähren soll, hat er meinen Körper geschaffen als Wohnung für meine göttliche DNA

3.) Er hat mich bei meinem Namen „shem“
gerufen „qara“:  Gott nimmt Kontakt mit mir auf, nachdem er vollendet hat, was mein Wesen, meine Bestimmung und alles, was dazu gehört, ausmacht. Mit dem Namen ist eine Aussage verbunden, es geht also in erster Linie nicht um einen angenehmen Klang. Ich denke, wir haben einen   Doppelnamen: Einen Namen den unsere Eltern uns geben und einen Namen den Gott uns gibt.
Als Gott uns mit diesem Namen gerufen hast, hat er uns auf dieser Welt ins Leben gerufen.
Das Wort für rufen ist ähnlich dem Wort für erschaffen. Beide Worte bestehen aus 3 Buchstaben, wobei sie sich nur im ersten Buchstaben unterscheiden:
erschaffen „bara“ – „qara“ rufen.

Vielsagend wichtig ist unser Name und er wird durch Sünde beschmutzt. Diese Beschmutzung wird durch die Vergebung mit dem Blut Jesu reingewaschen. Aber es bleiben Naben, die uns an die Gnade Jesu erinnern und die ein Zeugnis in der Welt sein können. Darum wird unser Name sogar einmal geändert wie geschrieben steht in
Offenbarung 2.17 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und, auf den Stein geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt.
Wann wird das geschehen? Ich denke am Ende unserer Weltzeit, wenn wir bewährt und bereit sind für die neue Erde und den neuen Himmel, wenn Satan und das Böse nicht mehr sind.
Wenn es das Böse nicht mehr gibt, brauchen wir die Naben, die der Kampf gegen das Böse hinterlassen hat, nicht mehr als Erinnerung an den Sieg, den wir durch Jesus errungen haben. Wir können uns dann ohne die Schatten des vergangenen Lebens dem Sein in der Gegenwart Jesu hingeben. So verstehe ich den weißen Stein, der mit nichts beschrieben wird als mit dem von Gott gegebenen neuen Namen, der für unser Sein in der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes steht.

Der Name des Stammvaters Jakob steht für das Volk Israel, für jeden Einzelnen,
aber auch für uns gläubige Christen.
Und die Zusage Gottes geschieht nicht aus einer momentanen guten Laune, sie gilt seit Beginn der Schöpfung Gottes, wie es klar gesagt wird in
Epheser 1.4 „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe

Auserwählt vor Grundlegung der Welt:  Das zeigt die Schöpfungsordnung Gottes: Zunächst will er Menschen schaffen, die vor ihm heilig und die in einer Liebesbeziehung zu ihm leben sollen. Wir bekommen die Eigenschaften, heilig zu sein und nur von Liebe bewegt zu werden. Diese Ureigenschaften sind unsere göttliche DNA, aber sie sind noch nicht ausgereift und brauchen einen Lebensraum, in dem sie sich entfalten und bewähren können. Um Bewährung generieren zu können, muss der Lebensraum vollkommene Freiheit bieten, auch die Freiheit, vom Ziel abzuweichen.

Passend für den Menschen, der einen Lebensraum brauchen wird, entsteht die Schöpfung.
1.Mose .1.1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Die Schöpfung hat einen Anfang, für sie gilt die uns bekannte  Zeitrechnung und sie wird ein Ende haben. Diese Zeit wird Ewigkeit oder Äon genannt. Ihr Ende setzt Gott fest mit einer neuen Erde und einem neuen Himmel.

Offenbarung 21.1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Auf diese neue Erde kommt das neue Jerusalem (mit der Braut des Lammes). Wer hineinkommt und wer nicht lesen wir in
Offenbarung 21.27 Und alles Gemeine wird nicht in sie hineinkommen, noch [derjenige], der Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.

Gott hat also eine Auswahl vor Grundlegung der Welt getroffen. Ich verstehe das so:
Gott nennt sich bei Mose „Ich bin“. Das bedeutet er ist immer, er hat keinen Anfang und kein Ende. Anfang und Ende unserer Weltzeit gelten für ihn nicht, er hat immer beides im Blick und so sieht er auch das Leben jedes Menschen und sieht sein Leben von Anfang bis Ende schon vor Grundlegung der Welt. Er sieht also sofort, ob ein Mensch so leben wird, dass er ihn ins Buch des Lebens schreiben kann.

Die Anderen kommen in das Endgericht. Und auf der neuen Erde wird auch von Nationen berichtet und einem Strom des Lebens vom Thron Gottes.
Offenbarung 22.1 Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes.
Offenbarung 22.2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, [war der] Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes [sind] zur Heilung der Nationen.

Wer diese Menschen der Nationen sind sind ist mir unklar und ich möchte nicht spekulieren.
Aber wir wollen unser Leben mit Jesus so gestalten, dass wir ins Buch des Lebens eingetragen werden und im neuen Jerusalem sind am Thron Gottes und des Lammes .


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Sehnsucht des Menschen nach Gott – 1.Mose 2.7 Gott hauchte in seine Nase Atem des Lebens

Ich versuche nicht, mich in die Rolle eines Reporters zu versetzen, der dabei war, wie Gott alles geschaffen hat. Je mehr man Einzelheiten zu verstehen sucht, Einzelheiten, die etwas äußerliches naturwissenschaftliches sind, desto weniger stimmen die Auslegungen von Menschen mit verschiedenem Hintergrund überein. Mich bewegt besonders, wie Gott die Beziehung zu dem von ihm geschaffenen Menschen gedacht hat und wie sich dieser Plan in die Weltgeschichte eingeordnet ist.

Wohl die meisten Menschen sehen einen Widerspruch zwischen biblischem Glauben und den wissenschftlichen Erkenntnissen über die Entstehung des Universums und des Lebens.
Für mich gibt es nur Verstehenslücken im Beobachten der Schöpfung und des Lebens einerseits und der Erkenntnis der göttlichen biblischen Wahrheit auf der anderen Seite.
Gott sagt, füllt die Erde, und macht sie untertan. Hiermit wird die wissenschftliche Forschung uns als Aufgabe aufgetragen. Dies können wir auf uns selbst gestellt machen oder bewusst als Auftrag Gottes, unseres Schöpfers.

  1. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachtung von Dingen und Ordnungen oder Naturgesetzen. Die Ergebnisse können auch ohne Glauben zu guten Ergebnissen führen. Aber je mehr wir erkennen, desto größer ist die Gefahr eines Stolzes oder Übermutes, der verheerende Folgen haben kann und schon gehabt hat.

    • Eine offene ehrliche Forschung wird immer an ihre Grenzen kommen und sie akzeptieren und Möglichkeiten suchen, weiterführende Forschungen zu machen, die dann meist zu noch mehr offenen Fragen führen. Die Frage nach dem Schöpfer, nach Gott bleibt wissenschaftlich unbeantwortet.

    • Eine nicht offene Forschung baut die Antwort auf viele Fragen – wie die Frage nach dem Ursprung des Lebens – auf nicht beweisbare Annahmen auf. 
      Eine Annahme ist: “ Es gibt keinen Gott“.
      Dann wird solange nach verschiedenen Interpretationen der Forschungsergebnissen  gesucht, bis man meint eine Deutung gefunden zu haben, die ohne Gott auskommt.

  2. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachten der Schöpfung Gottes und Staunen über die unermessliche Fülle und Weisheit und der Wunsch, mit unseren gottgegebenen Gaben uns all das zu Nutzen zu machen.
    Die Gewissheit, dass es Gott als Schöpfer gibt, widerspricht wissenschaftlichen Untersuchungen der Entstehung der Erde und des Lebens nicht.

    • Wenn ich Gott als Schöpfer und sein Wort in meine Forschungen einbeziehe, habe ich ein
      Fundament, auf das ich meine Erkenntnisse aufbauen kann.

    • Wenn ich dieses Fundament nicht habe, muss ich mir eins suchen und es definieren z.B.  Das alles eine Ursache hat, das Dinge sich nach Gesetzmäßigkeiten verändern und ich so auf Entwicklungen in Vergangenheit und Zukunft schließen kann.
      Ich halte also alle Naturgesetze für unveränderlich, ohne zu wissen, warum es sie gibt und warum sie so sind, wie sie sind. Die Antwort ist dann, es muss so sein, weil wir es nie anders gefunden haben und weil sonst der Kosmos und das Leben nicht existieren und nicht funktionieren würden.
      Hinter solchen Antworten steht letzlich eine hochmütige menschliche Entscheidung. „Auch wenn es einen Gott geben muss, wir wollen nicht dass es ihn gibt und darum sagen wir, es gibt keinen Gott.
      Biblisch gesehen, ist das menschliche Torheit über die Gott lacht (Psalm 2,4).

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Ruf um Mitternacht aber entstand ein Geschrei Matthaeus 25.6

Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen (Matthäus 25 siehe unten).
Bei der Auslegung gibt es verschiedene Ansätze und keiner schöpft alles aus. Ich möchte hier nur einige mir für unsere jetzige Zeit wichtig gewordenen Teilereignisse betrachten:

  1. Die auf den Bräutigam warten.
  2. Es gibt zwei Gruppen von Wartenden.
  3. Der Zeitpunkt seines Kommens ist nur ungenau bekannt.
  4. Finsternis: Es wird dunkel.
  5. Müdigkeit: Alle (oder nur viele ?) schlafen ein.
  6. Es ist Mitternacht, der Bräutigam kommt: Es gibt doch welche die wach sind und es erkennen.
  7. Der Ruf sich zu schmücken und ihm entgegen zu gehen.
  8. Der Schmuck.
  9. Nicht alle sind vorbereitet dem Ruf würdig zu folgen.
  10. Die Tür wurde verschlossen, wer ist bei der Hochzeit dabei?
  11. Kommt der Bräutigam mit seiner Braut wieder?
  12. Nur ein Gleichnis.

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Foerderung eines neuen Holocausts. Psalm 83.5 Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie als Nation vertilgen

Der Psalm 83 ist kein besinnliches Wort nur zur Auferbauung.

  1. Er beginnt mit einem dramatischen Hilferuf.
  2. Die Bedrohung wird benannt und sie ist gerade heute aktuell.
  3. Die Feinde werden aufgezählt.
  4. Die erhoffte Hilfe Gottes wird beschrieben.
  5. Am Ende steht der überwältigende Heilsplan Gottes

1. Der dramatisch Hilferuf.  Psalm 83.2- 3

Gott schweige nicht, das zeigt eine eigentlich ausweglose Situation in der nur Gott helfen kann. Der oder die das sagen, sind mit der Situation, in der sie sich befinden überfordert und sehen keinen Ausweg. Meist versuchen die Menschen und besonders die Politiker auch herausfordernde Situationen selbst zu bewältigen. Man steht bildlich gesehen am Abgrund. Es gibt keinen Weg zurück, entweder abstürzen oder eine fremde Hilfe. Wenn es z.B. politische Hilfen gibt, haben sie einen teuren Preis. Aber in der im Psalm beschriebenen Situation gibt es diese Hilfe zunächst nicht. Warum nicht, das wird in den Versen 5 bis 9 beschrieben, dazu später etwas mehr. Weiterlesen

Jerusalem_habe_ich_erwaehlt-2chron6-6

Gott hat Jerusalem erwählt. Das ist eine einzigartige, einmalige und bleibende Bestimmung.
Jerusalem soll eine heilige Stadt sein, in der man Gott besonders begegnen kann und in der Gott sich seinem Volk besonders zuwendet. Die größte Zuwendung Gottes war, als der Sohn Gottes sein Leben für die Erlösung der Menschen am Kreuz hingab.
Das Zentrum der Gegenwart Gottes war der Tempel und im Tempel das Allerheiligste mit der Bundeslade. Weiterlesen

geistlich herrschen mit dem Vater Unser Matthäus 6,9

Ein Freund berichtete von einem Treffen von Gebtets- und Missions- Leitern aus über 20 Nationen von Amerika bis Asien auch aus vielen islamischen Staaten. Zwei Dinge die uns in Europa noch weitgehend fehlen, haben mich berührt.

  1. Gebetsintensität und Vollmacht. Ich muss es zulassen, dass der Geist mich von dem Geschehen, das mein Anliegen ist, innerlich ergreift, dass Schmerz mich bewegt und ich mit Tränen lange vor Gott flehend auf dem Boden liege. Sogar eine Gruppe asiatischer Kinder haben sich so unter Tränen vor Gott für Deutschland eingesetzt.
  2. Nicht nur auf das Geschehen im Land reagieren, sondern in vollmächtigem Gebet über das Geschehen herrschen. Wie Notdienste der Handwerker bei Schäden helfen, wenn sie gerufen werden, so reagieren wir mit unserem Gebet wenn Nöte entstanden und groß geworden sind.
    Aber wir sind gerufen, den Schutz unseres Gottes durch unser Gebet zu aktivieren, damit uns Nöte nicht überwältigen können oder wir davon verschont bleiben.
    Wir sind berufen in Vollmacht zu herrschen.

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Freiheit in der Beziehung zu Jesus – Lukas 10 42 Maria aber hat das gute Teil erwählt

Bei seinen Wanderungen zu den verschiedenen Orten besuchte Jesus auch immer wieder Menschen., die ihm gegenüber offen waren, in ihren Häusern. Über diese vielen Besuche berichten die Evangelisten nur wenig. Wir würden gerne mehr von diesen alltäglichen Dingen lesen, die das Leben Jesu ausmachten. Aber die Bibel soll kein Reiseführer und keine Dokumentation des alltäglichen Lebens zur Zeit Jesu sein.
Der Zweck der Evangelien ist es, den Lesern die Lehre Jesu zu übermitteln. Wenn wir die Bibel nur wie andere Berichte aus der Zeit Jesu lesen und nicht seine Lehre aufnehmen, haben wir nichts davon.

Ein Haus, das Jesus mehrfach besuchte.ist das Haus der Martha in Betanien, sie wohnte dort mit ihrer Schwester Maria und ihrem Bruder Lazarus. Jesus liebte diese drei Geschwister besonders und sie liebten ihn.  Doch sie zeigten das auf unterschiedliche Weise,  das macht diesen Bericht besonders interessant. Liebe muss sich immer einen Ausdruck suchen. Und die beiden Schwestern und auch wohl ihr Bruder haben jeweils eine ihnen gemäße Wahl getroffen, ihre Liebe und Beziehung zu Jesus auszudrücken. Weiterlesen

Glauben entsprechend unserer Bestimmung – Lukas 17.6 – Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn,

Das Wort Glaube ( griechisch πίστίσ ) hat in der Umgangssprache und auch in der Bibel unterschiedliche Bedeutungen. Hier möchte ich Gedanken äußern zu dem Glauben, wie er aus den zitierten Bibelstellen unser Leben als Nachfolger Jesu bestimmen soll. Besonders bewegt mich die Aussage aus Lukas 17.6′.

Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr … .

 Das Senfkorn hat zwei triviale aber deshalb auch kennzeichnende Eigenschaften.
o Es ist erstens klein
o und es hat zweitens eine Bestimmung, nämlich ein Baum bzw. großer Strauch zu werden. Weiterlesen

Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen. mat 13,58

Jesus kommt in seine Vaterstadt und tut dort dasselbe wie in anderen Städten auch. Man kannte dort seine Familie und auch ihn, denn er hatte dort vor nicht allzulanger Zeit gewohnt. Man erinnerte sich an diese Zeit und es gab nichts besonderes, an das man sich erinnerte, er war einfach Teil seiner Familie. Er wurde noch nicht Rabbi genannt und seine Berufung vom Vater war noch nicht vor der Welt sichtbar geworden. Die Kunde von seiner Berufung war noch nicht hierhin durchgedrungen.
Jetzt kommt er wieder in seine Vaterstadt, aber er ist nicht mehr derselbe, denn Gott hat offenbart, dass er sein geliebter Sohn ist und er hat ihn in seine Berufung geführt.
Wer ist Jesus eigentlich? Sie haben zwei Bilder von ihm, ein altes und ein neues, aktuelles:

  1. Jesus der unter ihnen gelebt hat, als Sohn des Zimmermanns Josef. Er war einer aus einer Familie wie viele andere auch. Es gab keine herausragenden Erinnerungen aus dieser Zeit. Er war für sie  kein Star oder ein Hoffnungsträger dessen Taten in der Ferne man verfolgte. Aus dieser Sicht gab es keinen Grund, ihn als einen heimgekommenen Helden zu bejubeln.
  2. Jesus der in der Synagoge lehrt. Aber seine Lehre war offensichtlich ganz anders als die Lehre ihrer sonstgen Lehrer. Das, was er sagte, zeigte eine Weisheit, die sie erkennen und nicht verleugnen konnten. Und wenn eine Not an ihn herangetragen wurde, konnte er ihr mit Vollmacht begegnen, denn das, was er sprach, geschah. Sicher hat er in seiner Lehre auch aus den Schriften gezeigt, dass in ihm die Verheißungen über das Kommen des Messias aus dem Stamm David in Erfüllung gehen. Es gab nur wenige – wahrscheinlich Kranke, die am Rande der Gesellschaft standen und zu ihm kamen- denen er mit Wundern helfen konnte.

Jesus wollte auch in seiner Vaterstadt den Menschen etwas von der Liebe und Vollmacht ihres Gottes zeigen. Aber er konnte es nicht. Den Grund dafür nennt er, es ist Unglauben. Worin zeigt sich dieser Unglaube? Es ist ein falsche Beurteilung ihrer Wahrnehmungen.  Weiterlesen

Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes – Joh 11.4

Ein gewaltiges Wort, das Jesus hier hinterlassen hat: „Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes.“

Lazarus, der Bruder der Maria und ihrer Schwester Marta ist schwer krank und Maria weiß, dass Jesus heilen kann, deshalb lassen sie dies Jesus berichten. Es ist eine Erzählung, aus der wir viel vom Wesen und Wirken Jesu erkennen können.

1. Glaube an die Liebe Jesu:
Es wird nicht berichtet, dass Maria um Heilung bittet, Jesus wird einfach gesagt: „Der den Du liebst ist krank“. Die Schwestern erkennen klar, was das Motiv Jesu ist, wenn er auf Bitten eingeht und Menschen hilft.
– Er tut es nicht, weil er es kann und es sein Job ist.
– Er tut es, weil er jeden Menschen liebt.  Aber diese Liebe braucht in vielen Dingen einen Kanal, um sichtbar und wirksam zu werden. Dieser Kanal ist das Herz eines Menschen, das offen und empfänglich für diese Liebe ist.
Dies offene Herz kann die Liebe Jesu selbst empfangen für eigene Nöte, oder
es kann die Liebe weiterleiten zu anderen Menschen, die ihm nahe stehen. Dies offene Herz zeigt sich darin, dass ich von der Liebe Jesu überwältigt bin oder, dass ich eine tiefe innere Sehnsucht nach immer mehr von seiner Liebe habe. Ein in dieser Weise offenes Herz sehnt sich nicht nur selbst nach der Liebe Jesu, sondern auch danach, dass ihm nahe stehende Menschen damit erfüllt werden.

2. Liebe, die eigentliche Kraftquelle.
Liebe ist eine Beziehung zwischen zwei Menschen oder hier zwischen Jesus und den Menschen. Liebe nimmt den Anderen an und will Gemeinschaft und Vertrautheit mit ihm. Aber die Liebe will diese Beziehung nicht einfach bewahren und genießen, sondern sie will die Beziehung immer weiter vertiefen. Und sie kann das indem sie alle vorhandene Kräfte von Körper, Seele und Geist mobilisiert.
Die Liebe Gottes gipfelt darin: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn dahin gab, …“ Und bevor Jesus am Kreuz starb, hat er sein Leben hingegeben, das war die eigentliche Todesursache und nicht die Kreuzigung.
Jesus hatte Liebe zu allen Menschen und er hatte die ganze Allmacht Gottes als Kraftquelle zur Verfügung. Aber das Ziel seiner Liebe war nicht in erster Linie alles Unheil und alle Krankheit zu beseitigen, sondern die durch Sünde gestörte Beziehung zwischen dem Vater und den Menschen zu heilen. Not und Krankheit trennen uns nicht von Gott, sondern unser Streben uns selbst ohne Gott verwirklichen zu wollen, unser Stolz und unser Unglaube, wobei diese drei Dinge miteinander verwoben sind.

3. Liebe, ihr Ziel Verherrlichung.
Die Liebe sieht unsere aktuellen Bedürfnisse und Nöte jeder Art. Aber sie sieht weit darüber hinaus. Sie sieht unser ganzes Leben; das uns immer mehr in seine Nähe führen und unser Wesen ihm immer ähnlicher werden lassen soll. Wenn das erreicht ist, leben wir in der Herrlichkeit Gottes. Aber in unserem irdischen Leben werden wir das nicht voll erleben. Aber wie der Text zeigt, will uns Gott Momente schenken, wo die Herrlichkeit Gottes sichtbar wird. Es geschieht dann, wenn Gottes übernatürliches Wirken besonders klar und deutlich erfahrbar wird und uns innerlich ergreift.

4. Liebe, die Wirkung.
Die Liebe Gottes zeigt sich in verschiedener Weise:

  • In unserem Leben in der Schöpfung.
    Gott ist der Schöpfer, durch sein Wort hat er das All, unsere Erde und uns ins Dasein gerufen. Die Menschen haben viel entdeckt, Erkenntnisse gesammelt und Theorien aufgestellt. Aber im tiefsten bleibt uns die Schöpfung ein Geheimnis. Wer bei den Theorien stehen bleibt und den Schöpfer nicht erkennen will, macht sich selbst sehr, sehr arm. Denn er schneidet sich ab von der Liebe, des Schöpfers, der für uns eine Welt geschaffen hat, in der wir uns entfalten und ihn suchen und finden können. Hier zeigt sich der aus seiner Liebe geborene Segen Gottes, der sich über Ungläubige und Gläubige ergießt. Aber je mehr wir ihn suchen und erkenne, können wir auch seinen Segen aufnehmen und unser Leben gestalten lassen.
  • Furcht der Feinde vor dem Gott, der uns schützt.
    Besonders im alten Testament hatten immer wieder die Feinde Israels Furcht vor ihrem Gott, wenn sie sahen, wie er sein Volk führte und beschützte. Das wird vom Pharao bein Auszug der Israeliten aus Ägypten berichtet. Oder die Philister wurden nach dem Raub der Bundeslade von Krankheiten geplagt und versuchten dann den Gott Israels durch Geschenke und Rückgabe der Bundeslade zu besänftigen. Aber nach Jesu Opfertod ist es nicht Gottes Ziel, den Menschen Angst zu machen, sondern sie zu erretten und zu sich zu ziehen.
  • Gott erhört Gebet.
    Das Gebet soll wesentlicher Teil unseres Lebens sein im Danken, im Fragen, im Hören, in Fürbitte, im Bitten für Heilung an Leib und Seele für uns und unsere Nächsten. Unser Gebet ist dann fruchtbar, wenn es in Einklang mit Gottes Willen steht. Auch Jesus bezeugte, dass er das tat, was er den Vater tun sah. Gott kann uns direkt durch den heiligen Geist offenbaren, was und worum wir bitten sollen. Aber Dinge, für die es in der Bibel klare Hinweise und Beispiele gibt, sollen wir im Glauben ergreifen und in unserem Gebet vor Gott bringen. In vielen Dingen erhört uns Gott dann, wenn wir sie vor ihn bringen.
    Aber es gibt auch Anliegen, die Gott nicht so erhört, wie wir es erwarten. Es kann sein, dass wir oder die Situation noch nicht soweit ist, dass Gott das erwünschte Geschehen  bewirken kann. Für manche Ereignisse, gibt es eine von Gott festgelegte Zeit, wann sie geschehen sollen. Das ist Teil seines Heilsplans mit einzelnen Menschen, mit Gemeinden, mit Völkern, mit der ganzen Menschheit.
  • Gott offenbart uns seine Herrlichkeit.
    Die Herrlichkeit Gottes steht im krassen Gegensatz zu unserer gefallenen Welt und meist auch zu dem, was wir im Alltag erleben. Aber in den Worten über den kranken Lazarus – der dann starb – sagt Jesus, dass seine Krankheit zur Verherrlichung Gottes ist.
    Es sind Leute da, die an Jesu Macht über das Leben glauben und es sind Leute da, die Jesus nachlaufen und die es brennend interessiert, wer er ist, was er zu verkündigen hat und welche Macht er hat, den Nöten der Menschen zu begegnen. Wenn Menschen mit vollmächtigem Glauben und suchende  Menschen mit Nöten und Fragen zusammenkommen, dann kann Gott seine Herrlichkeit offenbaren. Und er tut es dadurch, dass er etwas bewirkt, das seine Liebe und ihn als Herrn des Lebens erkennen lässt. Aber diese Augenblicke sind immer etwas kostbares und Gott wird es nicht zu lassen, dass ihm die Ehre genommen wird. Diese Augenblicke sind immer ein Geschenk, über das wir nicht verfügen können.

5. Liebe macht die Herrlichkeit ein Stück sichtbar.
Gottes Wesen ist Licht oder Herrlickeit, man kann es nicht wirklich beschreiben, denn es übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Aber sein Wesen äußert sich uns gegenüber in seiner unverbrüchlichen ewigen Liebe, die uns zu sich ziehen will.
Wenn wir ihm vertrauen und offene Augen haben, erfahren wir seine Liebe im Alltag als Ausdruck seiner Fürsorge und als Antwort auf unser Gebet.
Aber wie die Krankheit und dann der Tod des Lazarus zeigen, offenbart er seine Herrlichkeit als unser Gott und Herr über das Leben besonders dann, wenn wir in Not und Bedrängnis gekommen sind. Wenn von Heilungen berichtet wird, sehen wir meist nur die Not in diesem Augenblick und vergessen leicht, dass vor diesem Eingreifen Jesu Monate, Jahre oder ein ganzes Leben in krankheitsbedingter äußerer Not liegen. Und all dies damit der  Zeitpunkt kommen kann, in dem Gott seine Herrlichkeit für uns ein Stück sichtbar werden lassen kann.
Ist es das wert? Unser Leben mit Freuden und Leiden währt nur eine kurze Zeit und soll uns vorbereiten,  wieder mit unserem Schöpfer vereint zu sein und an seiner Herrlichkeit ewig teilzuhaben.

Gott geht mit den Menschen in der Bibel, aber auch mit Nachfolgern Jesu sehr unterschiedliche Wege.

  • Manche sind berufen Zeugnis abzulegen durch vollmächtige Wortverkündigung bestätigt durch Zeichen und Wunder. So wird die Herrlichkeit Gottes für die Welt sichtbar.
  • Andere werden in unvorstellbares Leid durch Verfolgung geführt.  Aber ihnen ist Gott besonders nahe und kann sie unbeschreiblich trösten und auch dadurch zum Zeugnis werden lassen. Ich denke da an das Zeugnis eines Bruders, der in einem Gefängnis im Sudan gequält wurde.
    Man sagte ihm immer wieder, er könne sofort freikommen, wenn er nur wieder zum Islam konvertieren würde. Die Qual war so groß, dass er schließlich dazu bereit war, dies äußerlich formel zu tun aber im Herzen wollte er bei Jesus bleiben.
    Er wollte gerade an die Tür klopfen, um den Wärter zu rufen, da erschien ihm Jesus und fragte: Willst Du mich verlassen? Und er fand die Kraft, nein zu sagen und nicht an dei Tür zu klopfen. Da wurde er von einer solchen Freude erfüllt, dass er laut Gott lobte. Die Wärter kamen herein und befahlen ihm ruhig zu sein. Aber die Freude in ihm ließ ihn Gott noch lauter loben. Und dann kamen die Wärter nochmal und es geschah das Unerwartete, sie sagten, verschwinde, wir wollen unsere Ruhe und schlafen.  Hier hat ein im Gefängnis gequälter Mensch tief in seinem Herzen die Herrlichkeit Gottes geschaut.
  • Jeder ist berufen in seinem Leben die Liebe Gottes auszustrahlen und somit Licht der Welt zu sein. Das Licht aber ist Teil der Herrlichkeit Gottes.

Den Blick in die Herrlichkeit Gottes kann man sich nicht verdienen. Gott selbst offenbart sie dem, der seine Nähe sucht und darin lebt und sich dadurch umgestalten läßt und so ganz in seine Berufung kommt. Gott offenbart seine Herrlichkeit in unterschiedlichem innerem Erleben: Überwältigtsein von der Größen Gottes, Staunen über sein Wirken an Menschen oder in Situationen, tiefe innere Freude, angenommen und sein Kind zu sein. Es sind innere Erlebnisse, die wir als Schatz bewahren können, ein Schatz der unvergänglich ist und den uns niemand rauben kann.

Bibelstellen

Johannes 9.2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?
3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.

Johannes 11.1 Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf  Marias und ihrer Schwester Marta.
2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.
3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
4 Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde.

19 Und viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders.
20 Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen.
21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.
23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;

37 Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste?
38 Da ergrimmte Jesus abermals und kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor.
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.

40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich’s, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

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