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damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, (Joh 17,21)

Kurz vor seiner Gefangennahme durch die römischen Soldaten, wendet sich Jesus in einem tiefen Gebet an seinen Vater, es geht ihm um die Einheit, derer die ihm nachfolgen und nachfolgen werden.

Jesus hat die Lehre seiner Jünger beendet und sieht weiter in die Zeit, in der seine Botschaft durch seine Jünger verbreitet werden soll. Noch stehen einige wichtige Ereignisse aus, die vollendet werden müssen, bis seine Botschaft über die Welt verbreitet werden kann:

  •  Sein Opfertod am Kreuz
  • Seine Auferstehung.
  • und die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten.

Das Kennzeichen der Jünger „das alle eins seien, “ aus Johannes 17 ist ein Schlüssel für die vollmächtige Ausbreitung der Heilsbotschaft Jesu. Und weil es solch ein Schlüssel ist, ist es auch ein Hauptangriffspunkt Satans auf die Nachfolger Jesu, um den Sieg der Botschaft zu verhindern. Wahrscheinlich haben die Jünger zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden, wie wichtig dies Gebet Jesu ist. Weiterlesen

Und der menschliche Hochmut wird gebeugt und der Männerstolz gedemütigt werden (Jesaja 2,17)

Der Prophet Jesaja hat eine gewaltige Vision. Vieles betrifft die damalige Situation des Volkes Israel. Darüber hinaus sieht er in einer endzeitlichen Vision, was geschehen muss und wird, wenn Gott sein Reich sichtbar für alle Menschen errichten wird. Das Reich des Herrn ist nicht einfach ein – wenn auch das beste – Angebot unter vielen. Das Reich Gottes verträgt sich nicht mit Dingen, die Gottes Wesen widersprechen. Es stellt sich die Frage, was gehört zum Reich Gottes und was steht ihm noch entgegen.

  •   Solange die Dinge, die dem Reich Gottes entgegenstehen, noch wirksam sind, können wir es nur andeutungsweise erfassen. Darum werden hier nur einige äußere Ereignisse erwähnt, Der Berg des Herrn (Jerusalem) wird eine besondere Bedeutung haben, und die Menschen werden dort hinströmen. Warum? Um in der Herrlichkeit des Herrn und in seiner Nähe zu sein.
  •  Das, was dem Reich Gottes entgegensteht, hat viele Gesichter, einige Beispiele, die Jesaja zu seiner Zeit sah, werden im Kapitel 2 aufgeführt. Die handgemachten Götzen zur Zeit Jesajas gibt es so nicht mehr, sie haben andere Gesichter  und sind nicht weniger verderblich. Das Äußere der Götzen kann sich ändern und ist nicht entscheidend. Und  so kommt es nicht darauf an, das Äußere zu entfernen, sonder die Quelle, das Woher zu finden und zu läutern.
    Stolz und Hochmut werden hier als Quelle genannt, aus denen unsere Götzen entstehen, und die dem Reich Gottes entgegensteht. Weiterlesen

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8,28)

Manchmal wird dieser Vers missbraucht um Trost auszusprechen, wenn wir selbst keinen Trost oder eine Lösung sehen. So kann es nur ein Ausdruck unserer Ratlosigkeit sein.

Aber Paulus kennt selbst menschlich gesehen ausweglose Situationen, in denen nur ein Wort, das Kraft vermittelt, weiterhelfen kann. In solchen Situationen soll dies Wort Kraft und tragende Hoffnung in unser Herz einpflanzen.

Wir wissen aber, dass … , alle Dinge zum Besten dienen“,  Diese Aussage ist eigentlich einfach, aber doch schwer im Glauben anzunehmen. Und das ist Grund für einen Versuch, sie besser zu verstehen. Dazu sollen einige Fragestellungen helfen. Weiterlesen

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit 2.Timotheus 1,7

Als Bürger dieser Welt können wir es nicht verhindern, dass wir auch von dem betroffen werden, was auf dieser Welt geschieht und nicht im Einklang mit dem steht, was Gott eigentlich lieber sähe oder tun würde. Man kann hier an Kriege, Unterdrückung, Missachtung der Würde des Menschen oder an von Menschen verursachte Katastrophen und vieles andere denken.

Aber wie beeinflusst dies unser Inneres? Paulus schreibt hier von einem Geist der Furcht oder der Kraft. Weiterlesen

die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler (Jesaja 40,31)

Unser Glaubensleben kann man unter zwei sich ergänzende Aspekten sehen:

1.      Unser Leben  im Jetzt.  im Alttag. Hier wird unser Glaube täglich geprüft und kann sich bewähren. Wir können Jesu Nähe, seine Hilfe und die Kraft der uns anvertrauten Gaben erleben.

2.      Unser Leben im Verhältnis zu den Dingen, die uns verhießen sind, die wir aber noch nicht sehen. Dies ist oft eine Herausforderung, auf Gott auch dann zu vertrauen, wenn wir noch nichts von seinen Verheißungen in der Hand haben, aber im Inneren gewiss sind, dass er treu ist und uns nicht im Stich lässt. In diesen Situationen wird in der Bibel vom Harren oder Ausharren gesprochen. Weiterlesen

Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. (1. Joh.4,20)

Johannes führt hier in ein tieferes Verständnis des zentralsten Themas der Bibel:  Gott ist die Liebe.

  • Gottes Liebe ist mehr als sein Wunsch, dass alle Menschen gerettet werden und damit ein erfülltes Leben gewinnen.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als sein Wunsch, uns mit dem was für uns gut ist, zu überschütten.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als seine Langmut und seine  Bereitschaft uns in Jesus zu vergeben.
  • Gottes Liebe das ist sein Wesen.

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Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig (2. Kor. 3,6)

Paulus gibt Auskunft über seinen Dienst. Dabei weist er besonders auf zwei Punkte hin, die sein Verhältnis zu Gott und seinen Dienst kennzeichnen.

  1. Bevollmächtigung durch Gott: Paulus wurde von Gott als Apostel auserwählt und bestimmt. Diese Auserwählung wurde von seinen Brüdern (im Glauben)  bestätigt. Diese Bestätigung ist wichtig auch heute. Wenn jemand vorgibt von Gott für ein bestimmtes Amt berufen zu sein, aber es gibt keine Geschwister, die das bestätigen, dann wird seine Berufung in das Amt menschlich sein – nach seinem eigenen Willen oder dem von Anderen, aber nicht von Gott. Und es gibt Viele in geistlichen Ämtern ohne Berufung von Gott. Eine Fehlleitung der Gemeinden ist die Folge, wie es schon die Sendschreiben in der Offenbarung zeigen.
  2. Führung durch den Geist: Jesus wurde von Gott in die Welt geschickt, um Zeugnis von der Liebe des Vaters zu geben. Er kannte den Vater so gut wie niemand sonst. Und dennoch hat er nicht eigenmächtig gehandelt, sondern, wie er von sich bezeugt, tat er das, was er den Vater tun sah. Dies ist das Vorbild. Damit wir dem nach streben können, ist uns der Heilige  Geist gegeben, der die Verbindung zum Vater herstellt und uns seinen Willen offenbart, wenn wir nur hören und warten bis wir für die Offenbarung seines Willens vorbereitet und bereit sind. Das kann sofort geschehen oder dauern bis die Zeit erfüllt ist.

Gottes Wort ist sein durch Menschen uns offenbartes Wort, es ist die Wahrheit aber in irdenen Gefäßen, denn unser Verstand und unsere Sprache können geistliche Wahrheiten nur unvollkommen wie durch eine Schleier bzw.  bildhaft transformiert in unser Auffassungsvermögen erfassen. In unserem Geist kann das Erfassen der Wahrheit tiefer gehen, ohne es in Worte fassen zu können, haben wir Erkenntnisse und eine Gewissheit der Gegenwart Gottes und Erkenntnis seiner Allmacht und Heiligkeit.

Gottes Wort können wir auf verschiedene Weise begegnen:

  1. mit Überheblichkeit = Torheit – wir missachten die göttlichen Aussagen seines Wortes (das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden (1.Kor 1,18)  ) Leider wird der Glaube oft durch unser kritisches Nachfragen, das sich an das menschlich Mögliche und Machbare orientiert, eingeengt oder unmöglich gemacht. Vor dem Glauben an Gott kommt der Glaube an die Wissenschaft.  Sehen wir z.B. die Schöpfung Gottes oder nur die Evolutionstheorie. Wenn wir (innerlich) wissen, dass Gott der Schöpfer ist, wird er uns die Fragen, die sich aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben soweit erklären, wie es für uns notwendig und gut ist. Wir müssen unsere Augen nicht vor der Wissenschaft verschließen. Wenn wir erst Gott fragen und dann auf die Wissenschaft schauen, wird sie ein Diener sein bei der Suche nach weiterer Erkenntnis der Größe Gottes.
  2. Anwenden seiner Gebote bringt Segen. Viele Inhalte des Wortes Gottes sind in das Recht der Völker eingegangen. Hieraus entspringt Segen, auch für Ungläubige. Aber wenn diese göttlichen Elemente verlassen werden, weicht auch der Segen. Viele gesellschaftliche Probleme sind darauf zurückzuführen. Denn unser Schöpfer weiß, was uns und unserer Seele gut tut.
  3. als Gesetz und Buchstabe angewendet tötet das Wort. Das Wort zeigt Gottes Größe und es zeigt, wie wir als seine Geschöpfe in seiner Gemeinschaft und Heiligkeit leben sollen. Bei Gott ist das Leben und getrennt von Gott ist der Tod. Da wir das Wort aus eigenem Vermögen nicht halten können, zeigt es uns, dass wir von uns aus dem Tod verschrieben sind. In diese Situation – dem Tod verschrieben – versetzen wir uns, wenn wir aus eigener Kraft versuchen, dem Wort gehorsam zu sein. Wir scheitern hier zweifach.
    -1- Wir können seine Wort (Gebote) nicht erfüllen:
    -2- Wir verstehen sein Wort nicht in seiner geistlichen Tiefe.
  4. sein Wort in unserem Inneren bewegen. Wenn wir Gott um das rechte Verständnis bitten, wird er uns durch seinen Geist sein Wort und damit sein Wesen und seinen daraus entsprungenen Willen offenbaren. Wenn das geschieht, wird sein Wort für uns zur Wahrheit, die sein Leben in uns wachsen lässt und uns somit lebendig macht. Göttliches Leben ist aber kein Zustand sondern ein Wachstumsvorgang zu ihm hin, zu seiner Erkenntnis und in seine Nähe und Gemeinschaft.

2.Kor.3,4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.
5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott,
6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig

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Ihr Verstand ist verfinstert…durch die Verstockung ihres Herzens (Eph 4,18)

Paulus warnt die Gemeinde in Ephesus davor, ihre Lebensgewohnheiten so wie die Heiden weiterzuführen oder sie ihnen anzupassen. Es geht nicht darum, die Begegnung mit Nichtchristen zu meiden. Im Gegenteil wir sollen den neuen Menschen anziehen, um wie es an anderer Stelle heißt, für die Nichtchristen das Leben Jesu in uns sichtbar zu machen. Paulus charakterisiert die Heiden durch zwei Merkmale, die aus der Trennung von Gott resultieren.

  1. Verstockung des Herzens: Das ist die Entscheidung, sich dem Ruf Gottes zu verschließen. Die ganze Schöpfung ist Ausdruck der Liebe Gottes für uns Menschen und sein Wort zeigt sein immer währendes Bemühen, uns durch Zeichen seiner Liebe wieder in seine Gemeinschaft zu führen. Aber der von Gott getrennte Mensch will dies Liebeswerben Gottes nicht erkennen und er kennt es auch nicht, weil er sich allem widersetzt, was seinen Blick in diese Richtung zu ziehen versucht. Er weigert sich, dem nachzukommen, was ihn in seinem Inneren zieht, Gott zu suchen. Vordergründig werden rationale Gründe vorgeschoben, an Gott nicht zu glauben. Aber es gibt nur wenige Entscheidungen, die nur vom Verstand aus rationalen Gründen getroffen werden. Der Verstand liefert zwar wichtige Informationen, die in eine Entscheidung einfließen. Aber diese Entscheidungen werden in Wirklichkeit meist vom inneren Gefühl – eben vom Herzen getroffen. Und das Herz ist, wie es Paulus hier feststellt, verstockt. Denn der natürliche Mensch ist nicht mit Gott verbunden und kann daher den Frieden, die Geborgenheit und die Liebe in der Gemeinschaft mit Gott nicht erkennen. Aber er sucht Frieden, Geborgenheit und Liebe und er sucht sie in dem, was ihn nicht zu Gott führt; und das ist biblisch gesehen das Böse. Auch wenn das Böse nicht als solches erkannt und oft als Gut bezeichnet wird, so führt es uns doch nicht in unsere Bestimmung in der Nähe Gottes. Wenn Menschen in große Not geraten, beginnt die Verstockung ihres Herzens oft zu bröckeln und sie werden bereit auf die Stimme Gottes in ihrem Herzen zu hören.
  2. Verfinsterter Verstand: Wenn das Herz verstockt ist, wird das, was der Verstand uns an Erkenntnissen zeigt, falsch bewertet, besonders dann wenn es um Dinge geht, die auf Gott, auf eine wahre Beziehung zu ihm hinweisen. Auf vielfältige Weise wird versucht, die Überzeugung zu verbreiten, dass es Gott nicht gibt. Aber allein dieser Versuch ist in sich unglaubwürdig. Denn mit Dingen, die es wirklich nicht gibt, beschäftige ich mich nicht. Wenn ich die Nichtexistenz von Dingen beweisen will, zeige ich, dass ich danach suche, nur habe ich mich bereits auf ein mir genehmes Ergebnis festgelegt.

In jedem Menschen ist ein Suchen nach Erfüllung und Liebe angelegt. Aber solange sich der Mensch in seinem Suchen festgelegt hat, das was auf Gott hinweist, zu ignorieren, kann sich Gott ihm nur schwer zu erkennen geben. Aber Gott kennt das Herz des Menschen und findet oft Wege, sich irre gehenden Menschen doch zu offenbaren. Gott finden wird ein Mensch nur wenn er mal nicht auf seinen vefinsterten Verstand hört, sondern auf die Stimme Gottes in seinem Herzen, Wenn sich Gott dem Herzen eines Menschen offenbart geschieht es aus seiner Liebe und Gnade. Das Zeugnis und Gebet anderer Menschen, benutzt Gott gerne, um sich selbst im Herzen des Menschen zu offenbaren. Und zu diesem Dienst hat Gott alle berufen, die ihn kennen.

Epheser 4, 17 So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes.
18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens.
19 Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.   ….
22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn
24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

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Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6)

Über zwei Jahre haben die Jünger Jesus begleitet, seine Worte gehört und seine Wunder miterlebt und doch haben sie nicht ganz verstanden, wer er ist und was sein Auftrag ist. Ihre Vorstellungen vom Messias und ihre Erwartungen an ihn waren noch nicht vollständig von ihrem menschlichen Denken und Wünschen befreit. Jesus gibt hier ein umfassendes Zeugnis seiner selbst. Dies Zeugnis erschließt sich nicht auf den ersten Blick, es fordert auf, sich damit ausführlicher zu beschäftigen, um es in seiner tiefen Bedeutung zu erfassen. Es ist die Beschreibung des Erlösungsweges, den Gott durch seinen Sohn festgelegt hat.

  1. Ich bin der Weg: Der natürliche Mensch ist aus seiner Bestimmung, in der Gemeinschaft mit Gott zu leben, durch die Sünde heraus gefallen. All sein Bemühen kann ihn nicht soweit bringen, dass er wieder in enger Gemeinschaft mit Gott leben kann. Das Gesetz mit den 10 Geboten kann er nicht wirklich einhalten, sodass er dadurch nur zur Erkenntnis seiner Verlorenheit geführt wird. In dieser aussichtslosen Situation zeigt uns Gott in Jesus den einzigen Weg, wieder in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen zu werden. Jesus ist nicht ein Ratgeber, der uns zeigt, wie wir ein besseres Leben führen können. Jesus ist „der Weg“, die einzige Möglichkeit, wieder in eine heile Beziehung zu Gott kommen zu können. Er ist der Weg, weil sein Tod für unsere Schuld die einzige Möglichkeit für uns ist, wieder von Schuld gereinigt vor Gott stehen zu können.
  2. Ich bin die Wahrheit: Im Alltag ist die Wahrheit, die korrekte Darstellung eines Geschehens. Oft sieht die Wahrheit je nach Fragestellung oder Blickwinkel anders aus. Interessieren mich nur die äußeren Umstände oder die menschlichen Hintergründe. Meist bringen wir nur Teilwahrheiten in Erfahrung und nicht die ganze Wahrheit. Jesu Aussage „Ich bin die Wahrheit“ beansprucht absolute Gültigkeit. Es geht dabei nicht um die Beschreibung eines Gegenstandes. Es geht letztlich um eine klare Beziehung zwischen Mensch und Gott. Eine Beziehung, die nicht durch Ängste, Geheimnisse oder  Vorbehalte gestört wird. Solange wir in einer gefallenen Welt leben und selbst mit Schuld belastet sind, können wir nicht von uns aus in einer solchen Wahrheit leben. Aber Jesus ist die Wahrheit, darum können wir in Verbindung mit ihm auch in diese Wahrheit hineingezogen werden. Ein Leben im Licht Gottes. Jetzt können wir es nur erahnen, aber wir dürfen gewiss sein und uns darauf freuen, von Jesus einmal ganz in diese Leben im Licht Gottes hineingezogen zu werden. Wahrheit kann als die Qualität des Lebens in der Nähe Gottes verstanden werden.
  3. Ich bin das Leben: Die meisten Menschen haben den Wunsch ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen. Das sind gute Vorhaben, die aber durch die unterschiedlichsten Einflüsse behindert oder gar verhindert werden. Was Jesus als Leben bezeichnet, können wir nur erahnen. Es ist das Leben in der Gemeinschaft mit Gott. Es ist ewige Anbetung, eine Lebensqualität, die nicht mit Worten beschreibbar ist,  eine Harmonie, die vielleicht im Geist schattenhaft erfahren werden kann. Diese Unfähigkeit, dieses Leben beschreiben zu können, verdeutlicht das unermesslich Herrliche, das mit dem Leben, in das Jesus uns hineinziehen will, verbunden ist.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Es lohnt sich dieses Selbstzeugnis Jesu immer wieder zu bewegen und uns vom Geist führen zu lassen, es immer tiefer zu erfassen. Dies wird auch unser jetziges irdisches Leben erfüllen und uns verändern.

Johannes 14,4 ) Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.
5 ) Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?
6 )Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.
7 ) Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
8 ) Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
9 ) Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?

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Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen (Philipper 2,13)

Wenn es heißt, Gott wirkt in uns das Wollen und das Vollbringen, bedeutet das nicht, dass wir ganz bequem einfach auf Gottes Wirken in uns warten können. Nein hier ist von 3 Aktivitäten, die ineinander eingreifen müssen, die Rede:

  1. Gott wirkt in uns: Gott wird uns nie zwingen, aber er wartet darauf, dass wir innerlich bereit sind, ihn wirken zu lassen. Dazu brauchen wir als durch Jesus Erlöste den freien Zugang zu ihm. Dann können wir durch unseren Dank und unseren Lobpreis ihn immer besser als unseren Schöpfer und Vater, der uns unendlich liebt kennen lernen. Wir erkennen ihn als den allmächtigen Gott, dem alle Ehre gebührt und vor dem wir trotzdem keine Angst haben müssen, weil er uns unendlich liebt. So wachsen in uns Vertrauen und Glaube an ihn, die uns offen machen, sein Wirken in uns geschehen zu lassen. Unser Wille wird von seinem Willen gespeist und stimmt damit überein. Diese triefe Übereinstimmung ist das Ziel, sie fällt uns nicht einfach zu, wir müssen beharrlich und ernsthaft danach streben unabhängig von unseren momentanen Gefühlen. Je nachdem wieweit wir in diese tiefe Übereinstimmung gewachsen sind, kann Gott in uns wirken.
  2. Er wirkt das Wollen: Es gibt unendlich viele Dinge, die nach Gottes Willen geschehen sollen. Aber er ist der Dirigent und entscheidet was der Auftrag an jedes seiner Kinder ist. Viele Dinge sind klar aus seinem Wort und den Umständen, in denen wir leben, aber andere Aufträge und Berufungen muss er uns durch seinen Geist offenbaren. Unsere Antwort soll praktischer Gehorsam sein, in dem wir seinen Willen umsetzen. Aber es ist äußerst wichtig, dass unser Gehorsam aus der richtigen Motivation und Kraft gespeist wird. Alles, was wir mit Blick auf unsere Ehre tun, kann nicht seiner Ehre dienen und die Frucht ist eingeschränkt oder unmöglich. Wenn er aber das Wollen in uns weckt, haben wir nur seine Ehre im Sinn und sehen unseren Auftrag mit seinem Blick der Liebe und des Erbarmens. Wenn unser Wollen noch nicht von ihm ausgelöst ist, wird es Zeit, unser Beziehung zu ihm als unseren Vater zu vertiefen.
  3. Er wirkt das Vollbringen: Wenn Gott in uns das Wollen bewirkt hat, können wir anfangen seinen Willen auch umzusetzen. Wenn wir die Gaben dazu haben, wird er ihren Einsatz segnen. Aber oft beruft Gott Menschen, die nicht die nötigen Gaben in ausreichendem Umfang haben. Aber diesen Mangel wird er ausgleichen, wenn wir darauf vertrauen, dass er auch das Vollbringen wirkt.

Es geht nicht in erster Linie darum, dass wir mit gutem Willen für Gott tätig werden. Unser Gehorsam gegenüber Gott soll uns einüben in die Gemeinschaft mit Gott und die himmlische Berufung, die Gott für jeden vorbereitet hat. Unser leben in der jetzigen Unvollkommenheit ist unser Träning für das Leben in der Ewigkeit. Wir können dies Ziel nur erahnen, aber es soll uns mit Hoffnung und Freude füllen.

Philipper 2,12)  Also, meine Lieben, – wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit – schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.
13) Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
14) Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel,
15) damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt,

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