Wenn mein Volk… 2.Chronik 7,14

Von Asher Intrater 20.02.2022
Asher Intrater ist der Gründer und apostolische Leiter von Revive Israel Ministries und betreut die Gemeinden Ahavat Yeshua in Jerusalem und Tiferet Yeshua in Tel Aviv.Asher Intrater ist der Gründer und apostolische Leiter von Revive Israel Ministries https://www.ritg.org/ und betreut die Gemeinden Ahavat Yeshua in Jerusalem und Tiferet Yeshua in Tel Aviv.


Eine weltweite Bewegung ZUR Erweckung und Wiederherstellung,
von Jerusalem, Judäa, Samaria bis zu den Enden der Erde und zurück…
Eines der besten Gebete für jede Nation ist in 2. Chronik 7, 14 zu finden:

Wenn (…) mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist,
sich demütigt und sie suchen mein Angesicht
und kehren um von ihren bösen Wegen,
dann werde ich vom Himmel her hören
und ihre Sünden vergeben und ihr Land
heilen


Damit unser Glaube durch die Wirksamkeit dieses Gebets gestärkt wird, lasst uns den Kontext und den historischen Hintergrund näher betrachten.

Das Wort für ˋsich demütigt´ kann auch als ˋsich unterordnet´ übersetzt werden. Es beinhaltet auf  jeden Fall, unter Autorität und Gehorsam zu kommen.

Dieses Versprechen wurde von Gott an Salomon gegeben zur Zeit der Einweihung des Tempels in Jerusalem. Zu dieser Zeit gab es zwei Orte, wo die Zelte der Begegnung waren: Das Zelt der Begegnung des Mose war in Gibeon und das Zelt Davids war auf dem Zionsberg.  (2 Chronik 1, 3-4).
Während der Zeit der Richter wurde das Zelt in die Dörfer im Norden Jerusalems verlegt: Ramah, Shiloh, Bethel und Gibeon. (Meine Familie hatte in den 90er Jahren das Vorrecht, zwei Jahre lang in Gibeon zu wohnen.)

Beim Übergang der Leiterschaft von Eli auf Samuel war die Bundeslade aus dem Zelt und mit in die Schlacht genommen worden. Sie wurde von den Philistern ergriffen und kam dann auf übernatürliche Weise an Israel zurück – zunächst nach  Beit Schemesch und dann nach  Kiryat Yearim, im Westen Jerusalems. (Auch wir lebten für einige Jahre sowohl in Bet Schemesch als auch in Kiryat Yearim.)

David brachte die Bundeslade dann auf den Zionsberg und errichtete ein neues Zelt dafür. Zu Beginn der Regierung Salomos befanden sich das Heiligtum des Mose und der große Altar in Gibeon, während die Bundeslade in Davids Zelt stand. Der Berg Zion liegt weniger als einen Kilometer vom Berg Moria, wo Salomon den Tempel errichtete, entfernt.

Am Anfang seiner Regierung ging Salomon nach Gibeon zum Beten. Dort hatte er seine berühmte Vision vom Herrn und empfing Weisheit, um in Gerechtigkeit zu regieren und den Tempel zu bauen. (2 Chronik 1,7). Als der Tempel fertig war, gab es eine achttägige Zeremonie zu seiner Einweihung. (2 Chronik 7, 9-10)

Als der Tempel fertiggestellt und die Bundeslade zwischen die beiden Cherubim platziert war, leitete ein Team von 120 Leviten den Lobpreis und die Herrlichkeitswolke erfüllte den Tempel (2 Chronik 5,14). Dann kniete Salomon vor den Augen der Menschen nieder und betete (2 Chronik 6,13).

Er betete, dass sich die Menschen in Unterwerfung dem Tempel zuwenden sollten (2 Chronik 6,21). Er setzte ein Vorbild für jeden einzelnen und für die ganze Nation Israel sowie für Angehörige anderer Nationen, dass sie im Gebet ihr Gesicht Jerusalem zuwenden sollten. (Es ist interessant, dass jüdische Synagogrn auf der ganzen Welt nach Jerusalem ausgerichtet sind; dieMuslime der Welt knien in Richtung Mekka; die meisten Christen wenden sich in ihren Herzen dem himmlischen Jerusalem zu.)

In Salomos Gebeten ist ein roter Faden zu erkennen. Er betrete, dass Gott alle Probleme, mit denen die Menschen konfrontiert waren, heilen sollte. Jedes Problem betreffend Gesundheit, Wirtschaft, Ackerbau, Militär und andere Bereiche wurde als Folge von  oder Strafe für Sünde gesehen. Wenn die Menschen für ihre Sünde Buße tun würden, würde Gott ihre Sünde vergeben und die Strafe wegnehmen.

Vielleicht denken einige, dass dièse Herangehensweise an Gebet zu einfach ist, vielleicht sogar primitiv oder engstirnig. Jedoch fiel, als Salomo sein Gebet beendet hatte, Feuer vom Himmel und verzehrte das Opfer auf dem Altar. Die Herrlichkeitswolke erfüllte den Tempel ein zweites Mal. (2 Chronik 7,1) Dies zeigt Gottes Bestätigung des Gebets und die Freisetzung Seiner Macht, die das Gebet erfüllen würde.

In der Nacht, nach dem Gebet und der Ausgießung des Feuers, erschien der Herr dem Salomo ein zweites Mal! (2 Chronik 7,12) Während dieser zweiten Vision nach dem zweiten Ausgießen gab Gott dem Salomo die anfangs genannte Anweisung zum Gebet. In gewisser Weise ist es eine Zusammenfassung des gesamten Tempelwesens in einem Gebetsvers.   

Im Kontext gesehen, bedeutete der Ausdruck ˋmein Volk´ dasVolk Israel. Seit dem Kommen des Messias sind die Zusagen Gottes für jeden in jedem Volk gültig, der an IHN glaubt und sichmin Seinem  Namen an Gott wendet. (Galater 3,14).

Deshalb können die Erwählten des Herrn gemäß dem Glaubensprinzip beten, das Gott dem Salomo gab. Diese Gebetsanweisung Gottes enthält ein Versprechen, jedes Volk zu heilen und wiederherzustellen.

Darf ich uns alle ermutigen, dieses Gebet leidenschaftlich, fleißig und mit Dringlichkeit über unseren Familien, Gemeinden und Nationen zu beten? Lasst uns für die gleichen Resultate wie bei Salomo glauben: die Vergebung der Sünden, die Ausgießung des Heiligen Geistes und die Heilung unserer Nationen!  
   Sende Artikel als PDF   

Wen der Herr liebt, den zuechtigt er Hebr. 12,6

Wen Gott liebt züchtigt er. Dieses Wort gefällt uns zumindest auf den ersten Blick nicht. Unter züchtigen, verstehen wir meist bestrafen.
Aber das Wort züchtigen können wir nur verstehen, wenn wir verstanden haben, was Liebe Gottes ist.  Das ist deutlich in 1.Johannes 4. 16 beschrieben Hier aus der Übersetzung „Hoffnung für Alle“.

Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt,
und wir vertrauen fest auf diese Liebe.
Gott ist Liebe,
und wer in dieser Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Liebe ist nicht die Zusammensetzung von guten Eigenschaften, 
             sondern
Liebe ist das Wesen Gottes, etwas das in allen Situationen Eigenschaften zeigt, die Gutes bewirken.
            und
Liebe hat das Ziel, dass wir in unserem Geist immer mehr mit Gott verbunden sind und er mit uns.

Die Liebe Gottes zu uns ist immer vollkommen ungetrübt, aber unsere Liebe muss aus einem Anfangsstadium herauswachsen, indem wir uns auf dem für uns von Gott vorgesehenen Weg führen lassen.
Gott führt uns, das bedeutet:
  o er kennt unseren Weg und die Schritte zu diesem Ziel,
  o aber wir erkennen diese Schritte in der Führung Gottes nicht immer oder erst in der Rückschau.

Hinzu kommt noch, dass wir keine Einzelgänger sind, sondern wir sind hineingestellt in diese Welt, um durch die Gnade Gottes und die Vergebung durch das Blut Jesu Teil seiner Brautgemeinde zu werden, die seine Liebe für die Welt sichtbar und wirksam werden lässt.
Daher wendet Jesus uns seine Liebe in zweifacher Weise zu, jedem persönlich und jedem als Glied seiner Brautgemeinde. Beides gehört untrennbar zusammen.

So sehe ich im Überblick unseren Weg, egal wo wir auf dieser Welt hingestellt sind, ob im Wohlstand oder der Verfolgung. Unabhängig von diesen äußeren Umständen liebt uns Jesus so, wie wir sind. Und wir sind unfähig, vollkommen zu lieben. Vollkommene Liebe wächst und besteht auf vollkommenem Vertrauen zueinander. Im Sündenfall haben wir Geschöpfe das vollkommene Vertrauen gebrochen und sind damit aus der vollkommenen Liebe herausgefallen.
Zu der Liebe zu Gott ist die Liebe zu uns selbst, zu unserem persönlichen Vorteil, eben pure Eigenliebe hinzugekommen. Wir haben die Treue Gottes mit Untreue beantwortet.

Aber Gottes Treue ist nicht von unserer Treue abhängig, sondern sie gehört zu seinem göttlichen Wesen. Und weil Gott auch sich selbst treu ist, musste und hat er einen Weg bestimmt, der seine Geschöpfe bis zum Ende der Zeit wieder in die vom Geschöpf erwiderte vollkommene Liebe zu ihm zurückführt. Das Leben jedes Menschen ist mit Höhen und Tiefen ein kleiner Abschnitt auf diesem Weg.
Wir sind auf dem Weg und haben als von ihm begabte Geschöpfe Freiheiten, die Schritte auf unserem Weg zu finden. Aber nicht immer wählen wir Schritte, die zielführend sind.

Gott kennt unser Ziel und darum greift er in unsere Lebensumstände so ein, dass wir dem Ziel immer näherkommen. Das können schöne aber auch sehr schmerzhafte Umstände sein. Daher wird dies in der Bibel mit züchtigen bezeichnet. Die Züchtigung kann verschiedene Ziele oder Phasen haben:

  • Umkehr: Gott liebt auch die Menschen, die ihm noch fern sind, er greift auch in ihr Leben ein, um sie für ein Leben unter seiner Führung zu bewegen. Seine Züchtigung wird oft nicht erkannt oder aber viel später.
  • Korrektur. Wenn wir nicht mehr in der ersten Liebe leben, versucht Gott uns wieder zur Umkehr in seine Nähe und seine Nachfolge zu führen.
  • Vertiefung: Es gibt Zeiten, in denen unser Glaube geprüft wird durch scheinbar unerhörte Gebete oder verschiedene Zweifel, sodass wir uns fern von Gott fühlen. Aber diese Zeiten in denen wir uns verlassen fühlen, enden in einer Zeit, in der wir in eine tiefere Beziehung zu ihm hineinwachsen.

Der Begriff züchtigen kommt aus einer Zeit, in der körperliche Strafe zu einer guten Erziehung dazugehörten.
  Das hat sich geändert, da dies als autoritär betrachtet wird.
  Jetzt wird eher das Gegenteil, die antiautoritäre Erziehung befürwortet. 
Wenn das so weit geht, dass Kindern keine Grenzen mehr gesetzt werden, führt das auch vermehrt zur Missachtung guter und gültiger Gesetze.

Bei der Erziehung zeigt sich, welches Menschenbild Eltern oder Pädagogen haben.

  • 1.) Das Menschenbild der natürlichen Menschen,

Sünde oder Trennung von Gott gibt es nicht.
Der Mensch ist von Natur aus gut
oder zumindest hat er in sich die Möglichkeit, gut zu sein.
Das geschieht durch persönliche Selbstverwirklichung
und einen Einsatz, der die Welt ein bisschen besser macht.

  • 2.) Das Menschenbild Gottes über den natürlichen Menschen,

Römer 3.23 denn alle haben gesündigt
und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes.

  • 3.) Das Menschenbild Gottes über den gerechtfertigten Menschen,

Römer 3.24 und werden umsonst gerechtfertigt
 durch seine Gnade, durch die Erlösung,
die in Christus Jesus ist.
Johannes 15.16 Ihr habt nicht mich erwählt,
sondern ich habe euch erwählt und euch gesetzt,
dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe,
damit, was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er euch gebe.

Weil wir keine Zufallsprodukte sind, sondern weil Gott unser Schöpfer ist und die Lebensumstände, in denen wir unseren Weg finden müssen, von ihm bestimmt sind, hat er auch einen Weg und ein Ziel für uns vorgesehen. Er beobachtet nicht nur, ob und wie wir, dies Ziel und den Weg dahin finden, sondern er begleitet uns dabei auf unterschiedliche Weise. Dabei sollen wir im Glauben wachsen und wie es in Römer 3,23 heißt die Herrlichkeit Gottes erlangen.

  • Glauben wächst, wenn wir Gebetserhörungen erleben oder wenn unser Einsatz gute Früchte bringt. Solche Glaubenserfahrungen sind uns am liebsten.
  • Aber es gibt auch Situationen, wo die Umstände oder unsere Fehler unseren Einsatz nicht zum gewünschten Erfolg bringen. Gott korrigiert dann vielleicht unseren Einsatz und das kann schmerzhaft sein, Unser Glaube wird dabei getestet und kann wachsen. David beschreib das in Psam 23,4 Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.
    Stecken und Stab können die Führungen Gottes sein und wenn wir Gott kennen, sehen wir darin, er liebt uns und kümmert sich um uns, das ist Trost und Kraft zum Ausharren, bis wir gestärkt die Situation ünerwunden haben
  • Aber wo es Verfolgung gibt, kommen Christen nicht aus dem Tal des Todesschattens heraus und sterben als Märtyrer. Aber gerade in dieser Zeit gibt ihnen Gott die Kraft auszuharren und ihm treu zu bleiben. Trotz aller Pein erleben sie die Nähe und Liebe Gottes, wie es für mich unvorstellbar ist. Gott läßt zu, dass diese Pein und Versuchung, von ihm abzufallen durch das Wirken Satans geschieht. Er kann durch seine Helfer zwar den Leib drangsalieren und töten, aber in ihrem Geist kommen die Märtürer Gott nur näher. So wird ihr leiblicher Tod doch zu einer Niederlage Satans und es entsteht ein Jubel im Himmel.

Gott züchtigt uns durch seinen Stecken und Stab, wie David sagt und erkannt hat. Stecken und Stab sind keine Gliedmassen Gottes, sondern ich sehe es bildlich als Werkzeuge Satans, mit denen Satan uns Schaden zufügen will. Aber, wie auch bei Hiob, Gott begrenzt die Macht Satans. Er begrenzt die Macht Satans soweit, dass seine bösen Absichten uns letztlich nur stärken können und uns in der geistlichen Dimension mit einem bleibenden Lohn zum Sieg führen.

  • Unser Auftrag ist nicht Züchtigung, wie es Zeiten gab, in denen sich Christen selbst mit Peitschenhieben quälten und züchtigten als Busse für ihre Sünden, um Gnade bei Gott zu finden.
  • Unser Auftrag ist in der Bitte zusammengefasst, die Jesus uns lehrte.
    Matthäus 6.11 Unser tägliches Brot gib uns heute;
    oder in Matthäus 6.34 So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag,
    denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.
    Jeder Tag hat an seinem Übel genug.

Wir müssen lernen, uns keine Sorgen um das zu machen, was morgen oder irgend wann vielleicht kommt.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott für uns sorgt, wenn wir in dem gehorsam sind, was er uns für jetzt gezeigt hat zu tun. Gedanken um die „Züchtigungen Gottes gehören nicht dazu.
Aber wenn wir die für uns bestimmten Züchtigungen im Vertrauen auf Gott bestehen, wird unser Glaube und Vertrauen immer mehr wachsen und alle Furcht, vor dem was kommen mag, zurückdrängen.
Das ist ein Wachsen unseres Glaubens, das Gott gefällt und er belohnen wird.

__________ Bibelstellen zum Thema __________

Sprüche 3.12 Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er wie ein Vater den Sohn, den er gern hat.

Hebräer 12.6 Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; er schlägt aber jeden Sohn, den er aufnimmt.
12.7 [Was] ihr erduldet, [ist] zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

Psalm  23,4 Auch wenn ich wanderte im Tal des Todesschattens, fürchte ich nichts Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.

   Sende Artikel als PDF   

„Was geht es dich an? Folge du mir nach! Johannes 21_22

„Was geht es dich an? Folge du mir nach!“ Damit endet das Gespräch Jesu mit Petrus im Johannes Evangelium im letzten Kapitel 21.

Jesus hatte seine Jünger berufen, sie gelehrt und in ihrer Gegenwart Wunder gewirkt. Dann begann sein letzter Weg, er wurde festgenommen, verhört, verurteilt und ist nach seiner Kreuzigung und Grablegung auferstanden und seinen Jüngern mehrfach begegnet. Von einer der letzten Begegnungen berichtet Johannes in diesem letzten Kapitel dieses von ihm geschriebenen Evangeliums. Sicher waren alle Jünger nach der Festnahme Jesu schockiert. Petrus versuchte noch in seinem Eifer, die Festnahme zu verhindern. Aber Jesus wollte der Festnahme nicht entgehen und rügte den Übereifer des Petrus. Doch zusammen mit Johannes folgte er den Obersten und Dienern mit Jesus zuerst hin zu Hannas, denn er war Schwiegervater des Kaiphas, der jenes Jahr Hoher Priester war.
Johannes war dem Hohen Priester bekannt, Petrus aber nicht.
Als Petrus nun doch als Nachfolger Jesu erkannt wurde, verleugnete er ihn 3 mal.
Johannes blieb dann der einzige Jünger, der zusammen mit 3 Frauen noch am Kreuz stand und dem Jesus seine Mutter Maria anvertraute.

Dies war das Geschehen, das Petrus bewegte, als er Jesus mit den Jüngern nach der Auferstehung Jesu begegnete:

  • Johannes, der Jünger den Jesus lieb hatte, der ihm bis ans Kreuz gefolgt ist und dem er seine Mutter anvertrauen konnte, Die besondere menschliche Freundes Liebe kann man hier erkennen und verstehen.
  • Petrus, der eifrige Jünger, ein menschlicher Eifer, der hier fehl am Platz war. Aber daher mit einer menschlichen Freundes Liebe (philia), die die Agape Liebe noch etwas verdeckte.

Das Gespräch Jesu mit Petrus in Johannes Kapitel 21:

  • 15 Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus:
        Simon, [Sohn] des Johannes, liebst du mich mehr als diese?
           Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.
        Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer!
  • 16 Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm:  
      Simon, [Sohn] des Johannes, liebst du mich?
        Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.
       Spricht er zu ihm: Hüte meine Schafe!
  • 17 Er spricht zum dritten Mal zu ihm:
       Simon, [Sohn] des Johannes, hast du mich lieb?
     Petrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?
     und sprach zu ihm: Herr, du weißt alles; du erkennst, dass ich dich lieb habe.
      Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe!

.18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du Jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.
19 Dies aber sagte er, um anzudeuten, mit welchem Tod er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach!

  • 20 Petrus wandte sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch bei dem Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte:
    Herr, wer ist es, der dich überliefert?
  • 21 Als nun Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was [soll] aber dieser?
  • 22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibe, bis ich komme;
    was geht es dich an? Folge du mir nach!

Petrus erkennt, dass Johannes eine andere, wohl weniger von menschlichem Eifer geprägte und daher tiefere Beziehung zu Jesus hatte. Er hat manches sicher bereut, doch so etwas wie Neid begann in ihm aufzukeimen. Und er will es wissen, kann Johannes etwas ganz besonderes erwarten, vieleicht, dass er die Wiederkunft Jesu noch erleben wird.
Gedanken wie, wer ist der Beste, wer verdient den höchsten Lohn, waren nicht ganz neu.

Jesus gibt eine etwas verschlüsselte Antwort in zwei Sätzen:
o Was geht es dich an? das ist für mich der Hinweis auf die künftige himmlische Perspektive.
o Folge du mir nach! das ist für mich der Hinweis auf die jetzige irdische Perspektive.

1.  Was geht es dich an?
Hiermit wird die Frage des Petrus zurückgewiesen. Dafür kennen auch wir viele
Gründe, Datenschutz oder ein Geheimnis, unsere Privatsphäre, wir wollen uns
oder andere nicht bloßstellen und vieles mehr.
Aber hier ist die Situation anders. Jesus hat Petrus 3 mal gefragt und auch 3
mal eine ehrliche, aber dafür etwas ausweichende Antwort bekommen. Jesus nimmt
diese Antwort an und belohnt sie mit der Bestätigung seines Auftrags an Petrus.
Das ist doch ermutigend: Wenn wir ehrlich sind, ist Jesus zufrieden mit dem,
was wir zu geben in der Lage sind.
Aber warum beantwortet Jesus nicht die Frage des Petrus? „Was soll aber
dieser?“

  • Diese Frage des Petrus („Was soll aber dieser?“) zeigt, dass Petrus noch mit seinem Versagen zu kämpfen hat, obwohl es Jesus ihm nicht nachträgt und es damit vergeben hat. Oft fällt es uns schwer, Vergebung anzunehmen, besonders dann wenn nicht alle Spuren unserer Schuld beseitigt werden können. Aber auch dann gilt die Vergebung Jesu unbeschränkt und wir müssen sie annehmen und uns selbst vergeben. Jesus beurteilt uns nicht irdisch, menschlich nach unseren Verdiensten und der Würde, die andere oder wir selbst uns zusprechen, er liebt uns und will uns in unsere Berufung hineinführen, die er für jeden vor Anfang der Welt bestimmt hat.
  • Jesu Antwort („Was geht es dich an“) bedeutet keine Zurückweisung des Petrus, sie ist vielmehr eine Befreiung davon, im Vergleich zu anderen bestehen zu müssen und wenn möglich, noch besser zu sein. Wir werden aufgerufen, uns ganz auf unsere Beziehung zu Jesus und unsere Berufung, die er für uns vorgesehen hat, zu konzentrieren und darin weiter zu wachsen. Es kommt dabei nicht darauf an, wie wir in der Welt oder auch bei Geschwistern anerkannt werden, sondern allein ob Jesus unser Leben mit allem Tun gefällt. Weil unser Leben den Geschwistern und auch den Menschen in der Welt dienen soll, dürfen wir wohl angesehen sein. Aber das ist nicht das Ziel, sondern dass durch unser Leben Jesus verherrlicht wird.

2.     Folge du mir nach! Mit dem „du“ spricht Jesus Petrus direkt an, das geht über den allgemeinen Ruf zur Nachfolge hinaus.  Viele Aufrufe im Wort Gottes zur Nächstenliebe und Nachfolge gelten zunächst allgemein für alle Nachfolger. Jeder kann daraus seinen persönlichen Aufruf zur Nachfolge erkennen. Darüber hinaus wird Petrus hier persönlich zur Nachfolge aufgerufen. Es ist hier noch nicht eine konkrete Berufung, sondern eine deutliche Ankündigung, dass Jesus etwas Bedeutsames mit Petrus vorhatte. Noch war der Heilige Geist nicht ausgeschüttet und daher war es noch ein Aufruf, bereit zu sein, bis die Berufung in den Dienst als Apostel starten konnte.

Diese letzten Verse des Johannes Evangeliums sehe ich als einen Aufruf oder ein Vermächnis, wie wir in die für uns geplante Berufung hineinwachsen sollen.

  • Grundlage ist, dass wir die Liebe Jesu zu uns erkennen und annehmen. Dann können wir uns selbst mit seiner Liebe überschütten lassen, so dass unser Herz brennt für ihn und alle, die er auch liebt.
  • Er spricht jeden persönlich an. Meine Neigungen und Begabungen können ein Hinweis sein, aber meine Berufung muss er mir deutlich machen.
  • Meine Berufung, mein Dienst ist Teil seines (übergeordneten) Planes. Geschwister können mir helfen, meine Berufung zu finden und in sie hineinzuwachsen. Aber er bestimmt es oder gibt sein „Ja“, bevor ich meinen Platz einnehmen kann. Gut gemeinte Dienste ohne Berufung können fruchtlos sein.
  • Das Wort Gottes kann mich meine persönliche Berufung erkennen lassen oder aber auch eine ganz persönliche Führung.

_______________________________

Besonders die Worte „Was geht es dich an“ haben mich beschäftigt und ich sehe. Sie gehen mich etwas an. Kommentare zu dem Thema sind ausdrücklich erwünscht: kiki23 = kingskid = Gerhard Tebbe

   Sende Artikel als PDF   

bei deinem Namen gerufen Jes 43,1

Jesaja war Prophet in einer Zeit, in der Israel untreu gegen seinen Gott war und ihn erzürnte. Das kommt im vorigen Vers, dem letzten in Kapitel 42 deutlich zum Ausdruck. 
42.25 „Da hat er die Glut seines Zornes und die Gewalt des Krieges über es ausgegossen.“
Aber im nächsten Kapitel zeigt Gott, dass die Zeit seines Zornes aufhören wird. Gott hat keine Freude am Zorn, sondern sein Wesen ist beständige unveränderliche Liebe, die an seinem Plan festhält, mit seiner Schöpfung und uns in eine unvorstellbare herrliche Gemeinschaft zu kommen

Die Worte aus Jesaja 43.1
                    „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein
sind ein deutlicher Hinweis auf Gottes Plan mit uns. Ein Plan zuerst mit dem Volk Israel, aber nachdem wir – die Nationen – durch Jesus in den edlen Ölbaum eingepfropft sind, auch für uns und für jeden Einzelnen, der nach seiner persönlichen Entscheidung für die Nachfolge Jesu dazu gehört.

Da im Urtext manche Wörter einen Bedeutungsumfang haben, der durch ein deutsches Wort nur eingeschränkt wiedergegeben werden kann, wird mit Hilfe der Internetseite bibelkommentare.de geprüft, mit welchen unterschiedlichen deutschen Worten Worte aus dem Urtext übersetzt werden. Die wichtigen Wörter des Urtexts haben eine sogenannte Strong Nummer. Man kann damit sehen, an welchen Bibelstellen die zugehörigen Worte verwendet und wie sie übersetzt werden. Die Statistik zeigt darüber hinaus, wie oft ein Wort des Urtextes mit den verschiedenen deutschen Worten übersetzt wird. Als deutsche Übersetzung wir die Elberfelder genommen.

Vers Jesaja 43.1 mit Strongnummern

Im Folgenden werden einige Worte dieses Verses betrachtet:

Wer spricht? „So spricht der Herr“ Das im Urtext verwendete Wort
„yehovah“ ist der Name Gottes
und nicht nur die Bezeichnung Gott „elohiym
oder sein Wesen „ich bin“ „hayah“.

Gott stellt sich mit seinem Namen, mit allem was ihn ausmacht, seiner Liebe, seinem Wort, seiner Gerechtigkeit aber auch mit seiner Eifersucht und seinem Zorn hinter dieser Zusage.

Das sollte jedem klar sein, der sich auf dieses Wort stellt oder es auch übersieht. Gott sucht die Begegnung mit uns, aber nicht nur in seiner Liebe, sondern mit seinem ganzen Wesen, auch mit seinem Zorn. Das sehen wir in den Berichten des alten Testaments, aber es gilt auch für uns im Neuen Bund.

Was sagt er über Jakob und auch über mich.  Drei Dinge
1.) Er hat mich geschaffen „bara“. Das ist was mich ausmacht, mein Leben mit meinen Veranlagungen, meine Bedürfnisse und mein Verlangen, mit meinem Schöpfer in Liebe verbunden zu sein. Diese Wesensmerkmale gehören zu mir unabhängig von meinem irdischen Körper, ich sage hierzu meine göttliche DNA.

2.) Er hat mich gebildet „yatsar“. Nach dem Gott diese Welt und das Umfeld geschaffen hatte, indem ich mich entfalten und bewähren soll, hat er meinen Körper geschaffen als Wohnung für meine göttliche DNA

3.) Er hat mich bei meinem Namen „shem“
gerufen „qara“:  Gott nimmt Kontakt mit mir auf, nachdem er vollendet hat, was mein Wesen, meine Bestimmung und alles, was dazu gehört, ausmacht. Mit dem Namen ist eine Aussage verbunden, es geht also in erster Linie nicht um einen angenehmen Klang. Ich denke, wir haben einen   Doppelnamen: Einen Namen den unsere Eltern uns geben und einen Namen den Gott uns gibt.
Als Gott uns mit diesem Namen gerufen hast, hat er uns auf dieser Welt ins Leben gerufen.
Das Wort für rufen ist ähnlich dem Wort für erschaffen. Beide Worte bestehen aus 3 Buchstaben, wobei sie sich nur im ersten Buchstaben unterscheiden:
erschaffen „bara“ – „qara“ rufen.

Vielsagend wichtig ist unser Name und er wird durch Sünde beschmutzt. Diese Beschmutzung wird durch die Vergebung mit dem Blut Jesu reingewaschen. Aber es bleiben Naben, die uns an die Gnade Jesu erinnern und die ein Zeugnis in der Welt sein können. Darum wird unser Name sogar einmal geändert wie geschrieben steht in
Offenbarung 2.17 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und, auf den Stein geschrieben, einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt.
Wann wird das geschehen? Ich denke am Ende unserer Weltzeit, wenn wir bewährt und bereit sind für die neue Erde und den neuen Himmel, wenn Satan und das Böse nicht mehr sind.
Wenn es das Böse nicht mehr gibt, brauchen wir die Naben, die der Kampf gegen das Böse hinterlassen hat, nicht mehr als Erinnerung an den Sieg, den wir durch Jesus errungen haben. Wir können uns dann ohne die Schatten des vergangenen Lebens dem Sein in der Gegenwart Jesu hingeben. So verstehe ich den weißen Stein, der mit nichts beschrieben wird als mit dem von Gott gegebenen neuen Namen, der für unser Sein in der Gegenwart und Herrlichkeit Gottes steht.

Der Name des Stammvaters Jakob steht für das Volk Israel, für jeden Einzelnen,
aber auch für uns gläubige Christen.
Und die Zusage Gottes geschieht nicht aus einer momentanen guten Laune, sie gilt seit Beginn der Schöpfung Gottes, wie es klar gesagt wird in
Epheser 1.4 „wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe

Auserwählt vor Grundlegung der Welt:  Das zeigt die Schöpfungsordnung Gottes: Zunächst will er Menschen schaffen, die vor ihm heilig und die in einer Liebesbeziehung zu ihm leben sollen. Wir bekommen die Eigenschaften, heilig zu sein und nur von Liebe bewegt zu werden. Diese Ureigenschaften sind unsere göttliche DNA, aber sie sind noch nicht ausgereift und brauchen einen Lebensraum, in dem sie sich entfalten und bewähren können. Um Bewährung generieren zu können, muss der Lebensraum vollkommene Freiheit bieten, auch die Freiheit, vom Ziel abzuweichen.

Passend für den Menschen, der einen Lebensraum brauchen wird, entsteht die Schöpfung.
1.Mose .1.1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
Die Schöpfung hat einen Anfang, für sie gilt die uns bekannte  Zeitrechnung und sie wird ein Ende haben. Diese Zeit wird Ewigkeit oder Äon genannt. Ihr Ende setzt Gott fest mit einer neuen Erde und einem neuen Himmel.

Offenbarung 21.1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Auf diese neue Erde kommt das neue Jerusalem (mit der Braut des Lammes). Wer hineinkommt und wer nicht lesen wir in
Offenbarung 21.27 Und alles Gemeine wird nicht in sie hineinkommen, noch [derjenige], der Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.

Gott hat also eine Auswahl vor Grundlegung der Welt getroffen. Ich verstehe das so:
Gott nennt sich bei Mose „Ich bin“. Das bedeutet er ist immer, er hat keinen Anfang und kein Ende. Anfang und Ende unserer Weltzeit gelten für ihn nicht, er hat immer beides im Blick und so sieht er auch das Leben jedes Menschen und sieht sein Leben von Anfang bis Ende schon vor Grundlegung der Welt. Er sieht also sofort, ob ein Mensch so leben wird, dass er ihn ins Buch des Lebens schreiben kann.

Die Anderen kommen in das Endgericht. Und auf der neuen Erde wird auch von Nationen berichtet und einem Strom des Lebens vom Thron Gottes.
Offenbarung 22.1 Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes.
Offenbarung 22.2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, [war der] Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes [sind] zur Heilung der Nationen.

Wer diese Menschen der Nationen sind sind ist mir unklar und ich möchte nicht spekulieren.
Aber wir wollen unser Leben mit Jesus so gestalten, dass wir ins Buch des Lebens eingetragen werden und im neuen Jerusalem sind am Thron Gottes und des Lammes .


   Sende Artikel als PDF   

tut alles zur Ehre Gottes_1Kor_10_31

1.Korinther 10.31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.

Was bedeutet „Ehre“? Im Internet findet man bei Google:

Der Begriff Ehre hat seinen Ursprung im Griechischen,

  • gemeint sind damit der gute Ruf im Sinne von Tugend (eudoxia) und
  • die gesellschaftliche Anerkennung und Ehrung (timé).
  • Ehre kann aber gleichzeitig die so genannte äußere Ehre meinen,
        die Anerkennung, die Würdigung von Seiten anderer, die Reputation. «

Ehre hat etwas mit guten positiven Beziehungen zu tun. Zu positiven Beziehungen gehören:

  • Danken: Dank aussprechen, Dank empfangen
  • Loben. Lob aussprechen Lob empfangen.
  • Lieben (von Herzen):  Diese Liebe ausdrücken in Worten und Taten.
                                           Diese Liebe von Herzen annehmen und erwidern
  • Ehren. Ehren zeigt sich in meinem respektvollen Verhalten zu meinem Gegenüber
                                           und in meinem Einsatz für die Absichten meines Gegenübers.
                       Das alles, wenn mein Gegenüber dafür würdig ist
                       und wenn mein Gegenüber mich einer Beziehung für würdig hält.

Ich möchte mich hier mit der Beziehung Ehren, die heute etwas in den Hintergrund gerückt ist, befassen. Was sagt mir der Vers 1.Korinther 10.31 Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut,

  1. tut alles zur Ehre Gottes:  Wir sind berufen Gott zu ehren.
    Der Schöpfer des Universums, der Schöpfer allen Lebens uns eingeschlossen,
    der König aller Könige, der Herr der Engel und himmlischen Heere,
    lässt uns in seinem ewig gültigen Wort verkündigen, dass er uns beruft,
    eine immer tiefer werdende Beziehung mit ihm zu pflegen,
    die von einer Atmosphäre der Ehrerbietung getragen wird.
    In dieser Atmosphäre werden sich die verschiedensten Gaben entfalten,
    wie Lobpreis, Anbetung und Gaben, die wir jetzt vielleicht erahnen können und die sich in seiner Gegenwart bilden werden.
  2. tut alles zur Ehre Gottes: Wir dürfen erkennen, was die Ehre Gottes ausmacht.
    Man könnte meinen, dass es nur besondere Dinge sind, die Gott ehren: Viel Gebet, verschiedene Opfer, Werke der Nächstenliebe und Vieles mehr. Nur das, was uns viel kostet, ist etwas wert und kann Gott ehren. Aber den meisten wird wohl klar sein, dass Gott nicht zuerst auf den Preis sieht, den wir uns die Ehre Gottes kosten lassen. Gott hat für uns die ganze Schöpfung mit ihrem Reichtum und ihren Herausforderungen geschaffen und uns anvertraut. Wir sollen sie uns zu Nutze machen und uns daran freuen. Diese Dinge allein haben keinen speziellen Wert für Gott. Wir geben den Dingen ihren Wert, durch den Nutzen, mit dem sie unser Leben verschönern, durch die Kostbarkeit, die wir in ihnen sehen, durch die Freude, die sie uns machen oder die Zeit, über die wir zu unserem Vergnügen frei verfügen können. Alles, was uns etwas wert ist, bereichert auch unser Leben.
    Aber Gott hat uns nicht nur Dinge in unserem Leben anvertraut, sondern auch Beziehungen zu anderen Menschen. Und diese Beziehungen werden nicht nur durch Emotionen und Abhängigkeiten bestimmt, sondern besonders auch durch den Austausch der Dinge, die uns etwas wert sind.
    Im Schöpfungsbericht wird uns berichtet, dass bei allem, was Gott geschaffen hatte, er sagte, dass es gut ist. Wir erkennen das nicht immer und doch bleibt es wahr, denn alles trägt seine „Handschrift“ und zeugt von seiner Weisheit.
    Die geschaffenen Dinge hatten nicht die Freiheit, sich in etwas Ungutes Böses zu verwandeln.
    Die geschaffenen Dinge sind den Naturgesetzen unterworfen und erhalten dadurch ihren besonderen Reiz. Aber sie sind auch äußeren Eingriffen, wie des Menschen unterworfen und haben dabei nicht die Macht, ihren Missbrauch zu verhindern.
    Auch die Beziehungen waren am Anfang nur gut, denn es gab keine Scham. Aber die Beziehungen sind waren einfach den Naturgesetzen unterworfen, sondern sie hatten Freiheit sich zu entscheiden, wie sie sich in Gottes Schöpfung einbringen wollten.
    Der Freiheitsraum war das Paradies und die Beziehung war auf ihren Schöpfer ausgerichtet.
    Wie das Paradies als ein Ort mit einer Begrenzung beschrieben wird, so gab es auch für die Beziehung eine Grenze, nämlich das Gebot nicht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Und der Versuchung diese Grenze zu missachten, konnten sie (Adam und Eva) nicht widerstehen. So kam es zur ersten Sünde mit dem Ergebnis, dass wir bis heute in einer gefallenen Welt leben.
    Aber Gott ist derselbe geblieben er ist vollkommen geblieben und alles was ihn ausmacht und was er tut kann nur geehrt werden. Und alle nicht gefallenen Wesen im Himmel sind voll seiner Ehre. Auch für uns Menschen der gefallenen Welt, hat Gott einen Weg vorbereitet, aus der Trennung von ihm wieder einen Zugang zu ihm zu finden. Das ist der Heilsweg, der besiegelt wurde als Jesus am Kreuz sprach: „Es ist vollbracht“ Noch leben wir in der Zeit, in der die Umsetzung dessen, was am Kreuz vollbracht wurde, sichtbar wird. Beim Tod Jesu ist der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel zerrissen, wir haben wieder Zugang zum Allerheiligsten und wir haben einen neuen Geist und können ihm mit allem, was wir tun, die Ehre geben.
  3. tut alles zur Ehre Gottes: Alles, was wir tun soll mit der Ehre Gottes übereinstimmen, das ist das Ziel.
    Ein Gedanke, der die Verwirklichung dieser Aussage gut wiedergibt kommt in einem alten Lied Vers gut zum Ausdruck:
         „Nimm ein, nimm ein das gute Land, das Gott dir gibt
          und lass dein Leben vor ihm sein so angenehm, dass der Herr sich dran freut.“
    Wenn wir, alles was Gott uns anvertrauen will auch in dem Bewusstsein annehmen und einsetzen, dass wir es von ihm haben, dann ehren wir ihn den Geber aller guter Gaben.
    Dazu der Vers aus  Jakobus 1.17
        Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab,
       von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.
    Wenn wir in dieser inneren Haltung leben, ehren wir Gott.
    Was nicht gut ist, sind Dinge, die vom Satan verfälscht oder missbräuchlich eingesetzt werden. Dagegen müssen wir uns entschieden wehren.
  4. tut alles zur Ehre Gottes: Was in unserem Leben stimmt noch nicht mit der Ehre Gottes überein.
    Zunächst sind wir für die Dinge in unserem eigenen Leben verantwortlich.
    Dazu gehört unser Körper und unsere Gedanken, die unsere Gefühle, und unsere Entscheidungen beeinflussen und damit auch unser Auftreten, Reden und Handeln bestimmen. Jeder muss das womit er seine Zeit gestaltet selbst überprüfen. Verwende ich diese Dinge so, wie sie Gott gedacht hat? Denn alles was Gott geschaffen und mir anvertraut hat, weist auf ihn hin. So soll auch mein Umgang mit den Dingen ein Zeugnis dafür sein. Wenn aber mein Umgang mit den Dingen dazu dient, mich in den Vordergrund zu stellen oder groß zu machen, dann ehre ich nicht Gott, sondern mich selbst. Es ist nicht falsch Lob oder auch Ehre von anderen anzunehmen. Ich kann Gott dafür danken und so ihn ehren. Aber ich darf nicht abhängig vom Lob oder der Ehre anderer Menschen abhängig zu sein, dann wird mein Verhalten zum Götzendienst. Jeder prüfe sich selbst im Angesicht Gottes und lasse es zu, dass er dadurch korrigiert und seine Beziehung zu ihm vertieft wird.
  5. tut alles zur Ehre Gottes: Was in unserem Verantwortungsbereich stimmt nicht mit der Ehre Gottes überein.
    Unsere Verantwortung geht über unser eigenes Leben hinaus zu unseren menschlichen Beziehungen in unserer Familie, unserer Gemeinde, unseren Glaubensgeschwistern nah und fern, unseren Medien, unserer Stadt, unserem Land, unserer Regierung, die wir mitgewählt haben und, und. Überall, wo wir in irgendeiner Weise Einfluss nehmen können, haben wir eine Mitverantwortung. Wie nehmen wir diese Verantwortung wahr und wem geben wir damit die Ehre?
    Gibt unser Handeln dem Zeitgeist und damit Satan die Ehre oder geben wir Gott die Ehre? Ich will hier einige Dinge aufführen, die mir immer wieder auffallen.
  6. Corona Pandemie: Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir in Deutschland im Wesentlichen sichere und planbare Lebensbedingungen haben, die dazu durch unser Sozialsystem abgefedert werden. Den Meisten geht es gut und wenn etwas gegen die Regeln verstößt, empören wir uns und fordern Abhilfe.
    Aber letztes Jahr ist die Corona-Pandemie auch nach Deutschland gekommen. Die Regeln konnten nicht mehr überall eingehalten werden und Vieles wurde gestoppt oder eingeschränkt. Die sonst wichtigen Nachrichten traten in den Hintergrund und in den Vordergrund trat alles, was irgendwie mit Corona zu tun hatte. Die persönliche Sicherheit war bei sehr vielen bedroht oder war gar verloren. Es wurde diskutiert, wie es weiter gehen soll und es wurde spekuliert, so dass diverse Verschwörungstheorien in Umlauf kamen. Dies ist eine Situation, die vernünftiges Denken immer mehr ausschließen kann und damit zu Ängsten führt, die so unbestimmt sind, dass man keine Ausstiegsstrategie daraus findet.
    Wenn ich mich in diese Richtung bewege, wird es Zeit mich zu fragen, was bestimmt mein Denken, was beeinflusst mein Handeln? Ist da eine Korrektur, eine Umbesinnung nötig?
    Da ist es hilfreich mein Handeln und Tun daran zu prüfen, ob ich es zur Ehre Gottes tue. Zum Beispiel was Gott nicht ehrt:
     o  Mich zu viel mit schlechten Nachrichten beschäftigen,
         statt die Situation im Gebet zu bewegen.
     o  Schlechte Nachrichten unnötig weitergeben, das ehrt den Verursacher Satan.
    Es ehrt Gott, ihn im Gebet zu fragen, was er mit der Situation bewirken will und mich dafür einzusetzen
  7. Perlen vor die Säue werfen: Das Wort Gottes ist ewige Wahrheit, die alle Menschen erfahren sollen. Aber das Wort ist auch Same und weil es so wertvoll ist auch eine Perle.  Sieh Matthäus 7.6
    „Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.“
    Weil das Wort so wertvoll ist, dürfen wir es nicht unbedacht weitergeben.
    Es geht nicht darum, dass ich mein gutes Bibelwissen demonstriere.
    Es geht auch nicht darum, dass ich mich nicht scheue, es auch dort weiterzugeben, wo es verspottet wird. Das hilft niemanden und ehrt Gott auch nicht.
    Jesus hat zu denen gesprochen, die offen waren, weil sie zu ihm kamen oder in einer Not waren.
    Wir müssen uns vom Geist zeigen lassen wer offen ist oder wen er jetzt durch das Wort erreichen und bewegen kann.

Das Wort ist Samen. Der Samen kann einzeln gezielt in die Erde gelegt werden einer Person.
Oder er kann über eine vorbereitete Fläche an viele ausgesät werden.

Diese Gedanken können nur eine Anregung sein, darüber nach zu sinnen wie wir es jederzeit umsetzen tut alles zur Ehre Gottes

 Anregungen, Korrekturen und Ergänzungen zum Thema sind erwünscht.

   Sende Artikel als PDF   

Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe 1.Mose4.3

Mit dem Begriff Opfer haben wir Christen persönlich und auch in den Gemeinden ein, wie ich empfinde, oft problematisches Verhältnis. Da gibt es immer wieder Diskussionen über den Zehnten und bei den Sammlungen in der Gemeinde geht es weniger um die Verwendung des „Opfers“ als vielmehr, die biblische Begründung.

Das ist eigentlich gut und meist auch biblische Lehre. Aber wenn dieser Teil der Lehre mehr als jedes andere Lehrthema aufgegriffen wird, stellt sich die Frage, warum ist das so?

Da ich nicht in eine Gemeindeleitung integriert bin, steht mir eigentlich keine Antwort zu. Doch es könnte ein Zeichen von mangelndem Vertrauen sein. Ich möchte hier keine Urteile niederschreiben, sondern nur zu Nachdenken und Überprüfen der eigenen Motivation anregen. Weiterlesen

So soll euer Licht leuchten vor den Menschen Matthaeus 5.16 – gerade in der Corona-Krise

Mich beschäftigen in der letzten Zeit besonders zwei Bibelverse, nicht nur aber auch in der Corona Krise:

Matthaeus 5.16 So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

Johannes 13.35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

Wissen wir – damit meine ich alle, die diese Verse bewegen – dass wir in Jesus Licht haben nicht nur für uns sondern für die Welt. Leiden wir mit Jesus an der Not und Verlorenheit der Welt? Und Jesus leidet nicht in erster Linie an der Corna Panik in der Welt, sondern an der mehr und mehr umsichgreifenden Gottlosigkeit, daran dass die Menschen ohne Seine Vergebung verloren sind.
Corona kann uns wachrütteln, dass wir weiter als auf Angst und Gefahr durch den Virus auf die Verlorenheit der Menschen schauen.
Es ist gut, wenn der Virus auch durch unser Gebet besiegt wird.
Aber was hilft es gegen die Verlorenheit der Menschen?
Die körperliche Unversehrtheit ist nicht das Ziel des Lebens.
Dazu
Matthäus: 5.29 Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.

Wir sollen Licht sein, das heißt, Jesus soll in uns wohnen. Und wenn er in uns wohnt, dann sehen wir auch die Verlorenheit der Menschen und fragen Jesus, wie er uns einsetzen will.
Und er will uns so einsetzen, dass unsere Liebe und die daraus erwachsenen Zeichen und Werke, die Menschen erstaunen lassen und für sie unerwartete Hilfen bewirken. Sie sollen erkennen, dass das, was wir bewirken, nicht aus eigener Kraft und Weisheit geschehen kann, sondern nur aus der tiefen Verbindung zu unserem Herrn.
Und sie werden mehr als sie jetzt für die klatschen, die sich jetzt in der Corona Krise für ihre Nächsten einsetzen,
den Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

Noch ist es nicht soweit, was fehlt noch?
Es fehlt vor allen Dingen an der Liebe untereinander – ohne Ansehen der Denominationen, wie es in Johannes 13.35 beschrieben und mehr auch prophezeit wird.

Noch ist es nicht soweit, aber wir sollen und ich hoffe wir wollen auch an den obigen Versen als dem Ziel festhalten, das zu erreichen, wir uns mit vollem Einsatz ersehnen,
Und ich denke, dass die vielen Gebetsiniativen und Gebetshäuser uns – sein Volk – darauf vorbereiten,
dass dieser Herzenswunsch Jesu mit unserer vollen Hingabe real und für alle sichtbar werden wird.

An dieser Hoffnung will ich festhalten, bis ich sehe, daß es geschieht.

   Sende Artikel als PDF   

Der Herr, der Frieden wirkt und Unheil schafft – Jes 45,7

Wie kann Gott das zulassen? Dies ist eine Frage, die viele Menschen und auch Gläubige bewegt. Man denkt dabei an persönliche Schicksalsschläge, oder aber auch an ein Unheil, das z.B. ohne Selbstbeteiligung Kindern ihre Eltern nimmt. Viele Ereignisse werfen diese Frage auf: Warum dies Unheil?

Welcher Einstellung zu Gott bewegt mich zu der Frage, warum Gott Leid und Unheil zulässt.

  • Antwort I) Einen Gott, der Leid zulässt, gibt es für mich nicht.
    Ich habe ein eigenes Bild, wie Gott sein müsste damit ich an ihn glauben könnte.
  • Antwort II) Ich glaube an Gott, seine Liebe, seine Gerechtigkeit, seine Macht und seine für mich unfassbare Größe und Herrlichkeit.
    Weil Gott soviel größer ist wie ich, kann ich ihn nicht fassen
    und manches wie das Leid nicht verstehen.

Die beiden Antworten I und II zeigen Menschen, die schon eine Antwort und damit ein Gottesbild haben. Dieses Gottesbild kann starr sein oder aber auch offen für neue Erkenntnisse. Nur wer offen für neue Erkenntnisse ist, ist lernfähig und damit bereit, Irrtümer zu erkennen und zu überwinden.

Das Thema „Der Herr, der Frieden wirkt und Unheil schafft“ klingt sehr provokativ. Ein normaler friedlich veranlagter Mensch kann das nicht als eine gute göttliche Eigenschaft verstehen. Wenn wir das aber verstehen wollen, müssen wir unseren normalen Blickwinkel verändern. Dann wird sich auch unsere Fragestellung ändern. Ich möchte verschiedene Blickwinkel betrachten.

  1. Ich entscheide, was ich glauben will. Glaube fordert eine Entscheidung, ob und wie ich das, was ich erkannt habe, auch umsetze.
    Wenn ich mich aber entscheide, nur das zu glauben, was ich erklären oder verstehen kann, dann begrenze ich Gott und mache ihn zu einer netten menschlichen Idee, die in meine Vorstellungen passt. EINE SOLCHE Gottesvorstellung kann mir nicht helfen, weil ich nicht an einen lebendigen Gott glaube.
  2. Ich suche die Wahrheit. Wohl kein Mensch lebt nur aus dem Augenblick nur mit den Dingen, die er gerade findet und die sich ihm anbieten. Jeder Mensch hat verschiedenen Fähigkeiten und Wünsche. Diese Wünsche möchte er erreichen oder erfüllt sehen. Und wenn er etwas erreicht hat, ist er meist nicht am Ziel und zufrieden, sondern es erwachsen neue Wünsche. Es können materielle Wünsche sein, aber auch soziale und emotionale Beziehungen sein. Aber letztlich geht es um die Bestätigung und Erfüllung eines  tief im Inneren angelegten Verlangens in innerem Frieden zu leben. Das kann nur geschehen, wenn ich in Harmonie mit meinen wirklichen Bedürfnissen, mit meinen Mitmenschen, mit meinem Lebensraum und Gott lebe. Um das zu erreichen, muss ich die Dinge erkennen, wie sie sind, das heißt nach der sie bestimmenden Wahrheit suchen.
    Solange ich nicht weiß, wo die Wahrheit zu finden ist, suche ich in immer verschiedenen Bereichen.
    Wenn ich überzeugt bin, erkannt zu haben, wo die Wahrheit ist, konzentriere ich meine Suche auf diesen Bereich. Für den Christen ist das Wort Gottes dieser Bereich.
  3. Für mich ist das Wort Gottes die Wahrheit. Das wird in der Bibel klar bezeugt:
       Johannes 14.6
       Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
       Niemand kommt zum Vater als nur durch mich
    .
    Dies ist eine zentrale Aussage, die meine innerste Überzeugung sein muss. Jesus ist die Wahrheit, aber die Wahrheit ist so tief, dass ich sie nur unvollkommen bruchstückhaft erfassen kann. Wenn ich im Bewusstsein meiner Unvollkommenheit etwas in der Bibel lese, das ich nicht verstehe oder zunächst für unmöglich halte, dann suche ich und frage Jesus nach Erkenntnis, aber ich gebe dem Zweifel keinen Raum, auch wenn die Erkenntnis mir nicht gleich gegeben wird. Und auch jede Erkenntnis, die mir geschenkt wird, ist nur ein Stück der Wahrheit, das so vielleicht nur für mich oder den Augenblick gilt. Denn Jesus ist auch das Leben und das Leben entwickelt sich und das kann auch meine Erkenntnisse betreffen.
    Weil das Wort Gottes die Wahrheit ist,
    bin ich bemüht immer mehr in der

    Erkenntnis der Wahrheit zu wachsen.

Auf diesem Hintergrund beschäftige ich mich auch mit dem Wort:
 Der Herr, der Frieden wirkt und Unheil schafft.

Ich zweifle nicht, dass diese Worte Wahrheit über Gott ausdrücken, aber ich versuche der Wahrheit dieser Worte über Gott näher zu kommen.

Gott zeigt sich uns als Schöpfer und als Vater. Beides kommt hier etwas ungewohnt zum Ausdruck.

  1. Schöpfer:  Als Schöpfer entsteht etwas nur durch sein Wort. Dabei gibt es zwei Stufen:
    1.1.) Etwas in einem Prozess aus dem Nichts erschaffen.
      1.Mose 1.3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
       1. Mose 1,27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild,
    im Bild Gottes schuf er ihn
     1.2.) Mit dem Geschaffenen etwas bilden oder bewirken.
       So heißt es im Einzelnen auch: 1. Mo 2,7
    Und Gott der HERR bildete den Menschen, Staub vom Erdboden,
    und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens;
  2. Vater: Als Vater liebt er den Menschen, sucht eine Beziehung zu ihm und entsprechend der entstandenen Beziehung wirkt er auf die Lebensumstände helfend oder auch korrigierend ein.   Im alten Testament wird Gott viel weniger als Vater bezeichnet wie im neuen Testament [Ps 89,27] Er wird mir zurufen: Mein Vater (Strong H1 – ab)  bist du, mein Gott (Strong H410 – el) und der Fels meiner Rettung! [1. Joh 3,1]
    Seht, welch eine Liebe (ἀγάπη – agape ) uns der Vater (πατήρ – pater) gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es.
    Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
     

In dem Vers „Der Herr, der Frieden wirkt und Unheil schafft“ (Jes 45,7)  begegnet Gott uns als Schöpfer.
Für Unheil steht das hebräische Wort „Strong H7451 ra„  Das gleiche Wort für Unheil wird in 1.Mose 2,9  mit Böse übersetzt.

Und Gott der HERR ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten H2896 und Bösen H7451.

Vorher wird in Vers 6 berichtet wie Gott den Menschen schuf.
Erst danach pflanzte er für den Menschen das Paradies (Garten Eden). Das betont die Bedeutung des Menschen, das Paradies wird auf den Menschen abgestimmt und nicht umgekehrt. Was da im Paradies angebaut wurde wird nur allgemein beschrieben. Nur zwei Bäume in der Mitte des Gartens werden besonders erwähnt. Insbesondere der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen bekommt eine besondere Bedeutung.

Im ganzen Schöpfungsbericht wird betont, dass alles, was Gott schuf gut war und es gab keinen anderen Schöpfer und damit nichts böses, das jemand anderes in die Schöpfung hätte einschmuggeln können. Und doch, da es ja nichts gab, das nicht von Gott geschaffen war, war das Böse in der Schöpfung mit angelegt worden. Das Böse war nicht direkt als Böses geschaffen, aber es war angelegt als Abgrenzung des Guten. Da zum Guten des Menschen in der irdischen Welt und der Engel bzw. Wesen in der unsichtbaren Welt auch die Freiheit gehört, zeigt sich die Abgrenzung des Guten in Versuchungen. Der Baum der Erkenntnis steht für diese Abgrenzung des Guten und die Versuchung.

Adam und Eva lebten zunächst im Paradies und wussten zunächst nicht, dass alles, was ihr Leben ausmachte gut war. Alles war wie es war, sie waren optimal versorgt, sie konnten nehmen, was sich ihnen anbot, es gab keine offenen Wünsche. Und sie hatten ein offenes unbelastetes von Liebe getragenes Verhältnis zu ihrem Schöpfer. Es war einfach paradiesisch.

So gab es zunächst keinen Grund vom Baum der Erkenntnis zu essen und die Abgrenzung des Guten zu überschreiten.
Das war anders bei der Schlange, ich sehe darin Satan als gefallenen Engel aus der unsichtbaren Welt. Da er auch geschaffen war und damit gut war, gab es für ihn auch eine Abgrenzung des Guten, eine Versuchung. Er ist dieser Versuchung erlegen und gefallen. Es heißt, dass die Schlange besonders listig war. Das ist eine ins Böse mutierte  Eigenschaft eines gefallenen Wesens. Die gute Seite dieser Eigenschaft könnte Neugierde, Kreativität und Hingabe sein. Satan war ein besonders ausgestattetes Wesen. Aber Satan war gefallen und hatte die List als eine ins Böse mutierte Eigenschaft. Dieser List konnten Eva und Adam nicht widerstehen und sind auch gefallen. Sie sind nicht physisch gestorben, aber geistlich indem ihre unbelastete Beziehung zu ihrem Schöpfer verloren gegangen ist.

Vor dem Sündenfall kam das Böse im Leben nicht vor, daher war alles Tun gut, ohne sich dafür entscheiden zu müssen.  Sie waren frei, aber es gab in ihrem Lebensumfeld keinen Anlass ihre Freiheit durch Überschreiten der Grenze zu auszunutzen. Daher konnte Zweifel an ihrem Lebensumfeld nur von aussen kommen. Und das Angebot Satans, das sie versuchen konnte, ihre Freiheit auszunutzen, war sehr hoch, es war das Einzige, was sie nicht hatten, Sein wie Gott und Gutes und Böses zu unterscheiden.
Nach dem Sündenfall hatten sie zwar eine Eigenschaft wie Gott, Gutes und Böses zu unterscheiden – eben das Gewissen, aber das Wesentliche hatten sie nicht, die göttliche Liebe, dazu hatten sie keinen eigenen Zugang mehr.

Ein erster Versuch, das Böse zu definieren.

  1. Das Böse gibt es. weil es das Geschaffene Gute gibt.  
    Es ist wie der Schatten, den es nur gibt, wo es auch das Licht gibt.
    Ich muss mich entscheiden, will ich im Licht oder im Schatten leben.
    Ich entscheide, wie ich die geschaffenen Dinge nutze,
    zum Guten oder zum Bösen.
  2. Das Böse kann ich nur erkennen,
    wenn ich das Gute kenne.
  3. Das Böse geschieht dann, wenn ich die Abgrenzung,
    die das Gute umschließt überschreite.
  4. Ich lebe im Bösen, wenn ich die Abgrenzung, die das Gute umschließt,
    nicht kenne und nicht bestrebt bin, sie zu erreichen und zum Guten hin zu überschreiten.
  5. Jeder hat eine Ahnung vom Bösen, weil er ein Gewissen hat,
    auch dann wenn es abgestumpft ist oder ignoriert wird.

Das ursprünglich „Gute“ ist das absolute Vertrauen zu Gott und die ungestörte Gemeinschaft mit ihm, mit ihm Eins sein.

——— schaffen im Vergleich zu bilden oder machen ———————–

Jesaja 45.5 Ich bin der HERR und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott. Ich gürte dich, ohne dass du mich erkannt hast,
45.6 damit man erkennt vom Aufgang der Sonne
und von [ihrem] Untergang her, dass es außer mir gar keinen gibt.
Ich bin der HERR – und sonst keiner -,
45.7 der ich das Licht bilde H3335 und die Finsternis schaffe H1254,
den Frieden mache H6213 und das Unheil schaffe H1254.
Ich, der HERR, bin es, der das alles wirkt.

1.Mose 1,1 Im Anfang schuf H1254 Gott die Himmel und die Erde

Für das Schaffen von Finsternis, dem Bösen oder Unheil wird im Urtext das selbe Wort verwendet wie bei „Im Anfang schuf Gott die Himmel …“
Das Böse ist also auch ein Ergebnis des Schöpfungsakts, weil es der Mißbrauch des Guten ist. Das Schaffen steht am Anfang, aus dem Geschaffenen kann etwas werden z.B. Licht oder Frieden im Zusammenleben.

Das Böse ist durch die Versuchung in die Welt gekommen. Der Mensch musste das Böse kennen lernen, um es so hassen zu lernen, dass es in der Ewigkeit bei Gott keine Versuchung mehr sein kann. Die Versuchung hat uns in tiefe Schuld vor Gott gebracht. Um Befreiung von der Schuld erlangen zu können, ist Jesus für uns am Kreuz gestorben Je mehr un tefer wir unsere Schuld erkennen und Vergebung erlangen, desto näher kommen wir Jesus und dem Vater und desto mehr werden wir in seinem Licht die Schuld und Sünde hassen.
Dazu musste der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse dienen.
Danach können wir auch vom Baum des Lebens ewiges Leben erlangen im Eins Sein mit dem Sohn und dem Vater.

—— Bibelstellen ———-

Strong H1254 – בÖÖרÖא – bara‘ schuf, geschaffen, gewirkt,
(54 Vorkommen)
Strong H3335 – יÖצÖר – jazar bildet, Töpfer, macht, entworfen
(10 Vorkommen)
Strong H6213 machte, trug (Früchte)
(2615 Vorkommen)
Strong H2896 – tob               gut   schön  Wohlergehen  Glück  besser
Strong H7451 – ra`       das Böse,  Unglück, Bosheit,  üble (Nachrede) 
Strong H1 ab
Strong H410 el





[1. Mo 2,9] Und Gott der HERR ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gutH2896 zur Speise; und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten H2896 und Bösen H7451.

[1. Mo 6,5] Und der HERR sah, dass die BosheitH7451 des Menschen groß war auf der Erde, und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böseH7451 den ganzen Tag.

   Sende Artikel als PDF   

Ist Glaube noch aktuell?

Das Wort „Glaube“ oder die Aussage „ich glaube“ wird sehr unterschiedlich verstanden. Ich deute drei Verständnisweisen an, die unser Leben kaum, etwas mehr oder aber entscheidend beeinflussen können. Ich möchte dazu animieren, zu checken, wie Glaube Dein Leben beeinflusst.

  1. Glaube eine Annahme im alltäglichen Bereich
    Ich bin nicht sicher, dass das, was ich sage, auch stimmt..
    Wenn ich ein bestimmtes Ziel erreichen will und den Weg noch nicht kenne, lass ich mir den Weg beschreiben. Ich nehme dann an der nächsten Abzweigung eine bestimmte Richtung, weil ich glaube, dass die Wegbeschreibung stimmt.
    Wenn ich ein zweites Mal, den selben Weg gehe, dann glaube ich nicht mehr, wie es an der Abzweigung weitergeht, dann weiß ich es.
  2. Glaube eine unbestimmte Vorstellung bei „unsichtbaren Dingen“:
    Ich bin überzeugt, dass es einen unsichtbaren Bereich und eine höheres Wesen gibt. Es gibt aber keinen wissenschaftlichen Beweis, darum hat es nur eine begrenzte Bedeutung für mich.
    Religion, das sind Rituale, die einen guten Einfluss haben können, aber die immer wieder zu unheilvollen Auseinandersetzungen geführt haben.
  3. Glaube eine innere Gewissheit  bei „unsichtbaren Dingen“ .
    Ich zweifle nicht; dass es Gott gibt, dass er mein Schöpfer ist und ich ihn meinen Vater nennen darf, weil er eine Liebesbeziehung zu mir hat. Ich muss mir das nicht einreden, es ist eine innere Gewissheit. Diese Gewissheit ist niemandem angeboren. Aufbauend auf einem Anfangsvertrauen muss sie durch Vertrauensschritte geschult werden. Und jeder Vertrauensschritt wird belohnt durch mehr Glauben.

Glaube gehört zu unserem Alltag.
Alle Dinge, die wir täglich tun, können wir nur beginnen, weil wir sicher sind, dass die Dinge so funktionieren wie wir es kennen. Wir gehen, davon aus, dass die Naturgesetze unveränderlich sind. Aber das was wir als Naturgesetze bezeichnen, ist nur das Ergebnis von Beobachtungen, wie sich die Dinge verhalten. Wenn jemand beobachtet, dass sich etwas anders verhält, als es einem definierten Naturgesetzen entspricht, dann wäre dies Naturgesetz ungültig und müsste neu definiert werden. Die Relativitätstheorie ist ein Beispiel, wo alte Vorstellungen neu definiert werden mussten.

Aber die Naturgesetze, mit denen wir täglich zu tun haben, sind seit Menschengedenken unveränderlich wirksam.
Darum ist es ein für uns unumstößlicher Glaube, dass die Naturgesetze immer verlässlich sind.
Es ist uns meist nicht bewusst, dass unser irdisches Leben nur funktioniert, weil wir diesen Glauben an die Verlässlichkeit der Naturgesetze haben. Es ist z.B. unvorstellbar, wenn sich die Schwerkraft immer wieder ändern würde.

Wir kennen die Naturgesetze, damit hat niemand ein Problem, wir nützen sie täglich. Aber die schon bei Kindern beliebteste Frage: „Warum ist das so“, können wir nicht beantworten.

  • Es ist so, es war so und es bleibt so. Eine Antwort ist das nicht, es ist Glaube aus Erfahrung und Beobachtung der Naturgesetze.

Der Glaube an die Naturgesetze zeigt, dass der sichtbare alltägliche Bereich bewusst oder unbewusst mit dem unsichtbaren Bereich verbunden ist. Trotzdem wissen viele nicht oder bezweifeln, dass es Gott und den unsichtbaren Bereich geben muss.

  • Es gibt Gott, Gott war und Gott bleibt in Ewigkeit. Anders lässt sich die Welt und das Leben nicht erklären

Das Sichtbare ist aus dem Unsichtbaren hervorgegangen. Trotzdem, weil wir im Sichtbaren leben, können wir mit unseren wissenschaftlichen Möglichkeiten das Unsichtbare nicht erfassen, um es zu beweisen. Das Warum können wir hier nicht selbst beantworten, wir können nur glauben. Aber mit der Bibel hat Gott uns ein Hilfsmittel gegeben. Es ist ein Zeugnis über die Schöpfung, das Leben und über Gottes unverbrüchliche Liebe zu uns Menschen.

Kein Mensch lebt so, dass er einfach nur alles auf sich zukommen lässt und wenn er ein Bedürfnis hat, eine Möglichkeit sucht, sein Bedürfnis irgendwie zu erfüllen. Wir wissen, wie die Dinge funktionieren, aber dies Wissen um die Funktion der Dinge ist letztlich nur ein Glaube, dass die bekannten Funktionen unveränderlich wirksam bleiben.

  1. Glaube ist so die Überzeugung, dass das was wir tun wollen auch funktioniert oder zumindest funktionieren kann,  das kann eine praktische handwerkliche Tätigkeit sein, oder aber auch etwas Intellektuelles, wie ein Menschen von einer Idee überzeugt ist.
  2. Glaube ist auch die Überzeugung, dass wir äußeren Einflüssen unterliegen, manche können wir selbst beeinflussen
    Zu diesen Einflüssen gehört beispielsweise, das Wetter oder die Gefahr von Krankheitserregern infiziert zu werden.
  3. Glaube ist letztlich auch eine Überzeugung ob und wie es eine Beziehung zu der unsichtbaren Welt gibt.
    Die Verneinung dieser Beziehung ist oft wenig überzeugend, wenn man Horoskope liest, oder Aussprüche wie „teu teu teu“ benutzt oder auf Holz klopft und vieles mehr. Es wird auch von einem schlechte Omen gesprochen usw.

Glaube beruht also auf Beobachtungen, Erfahrungen und inneren Überzeugungen. Das ist bei allen Menschen gleich. Unterschiedlich ist allerdings, wie weit dieser Glaube reicht und ob wir uns bemühen, die Grenzen auszudehnen. Zum Ausdehnen der Glaubensgrenzen gehört immer ein Vertrauensschritt, etwas Neues zu wagen, das Andere schon ausprobiert haben, oder von dem man überzeugt ist, das es funktioniert. Ein Hinderungsgrund ist Angst, Angst, dass es bei mir anders abläuft und nicht funktioniert.

Ein Beispiel: Manche Menschen haben Flugangst, obwohl sie wissen, das Fliegen sicherer als Autofahren ist. Ein erster Flug kann diese Angst dauerhaft überwinden.

Ähnlich ist es mit dem Glauben an den unsichtbaren Gott. Abermillionen Menschen sind Zeugen, dass ein lebendiger Glaube an Gott, ihr Leben verändert hat und bereichert.
Und doch erweitern sehr viele Menschen nicht ihren Glauben durch ein Ausprobieren dieser Erfahrungen Anderer und der Aussagen der Bibel.
Warum?        Sie haben keinen glaubhaften Zeugen gefunden.
                        Oder sie haben Angst vor Änderungen, z.B ihre Freiheit
            zu verlieren.

Ich kann da nur Mut machen, wenn sie noch keinen glaubhaften Zeugen gefunden haben, suchen sie weiter. Oder wenn sie noch Angst haben, wie oft haben sie nicht schon ihre Angst überwunden, machen sie es in ihrem Suchen nach dem unsichtbaren Gott genauso, bitten sie ihn in einem einfachen Gebet, dass er sich ihnen offenbart.

   Sende Artikel als PDF   

Sehnsucht des Menschen nach Gott – 1.Mose 2.7 Gott hauchte in seine Nase Atem des Lebens

Ich versuche nicht, mich in die Rolle eines Reporters zu versetzen, der dabei war, wie Gott alles geschaffen hat. Je mehr man Einzelheiten zu verstehen sucht, Einzelheiten, die etwas äußerliches naturwissenschaftliches sind, desto weniger stimmen die Auslegungen von Menschen mit verschiedenem Hintergrund überein. Mich bewegt besonders, wie Gott die Beziehung zu dem von ihm geschaffenen Menschen gedacht hat und wie sich dieser Plan in die Weltgeschichte eingeordnet ist.

Wohl die meisten Menschen sehen einen Widerspruch zwischen biblischem Glauben und den wissenschftlichen Erkenntnissen über die Entstehung des Universums und des Lebens.
Für mich gibt es nur Verstehenslücken im Beobachten der Schöpfung und des Lebens einerseits und der Erkenntnis der göttlichen biblischen Wahrheit auf der anderen Seite.
Gott sagt, füllt die Erde, und macht sie untertan. Hiermit wird die wissenschftliche Forschung uns als Aufgabe aufgetragen. Dies können wir auf uns selbst gestellt machen oder bewusst als Auftrag Gottes, unseres Schöpfers.

  1. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachtung von Dingen und Ordnungen oder Naturgesetzen. Die Ergebnisse können auch ohne Glauben zu guten Ergebnissen führen. Aber je mehr wir erkennen, desto größer ist die Gefahr eines Stolzes oder Übermutes, der verheerende Folgen haben kann und schon gehabt hat.

    • Eine offene ehrliche Forschung wird immer an ihre Grenzen kommen und sie akzeptieren und Möglichkeiten suchen, weiterführende Forschungen zu machen, die dann meist zu noch mehr offenen Fragen führen. Die Frage nach dem Schöpfer, nach Gott bleibt wissenschaftlich unbeantwortet.

    • Eine nicht offene Forschung baut die Antwort auf viele Fragen – wie die Frage nach dem Ursprung des Lebens – auf nicht beweisbare Annahmen auf. 
      Eine Annahme ist: “ Es gibt keinen Gott“.
      Dann wird solange nach verschiedenen Interpretationen der Forschungsergebnissen  gesucht, bis man meint eine Deutung gefunden zu haben, die ohne Gott auskommt.

  2. Wissenschaftliche Forschung ist Beobachten der Schöpfung Gottes und Staunen über die unermessliche Fülle und Weisheit und der Wunsch, mit unseren gottgegebenen Gaben uns all das zu Nutzen zu machen.
    Die Gewissheit, dass es Gott als Schöpfer gibt, widerspricht wissenschaftlichen Untersuchungen der Entstehung der Erde und des Lebens nicht.

    • Wenn ich Gott als Schöpfer und sein Wort in meine Forschungen einbeziehe, habe ich ein
      Fundament, auf das ich meine Erkenntnisse aufbauen kann.

    • Wenn ich dieses Fundament nicht habe, muss ich mir eins suchen und es definieren z.B.  Das alles eine Ursache hat, das Dinge sich nach Gesetzmäßigkeiten verändern und ich so auf Entwicklungen in Vergangenheit und Zukunft schließen kann.
      Ich halte also alle Naturgesetze für unveränderlich, ohne zu wissen, warum es sie gibt und warum sie so sind, wie sie sind. Die Antwort ist dann, es muss so sein, weil wir es nie anders gefunden haben und weil sonst der Kosmos und das Leben nicht existieren und nicht funktionieren würden.
      Hinter solchen Antworten steht letzlich eine hochmütige menschliche Entscheidung. „Auch wenn es einen Gott geben muss, wir wollen nicht dass es ihn gibt und darum sagen wir, es gibt keinen Gott.
      Biblisch gesehen, ist das menschliche Torheit über die Gott lacht (Psalm 2,4).

Weiterlesen