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Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes – Joh 11.4

Ein gewaltiges Wort, das Jesus hier hinterlassen hat: „Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes.“

Lazarus, der Bruder der Maria und ihrer Schwester Marta ist schwer krank und Maria weiß, dass Jesus heilen kann, deshalb lassen sie dies Jesus berichten. Es ist eine Erzählung, aus der wir viel vom Wesen und Wirken Jesu erkennen können.

1. Glaube an die Liebe Jesu:
Es wird nicht berichtet, dass Maria um Heilung bittet, Jesus wird einfach gesagt: „Der den Du liebst ist krank“. Die Schwestern erkennen klar, was das Motiv Jesu ist, wenn er auf Bitten eingeht und Menschen hilft.
– Er tut es nicht, weil er es kann und es sein Job ist.
– Er tut es, weil er jeden Menschen liebt.  Aber diese Liebe braucht in vielen Dingen einen Kanal, um sichtbar und wirksam zu werden. Dieser Kanal ist das Herz eines Menschen, das offen und empfänglich für diese Liebe ist.
Dies offene Herz kann die Liebe Jesu selbst empfangen für eigene Nöte, oder
es kann die Liebe weiterleiten zu anderen Menschen, die ihm nahe stehen. Dies offene Herz zeigt sich darin, dass ich von der Liebe Jesu überwältigt bin oder, dass ich eine tiefe innere Sehnsucht nach immer mehr von seiner Liebe habe. Ein in dieser Weise offenes Herz sehnt sich nicht nur selbst nach der Liebe Jesu, sondern auch danach, dass ihm nahe stehende Menschen damit erfüllt werden.

2. Liebe, die eigentliche Kraftquelle.
Liebe ist eine Beziehung zwischen zwei Menschen oder hier zwischen Jesus und den Menschen. Liebe nimmt den Anderen an und will Gemeinschaft und Vertrautheit mit ihm. Aber die Liebe will diese Beziehung nicht einfach bewahren und genießen, sondern sie will die Beziehung immer weiter vertiefen. Und sie kann das indem sie alle vorhandene Kräfte von Körper, Seele und Geist mobilisiert.
Die Liebe Gottes gipfelt darin: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn dahin gab, …“ Und bevor Jesus am Kreuz starb, hat er sein Leben hingegeben, das war die eigentliche Todesursache und nicht die Kreuzigung.
Jesus hatte Liebe zu allen Menschen und er hatte die ganze Allmacht Gottes als Kraftquelle zur Verfügung. Aber das Ziel seiner Liebe war nicht in erster Linie alles Unheil und alle Krankheit zu beseitigen, sondern die durch Sünde gestörte Beziehung zwischen dem Vater und den Menschen zu heilen. Not und Krankheit trennen uns nicht von Gott, sondern unser Streben uns selbst ohne Gott verwirklichen zu wollen, unser Stolz und unser Unglaube, wobei diese drei Dinge miteinander verwoben sind.

3. Liebe, ihr Ziel Verherrlichung.
Die Liebe sieht unsere aktuellen Bedürfnisse und Nöte jeder Art. Aber sie sieht weit darüber hinaus. Sie sieht unser ganzes Leben; das uns immer mehr in seine Nähe führen und unser Wesen ihm immer ähnlicher werden lassen soll. Wenn das erreicht ist, leben wir in der Herrlichkeit Gottes. Aber in unserem irdischen Leben werden wir das nicht voll erleben. Aber wie der Text zeigt, will uns Gott Momente schenken, wo die Herrlichkeit Gottes sichtbar wird. Es geschieht dann, wenn Gottes übernatürliches Wirken besonders klar und deutlich erfahrbar wird und uns innerlich ergreift.

4. Liebe, die Wirkung.
Die Liebe Gottes zeigt sich in verschiedener Weise:

  • In unserem Leben in der Schöpfung.
    Gott ist der Schöpfer, durch sein Wort hat er das All, unsere Erde und uns ins Dasein gerufen. Die Menschen haben viel entdeckt, Erkenntnisse gesammelt und Theorien aufgestellt. Aber im tiefsten bleibt uns die Schöpfung ein Geheimnis. Wer bei den Theorien stehen bleibt und den Schöpfer nicht erkennen will, macht sich selbst sehr, sehr arm. Denn er schneidet sich ab von der Liebe, des Schöpfers, der für uns eine Welt geschaffen hat, in der wir uns entfalten und ihn suchen und finden können. Hier zeigt sich der aus seiner Liebe geborene Segen Gottes, der sich über Ungläubige und Gläubige ergießt. Aber je mehr wir ihn suchen und erkenne, können wir auch seinen Segen aufnehmen und unser Leben gestalten lassen.
  • Furcht der Feinde vor dem Gott, der uns schützt.
    Besonders im alten Testament hatten immer wieder die Feinde Israels Furcht vor ihrem Gott, wenn sie sahen, wie er sein Volk führte und beschützte. Das wird vom Pharao bein Auszug der Israeliten aus Ägypten berichtet. Oder die Philister wurden nach dem Raub der Bundeslade von Krankheiten geplagt und versuchten dann den Gott Israels durch Geschenke und Rückgabe der Bundeslade zu besänftigen. Aber nach Jesu Opfertod ist es nicht Gottes Ziel, den Menschen Angst zu machen, sondern sie zu erretten und zu sich zu ziehen.
  • Gott erhört Gebet.
    Das Gebet soll wesentlicher Teil unseres Lebens sein im Danken, im Fragen, im Hören, in Fürbitte, im Bitten für Heilung an Leib und Seele für uns und unsere Nächsten. Unser Gebet ist dann fruchtbar, wenn es in Einklang mit Gottes Willen steht. Auch Jesus bezeugte, dass er das tat, was er den Vater tun sah. Gott kann uns direkt durch den heiligen Geist offenbaren, was und worum wir bitten sollen. Aber Dinge, für die es in der Bibel klare Hinweise und Beispiele gibt, sollen wir im Glauben ergreifen und in unserem Gebet vor Gott bringen. In vielen Dingen erhört uns Gott dann, wenn wir sie vor ihn bringen.
    Aber es gibt auch Anliegen, die Gott nicht so erhört, wie wir es erwarten. Es kann sein, dass wir oder die Situation noch nicht soweit ist, dass Gott das erwünschte Geschehen  bewirken kann. Für manche Ereignisse, gibt es eine von Gott festgelegte Zeit, wann sie geschehen sollen. Das ist Teil seines Heilsplans mit einzelnen Menschen, mit Gemeinden, mit Völkern, mit der ganzen Menschheit.
  • Gott offenbart uns seine Herrlichkeit.
    Die Herrlichkeit Gottes steht im krassen Gegensatz zu unserer gefallenen Welt und meist auch zu dem, was wir im Alltag erleben. Aber in den Worten über den kranken Lazarus – der dann starb – sagt Jesus, dass seine Krankheit zur Verherrlichung Gottes ist.
    Es sind Leute da, die an Jesu Macht über das Leben glauben und es sind Leute da, die Jesus nachlaufen und die es brennend interessiert, wer er ist, was er zu verkündigen hat und welche Macht er hat, den Nöten der Menschen zu begegnen. Wenn Menschen mit vollmächtigem Glauben und suchende  Menschen mit Nöten und Fragen zusammenkommen, dann kann Gott seine Herrlichkeit offenbaren. Und er tut es dadurch, dass er etwas bewirkt, das seine Liebe und ihn als Herrn des Lebens erkennen lässt. Aber diese Augenblicke sind immer etwas kostbares und Gott wird es nicht zu lassen, dass ihm die Ehre genommen wird. Diese Augenblicke sind immer ein Geschenk, über das wir nicht verfügen können.

5. Liebe macht die Herrlichkeit ein Stück sichtbar.
Gottes Wesen ist Licht oder Herrlickeit, man kann es nicht wirklich beschreiben, denn es übersteigt unser Vorstellungsvermögen. Aber sein Wesen äußert sich uns gegenüber in seiner unverbrüchlichen ewigen Liebe, die uns zu sich ziehen will.
Wenn wir ihm vertrauen und offene Augen haben, erfahren wir seine Liebe im Alltag als Ausdruck seiner Fürsorge und als Antwort auf unser Gebet.
Aber wie die Krankheit und dann der Tod des Lazarus zeigen, offenbart er seine Herrlichkeit als unser Gott und Herr über das Leben besonders dann, wenn wir in Not und Bedrängnis gekommen sind. Wenn von Heilungen berichtet wird, sehen wir meist nur die Not in diesem Augenblick und vergessen leicht, dass vor diesem Eingreifen Jesu Monate, Jahre oder ein ganzes Leben in krankheitsbedingter äußerer Not liegen. Und all dies damit der  Zeitpunkt kommen kann, in dem Gott seine Herrlichkeit für uns ein Stück sichtbar werden lassen kann.
Ist es das wert? Unser Leben mit Freuden und Leiden währt nur eine kurze Zeit und soll uns vorbereiten,  wieder mit unserem Schöpfer vereint zu sein und an seiner Herrlichkeit ewig teilzuhaben.

Gott geht mit den Menschen in der Bibel, aber auch mit Nachfolgern Jesu sehr unterschiedliche Wege.

  • Manche sind berufen Zeugnis abzulegen durch vollmächtige Wortverkündigung bestätigt durch Zeichen und Wunder. So wird die Herrlichkeit Gottes für die Welt sichtbar.
  • Andere werden in unvorstellbares Leid durch Verfolgung geführt.  Aber ihnen ist Gott besonders nahe und kann sie unbeschreiblich trösten und auch dadurch zum Zeugnis werden lassen. Ich denke da an das Zeugnis eines Bruders, der in einem Gefängnis im Sudan gequält wurde.
    Man sagte ihm immer wieder, er könne sofort freikommen, wenn er nur wieder zum Islam konvertieren würde. Die Qual war so groß, dass er schließlich dazu bereit war, dies äußerlich formel zu tun aber im Herzen wollte er bei Jesus bleiben.
    Er wollte gerade an die Tür klopfen, um den Wärter zu rufen, da erschien ihm Jesus und fragte: Willst Du mich verlassen? Und er fand die Kraft, nein zu sagen und nicht an dei Tür zu klopfen. Da wurde er von einer solchen Freude erfüllt, dass er laut Gott lobte. Die Wärter kamen herein und befahlen ihm ruhig zu sein. Aber die Freude in ihm ließ ihn Gott noch lauter loben. Und dann kamen die Wärter nochmal und es geschah das Unerwartete, sie sagten, verschwinde, wir wollen unsere Ruhe und schlafen.  Hier hat ein im Gefängnis gequälter Mensch tief in seinem Herzen die Herrlichkeit Gottes geschaut.
  • Jeder ist berufen in seinem Leben die Liebe Gottes auszustrahlen und somit Licht der Welt zu sein. Das Licht aber ist Teil der Herrlichkeit Gottes.

Den Blick in die Herrlichkeit Gottes kann man sich nicht verdienen. Gott selbst offenbart sie dem, der seine Nähe sucht und darin lebt und sich dadurch umgestalten läßt und so ganz in seine Berufung kommt. Gott offenbart seine Herrlichkeit in unterschiedlichem innerem Erleben: Überwältigtsein von der Größen Gottes, Staunen über sein Wirken an Menschen oder in Situationen, tiefe innere Freude, angenommen und sein Kind zu sein. Es sind innere Erlebnisse, die wir als Schatz bewahren können, ein Schatz der unvergänglich ist und den uns niemand rauben kann.

Bibelstellen

Johannes 9.2 Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist?
3 Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.

Johannes 11.1 Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf  Marias und ihrer Schwester Marta.
2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.
3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
4 Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde.

19 Und viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders.
20 Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen.
21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
22 Aber auch jetzt weiß ich: Was du bittest von Gott, das wird dir Gott geben.
23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;

37 Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste?
38 Da ergrimmte Jesus abermals und kam zum Grab. Es war aber eine Höhle und ein Stein lag davor.
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.

40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich’s, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen!
45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus tat, glaubten an ihn.

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damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir Joh. 17,20

Eine noch kleine Gruppe aus verschiedenen Gemeinden unserer Stadt Schweinfurt haben mit Schritten zur Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden begonnen und wir versuchen Jesu Gebet um Einheit seiner Nachfolger tiefer zu verstehen und es mehr und mehr Wirklichkeit werden zu lassen.
Wir sind noch am Anfang. Hier einige Gedanken dazu angeregt aus der Bibelstelle.
Johannes 17 (20) Aber nicht für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben, (21) damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.

Die Bitte um Einheit gilt für die Nachfolger Jesu, aber diese Bitte ist nicht an die Nachfolger gerichtet, sondern an den Vater selbst. Das zeigt zweierlei: Weiterlesen

damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, (Joh 17,21)

Kurz vor seiner Gefangennahme durch die römischen Soldaten, wendet sich Jesus in einem tiefen Gebet an seinen Vater, es geht ihm um die Einheit, derer die ihm nachfolgen und nachfolgen werden.

Jesus hat die Lehre seiner Jünger beendet und sieht weiter in die Zeit, in der seine Botschaft durch seine Jünger verbreitet werden soll. Noch stehen einige wichtige Ereignisse aus, die vollendet werden müssen, bis seine Botschaft über die Welt verbreitet werden kann:

  •  Sein Opfertod am Kreuz
  • Seine Auferstehung.
  • und die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten.

Das Kennzeichen der Jünger „das alle eins seien, “ aus Johannes 17 ist ein Schlüssel für die vollmächtige Ausbreitung der Heilsbotschaft Jesu. Und weil es solch ein Schlüssel ist, ist es auch ein Hauptangriffspunkt Satans auf die Nachfolger Jesu, um den Sieg der Botschaft zu verhindern. Wahrscheinlich haben die Jünger zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden, wie wichtig dies Gebet Jesu ist. Weiterlesen

Und der menschliche Hochmut wird gebeugt und der Männerstolz gedemütigt werden (Jesaja 2,17)

Der Prophet Jesaja hat eine gewaltige Vision. Vieles betrifft die damalige Situation des Volkes Israel. Darüber hinaus sieht er in einer endzeitlichen Vision, was geschehen muss und wird, wenn Gott sein Reich sichtbar für alle Menschen errichten wird. Das Reich des Herrn ist nicht einfach ein – wenn auch das beste – Angebot unter vielen. Das Reich Gottes verträgt sich nicht mit Dingen, die Gottes Wesen widersprechen. Es stellt sich die Frage, was gehört zum Reich Gottes und was steht ihm noch entgegen.

  •   Solange die Dinge, die dem Reich Gottes entgegenstehen, noch wirksam sind, können wir es nur andeutungsweise erfassen. Darum werden hier nur einige äußere Ereignisse erwähnt, Der Berg des Herrn (Jerusalem) wird eine besondere Bedeutung haben, und die Menschen werden dort hinströmen. Warum? Um in der Herrlichkeit des Herrn und in seiner Nähe zu sein.
  •  Das, was dem Reich Gottes entgegensteht, hat viele Gesichter, einige Beispiele, die Jesaja zu seiner Zeit sah, werden im Kapitel 2 aufgeführt. Die handgemachten Götzen zur Zeit Jesajas gibt es so nicht mehr, sie haben andere Gesichter  und sind nicht weniger verderblich. Das Äußere der Götzen kann sich ändern und ist nicht entscheidend. Und  so kommt es nicht darauf an, das Äußere zu entfernen, sonder die Quelle, das Woher zu finden und zu läutern.
    Stolz und Hochmut werden hier als Quelle genannt, aus denen unsere Götzen entstehen, und die dem Reich Gottes entgegensteht. Weiterlesen

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8,28)

Manchmal wird dieser Vers missbraucht um Trost auszusprechen, wenn wir selbst keinen Trost oder eine Lösung sehen. So kann es nur ein Ausdruck unserer Ratlosigkeit sein.

Aber Paulus kennt selbst menschlich gesehen ausweglose Situationen, in denen nur ein Wort, das Kraft vermittelt, weiterhelfen kann. In solchen Situationen soll dies Wort Kraft und tragende Hoffnung in unser Herz einpflanzen.

Wir wissen aber, dass … , alle Dinge zum Besten dienen“,  Diese Aussage ist eigentlich einfach, aber doch schwer im Glauben anzunehmen. Und das ist Grund für einen Versuch, sie besser zu verstehen. Dazu sollen einige Fragestellungen helfen. Weiterlesen

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit 2.Timotheus 1,7

Als Bürger dieser Welt können wir es nicht verhindern, dass wir auch von dem betroffen werden, was auf dieser Welt geschieht und nicht im Einklang mit dem steht, was Gott eigentlich lieber sähe oder tun würde. Man kann hier an Kriege, Unterdrückung, Missachtung der Würde des Menschen oder an von Menschen verursachte Katastrophen und vieles andere denken.

Aber wie beeinflusst dies unser Inneres? Paulus schreibt hier von einem Geist der Furcht oder der Kraft. Weiterlesen

die auf den Herrn harren kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler (Jesaja 40,31)

Unser Glaubensleben kann man unter zwei sich ergänzende Aspekten sehen:

1.      Unser Leben  im Jetzt.  im Alttag. Hier wird unser Glaube täglich geprüft und kann sich bewähren. Wir können Jesu Nähe, seine Hilfe und die Kraft der uns anvertrauten Gaben erleben.

2.      Unser Leben im Verhältnis zu den Dingen, die uns verhießen sind, die wir aber noch nicht sehen. Dies ist oft eine Herausforderung, auf Gott auch dann zu vertrauen, wenn wir noch nichts von seinen Verheißungen in der Hand haben, aber im Inneren gewiss sind, dass er treu ist und uns nicht im Stich lässt. In diesen Situationen wird in der Bibel vom Harren oder Ausharren gesprochen. Weiterlesen

Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. (1. Joh.4,20)

Johannes führt hier in ein tieferes Verständnis des zentralsten Themas der Bibel:  Gott ist die Liebe.

  • Gottes Liebe ist mehr als sein Wunsch, dass alle Menschen gerettet werden und damit ein erfülltes Leben gewinnen.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als sein Wunsch, uns mit dem was für uns gut ist, zu überschütten.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als seine Langmut und seine  Bereitschaft uns in Jesus zu vergeben.
  • Gottes Liebe das ist sein Wesen.

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Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig (2. Kor. 3,6)

Paulus gibt Auskunft über seinen Dienst. Dabei weist er besonders auf zwei Punkte hin, die sein Verhältnis zu Gott und seinen Dienst kennzeichnen.

  1. Bevollmächtigung durch Gott: Paulus wurde von Gott als Apostel auserwählt und bestimmt. Diese Auserwählung wurde von seinen Brüdern (im Glauben)  bestätigt. Diese Bestätigung ist wichtig auch heute. Wenn jemand vorgibt von Gott für ein bestimmtes Amt berufen zu sein, aber es gibt keine Geschwister, die das bestätigen, dann wird seine Berufung in das Amt menschlich sein – nach seinem eigenen Willen oder dem von Anderen, aber nicht von Gott. Und es gibt Viele in geistlichen Ämtern ohne Berufung von Gott. Eine Fehlleitung der Gemeinden ist die Folge, wie es schon die Sendschreiben in der Offenbarung zeigen.
  2. Führung durch den Geist: Jesus wurde von Gott in die Welt geschickt, um Zeugnis von der Liebe des Vaters zu geben. Er kannte den Vater so gut wie niemand sonst. Und dennoch hat er nicht eigenmächtig gehandelt, sondern, wie er von sich bezeugt, tat er das, was er den Vater tun sah. Dies ist das Vorbild. Damit wir dem nach streben können, ist uns der Heilige  Geist gegeben, der die Verbindung zum Vater herstellt und uns seinen Willen offenbart, wenn wir nur hören und warten bis wir für die Offenbarung seines Willens vorbereitet und bereit sind. Das kann sofort geschehen oder dauern bis die Zeit erfüllt ist.

Gottes Wort ist sein durch Menschen uns offenbartes Wort, es ist die Wahrheit aber in irdenen Gefäßen, denn unser Verstand und unsere Sprache können geistliche Wahrheiten nur unvollkommen wie durch eine Schleier bzw.  bildhaft transformiert in unser Auffassungsvermögen erfassen. In unserem Geist kann das Erfassen der Wahrheit tiefer gehen, ohne es in Worte fassen zu können, haben wir Erkenntnisse und eine Gewissheit der Gegenwart Gottes und Erkenntnis seiner Allmacht und Heiligkeit.

Gottes Wort können wir auf verschiedene Weise begegnen:

  1. mit Überheblichkeit = Torheit – wir missachten die göttlichen Aussagen seines Wortes (das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden (1.Kor 1,18)  ) Leider wird der Glaube oft durch unser kritisches Nachfragen, das sich an das menschlich Mögliche und Machbare orientiert, eingeengt oder unmöglich gemacht. Vor dem Glauben an Gott kommt der Glaube an die Wissenschaft.  Sehen wir z.B. die Schöpfung Gottes oder nur die Evolutionstheorie. Wenn wir (innerlich) wissen, dass Gott der Schöpfer ist, wird er uns die Fragen, die sich aus wissenschaftlichen Untersuchungen ergeben soweit erklären, wie es für uns notwendig und gut ist. Wir müssen unsere Augen nicht vor der Wissenschaft verschließen. Wenn wir erst Gott fragen und dann auf die Wissenschaft schauen, wird sie ein Diener sein bei der Suche nach weiterer Erkenntnis der Größe Gottes.
  2. Anwenden seiner Gebote bringt Segen. Viele Inhalte des Wortes Gottes sind in das Recht der Völker eingegangen. Hieraus entspringt Segen, auch für Ungläubige. Aber wenn diese göttlichen Elemente verlassen werden, weicht auch der Segen. Viele gesellschaftliche Probleme sind darauf zurückzuführen. Denn unser Schöpfer weiß, was uns und unserer Seele gut tut.
  3. als Gesetz und Buchstabe angewendet tötet das Wort. Das Wort zeigt Gottes Größe und es zeigt, wie wir als seine Geschöpfe in seiner Gemeinschaft und Heiligkeit leben sollen. Bei Gott ist das Leben und getrennt von Gott ist der Tod. Da wir das Wort aus eigenem Vermögen nicht halten können, zeigt es uns, dass wir von uns aus dem Tod verschrieben sind. In diese Situation – dem Tod verschrieben – versetzen wir uns, wenn wir aus eigener Kraft versuchen, dem Wort gehorsam zu sein. Wir scheitern hier zweifach.
    -1- Wir können seine Wort (Gebote) nicht erfüllen:
    -2- Wir verstehen sein Wort nicht in seiner geistlichen Tiefe.
  4. sein Wort in unserem Inneren bewegen. Wenn wir Gott um das rechte Verständnis bitten, wird er uns durch seinen Geist sein Wort und damit sein Wesen und seinen daraus entsprungenen Willen offenbaren. Wenn das geschieht, wird sein Wort für uns zur Wahrheit, die sein Leben in uns wachsen lässt und uns somit lebendig macht. Göttliches Leben ist aber kein Zustand sondern ein Wachstumsvorgang zu ihm hin, zu seiner Erkenntnis und in seine Nähe und Gemeinschaft.

2.Kor.3,4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.
5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott,
6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig

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Ihr Verstand ist verfinstert…durch die Verstockung ihres Herzens (Eph 4,18)

Paulus warnt die Gemeinde in Ephesus davor, ihre Lebensgewohnheiten so wie die Heiden weiterzuführen oder sie ihnen anzupassen. Es geht nicht darum, die Begegnung mit Nichtchristen zu meiden. Im Gegenteil wir sollen den neuen Menschen anziehen, um wie es an anderer Stelle heißt, für die Nichtchristen das Leben Jesu in uns sichtbar zu machen. Paulus charakterisiert die Heiden durch zwei Merkmale, die aus der Trennung von Gott resultieren.

  1. Verstockung des Herzens: Das ist die Entscheidung, sich dem Ruf Gottes zu verschließen. Die ganze Schöpfung ist Ausdruck der Liebe Gottes für uns Menschen und sein Wort zeigt sein immer währendes Bemühen, uns durch Zeichen seiner Liebe wieder in seine Gemeinschaft zu führen. Aber der von Gott getrennte Mensch will dies Liebeswerben Gottes nicht erkennen und er kennt es auch nicht, weil er sich allem widersetzt, was seinen Blick in diese Richtung zu ziehen versucht. Er weigert sich, dem nachzukommen, was ihn in seinem Inneren zieht, Gott zu suchen. Vordergründig werden rationale Gründe vorgeschoben, an Gott nicht zu glauben. Aber es gibt nur wenige Entscheidungen, die nur vom Verstand aus rationalen Gründen getroffen werden. Der Verstand liefert zwar wichtige Informationen, die in eine Entscheidung einfließen. Aber diese Entscheidungen werden in Wirklichkeit meist vom inneren Gefühl – eben vom Herzen getroffen. Und das Herz ist, wie es Paulus hier feststellt, verstockt. Denn der natürliche Mensch ist nicht mit Gott verbunden und kann daher den Frieden, die Geborgenheit und die Liebe in der Gemeinschaft mit Gott nicht erkennen. Aber er sucht Frieden, Geborgenheit und Liebe und er sucht sie in dem, was ihn nicht zu Gott führt; und das ist biblisch gesehen das Böse. Auch wenn das Böse nicht als solches erkannt und oft als Gut bezeichnet wird, so führt es uns doch nicht in unsere Bestimmung in der Nähe Gottes. Wenn Menschen in große Not geraten, beginnt die Verstockung ihres Herzens oft zu bröckeln und sie werden bereit auf die Stimme Gottes in ihrem Herzen zu hören.
  2. Verfinsterter Verstand: Wenn das Herz verstockt ist, wird das, was der Verstand uns an Erkenntnissen zeigt, falsch bewertet, besonders dann wenn es um Dinge geht, die auf Gott, auf eine wahre Beziehung zu ihm hinweisen. Auf vielfältige Weise wird versucht, die Überzeugung zu verbreiten, dass es Gott nicht gibt. Aber allein dieser Versuch ist in sich unglaubwürdig. Denn mit Dingen, die es wirklich nicht gibt, beschäftige ich mich nicht. Wenn ich die Nichtexistenz von Dingen beweisen will, zeige ich, dass ich danach suche, nur habe ich mich bereits auf ein mir genehmes Ergebnis festgelegt.

In jedem Menschen ist ein Suchen nach Erfüllung und Liebe angelegt. Aber solange sich der Mensch in seinem Suchen festgelegt hat, das was auf Gott hinweist, zu ignorieren, kann sich Gott ihm nur schwer zu erkennen geben. Aber Gott kennt das Herz des Menschen und findet oft Wege, sich irre gehenden Menschen doch zu offenbaren. Gott finden wird ein Mensch nur wenn er mal nicht auf seinen vefinsterten Verstand hört, sondern auf die Stimme Gottes in seinem Herzen, Wenn sich Gott dem Herzen eines Menschen offenbart geschieht es aus seiner Liebe und Gnade. Das Zeugnis und Gebet anderer Menschen, benutzt Gott gerne, um sich selbst im Herzen des Menschen zu offenbaren. Und zu diesem Dienst hat Gott alle berufen, die ihn kennen.

Epheser 4, 17 So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes.
18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens.
19 Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier.   ….
22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn
24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.

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