Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. (1. Joh.4,20)

Johannes führt hier in ein tieferes Verständnis des zentralsten Themas der Bibel:  Gott ist die Liebe.

  • Gottes Liebe ist mehr als sein Wunsch, dass alle Menschen gerettet werden und damit ein erfülltes Leben gewinnen.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als sein Wunsch, uns mit dem was für uns gut ist, zu überschütten.
  • Gottes Liebe ist auch mehr als seine Langmut und seine  Bereitschaft uns in Jesus zu vergeben.
  • Gottes Liebe das ist sein Wesen.

Wie auch bei uns Menschen unser Wesen in einer Person verankert ist, so ist auch das Wesen Gottes beheimatet in seiner göttlichen Erscheinung, wie sie von Propheten und Johannes in der Offenbarung geschaut wurde. Gott ist Geist darum können wir ihm auch nur im Geist schauen und in  Bildern beschreiben oder bezeugen was die Begegnung mit ihm in uns auslöst:

  • wir beschreiben ihn durch: Heiligkeit, Licht, verbrennendes Feuer.
  • die Begegnung bewirkt: Gottesfurcht,  die Erkenntnis unserer Schuld, die Sehnsucht würdig seiner Nähe zu sein.
  • weil Gott heilig ist,  kann Unheiliges in seiner Gegenwart nicht existieren. Darum wird er auch als Richter in der Bibel gezeigt und erfahren.
  • weil Gott heilig aber auch barmherzig ist, hat er in Jesus seinen Heilsplan als neuen Bund eingesetzt. Wer seine Schuld bekennt und in diesen neuen Bund eintritt, hat ewiges Leben.

Das Volk Israel wollte nicht wie Mose Gott von Angesicht zu Angesicht begegnen, ihre Gottesfurcht war mit Angst behaftet, sie erkannten ihre Schuld vor ihm.  Weil uns in Jesus die Schuld vergeben ist, dürfen wir in einer angstfreien Gottesfurcht Gott begegnen. Und so bekennt Johannes „Furcht ist nicht in der Liebe“. Gottesfurcht ist das Erleben unseres Geistes wenn wir uns ihm nahen. Und je mehr wir ihn erkennen so höher wird unsere Gottesfurcht. Und die Gottesfurcht bewirkt, dass wir ihn anbeten, loben und danken für seine Gnadenerweise.

Die Begegnung mit Gott, mit seiner Liebe ist zunächst eine geistige Erfahrung, aber wenn sie lebendig und nicht nur emotional ist, durchdringt sie unsere ganze Existenz mit Körper, Seele und Geist. Wir werden für unsere Brüder und unsere Nächsten Botschafter an Christi statt.  Und dies wird nach Außen sichtbar in unserem Verhalten in unserem persönlichen Einsatz an der Stelle, wo Gott uns hinführt oder auch hingeführt hat.

Ein Erkennungsmerkmal für unsere Liebe zu Gott ist unsere Liebe zu den Brüdern. Brüder, das sind nicht nur die, denen wir in unserer Gemeinde oder Denomination begegnen, sondern aus unserer Perspektive alle die sich zu Jesus bekennen,  aus seiner Perspektive alle die zu seinem Leib gehören, denn er hat nur einen Leib aus vielen Gliedern. Wir sind unterschiedlich begabt, aber gleich geliebt.  Die Zersplitterung unter vielen Christen und christlichen Denominationen zeigt, wie schwach auch die Liebe zu Gott ist. Das kann uns nur vor Gott beschämen und zur Buße aufrufen. Sicher bewegen uns offensichtliche oder auch vermeintliche Irrtümer der Anderen.  Aber wir sind nicht zu Richtern sondern zur Liebe berufen und durch die Vergebung auch befähigt. Wenn wir in Liebe, aber ohne Selbstgerechtigkeit jemanden ermahnen können, dann ist es auch unsere Pflicht und Verantwortung vor Gott.  Ermahnung ist ein Liebesdienst am anderen, den ich aber nur ausüben kann, wenn ich ihn auch so angenommen habe, wie Gott ihn angenommen hat. Wie schwer dieser Dienst ist zeigen die Briefe des Apostel Paulus.

Wenn ich Gott liebe und damit auch die Brüder, bin ich bestrebt, das was Gott ihm und das was er mir an Gaben und Erkenntnissen anvertraut hat zu teilen.  So wird Gott uns in der Erkenntnis seiner selbst und damit der Wahrheit weiterführen, uns von Irrtümern befreien und seine Gnade und Vollmacht stärker durch uns sichtbar und wirksam werden lassen.

1. Johannes 4,16. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.
17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
19 Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
20 Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht.
21 Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.

5,1 Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist.
2 Daran erkennen wir, dass wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten.
3 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
4 Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?

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